Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Ein Unternehmer im wahrsten Sinne des Wortes, einer, der sich an der Zukunft orientiert und einer, der sich jahrzehntelang tatkräftig für den Berufsstand der Gärtner eingesetzt hat: Gerhard Schulz wurde vergangenen Freitag, 23. November, mit der Ehrenmedaille in Gold des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) für seine umfassende berufsständische Arbeit geehrt.

Jürgen Mertz (von links), Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), ehrte jetzt Gerhard Schulz mit der Goldenen Ehrenmedaille des Zentralverbandes Gartenbau. (Foto: ZVG)

Jürgen Mertz, Präsident des ZVG, überreichte die Auszeichnung im Rahmen der 47. Herbsttagung der Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin. Jürgen Mertz betonte in seiner Laudatio auf Gerhard Schulz, dem dienstältesten Vorstandsmitglied des Zentralverbandes Gartenbau, dass er einer der aktivsten Vertreter des Berufsstandes gegenüber der Politik sei, vehement die Belange auch bei Vor-Ort-Terminen in seinem Unternehmen erörtert und sich für gerechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der EU eingesetzt habe.

Gerhard Schulz habe großen Anteil daran, dass der kontrollierte Integrierte Anbau auf nun-mehr rund 90 % der Gemüseanbaufläche in Deutschland angewandt werde, die Zulassungssituation von Pflanzenschutzmitteln erträglich gestaltet und das QS-System als erstes stufenübergreifendes Qualitätssicherungssystem für Obst und Gemüse initiiert wurde. Außer-gewöhnlich auch sein Engagement für die Grünberger Forschungstage Gemüsebau, das Netzwerk Hortigate sowie die Bundesberatertagung Gemüsebau.

Gerhard Schulz wurde 1947 in Dresden geboren. Seine Eltern führten dort in dritter Generation einen Gemüsebaubetrieb. Die Familie flüchtete in den Westen und Gerhard Schulz absolvierte eine Lehre als Gemüsegärtner in Weil am Rhein, sein Vater gründete eine Existenz in Papenburg/Ems. Die Meisterschule in Ludwigsburg verließ Schulz 1970 mit dem Meister-Titel im Fach Gemüsebau.

1972 sammelte Gerhard Schulz ein Jahr lang Auslands-Erfahrungen beim Jungpflanzenbetrieb Brandkamp und leitete anschließend einen Gemüsebetrieb der Familie in Italien. 1978 übernahm er einen Papenburger Zweigbetrieb des Familienunternehmens. Inzwischen hat dieser Stammbetrieb rund 30. 000 m2 und der neue moderne Zweitbetrieb 41.000 m2 Hoch-glas. Produziert wird hauptsächlich in Gewächshäusern (Gurken, Kräuter), im Freiland wird auf rund 70 Hektar Schnittlauch angebaut. Alles zusammen mit seinen beiden Söhnen Alexander und Mathias.

1986 wurde Gerhard Schulz zum Vorsitzenden der Fachgruppe Gemüsebau des Nordwest-deutschen Gartenbauverbandes gewählt, 1990 zum stellvertretenden Vorsitzenden der Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) und bereits ein Jahr später zum Vorsitzenden. Als erster Gemüsebauvertreter bekleidet er heute erfolgreich das Amt des BOG-Vorsitzenden. Er war aktiv im ZVG-Vorstand, ZVG-Präsidium und engagierte sich als Mitglied im Expertengremium Integrierter Anbau sowie im CMA-Produktausschuss Obst und Gemüse. Genannt werden sollen noch stellvertretend seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied bei der Gartenbauzentrale e.G. Papenburg, als Mitgliederver-treter bei der Deutschen Hagel-Versicherungs-Gesellschaft sowie im QS-Fachbeirat und der QS-Gesellschafterversammlung.

 

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