Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Eine der schwierigsten Aufgaben in der professionellen Sportplatzpflege mit Mährobotern ist die Koordination zwischen den Pflegezeiten, und der Zeit in der ein regulärer Spielbetrieb gewährleistet sein muss. Insbesondere in trockenen Perioden müssen dann auch noch die Zeiten zwischen der Beregnung und dem Mähen organisiert werden. Bei Plätzen mit hohem Spielbetrieb bleibt dann oft nur in den späten Abendstunden die Zeit, um auf dem Platz zu arbeiten. Die Firma KommTek hat sich dieser Problematik angenommen, und ein innovatives vollautomatisches System entwickelt, mit dem der Mähbetrieb mittels Mähroboter genau auf den Spielbetrieb und die Beregnungszeiten angepasst werden kann.

Die Beregnungsanlage im Betrieb, während der BigMow lädt. (Foto: KommTek)

Auf dem Sportplatz des ehemaligen Landesligisten SV Löhne-Obernbeck, teilen sich neben dem örtlichen Sportverein auch eine benachbarte Schule den hiesigen Rasenplatz. Das führt insbesondere in den Sommermonaten zu einem erhöhten Spielbetrieb. Was die Gemeinde mit Ihren Grünflächenpflegern vor das Problem stellt, dass der Spielbetrieb ständig mit den Pflegezeiten abgestimmt werden musste. Weil die Pflege am Abend mit zusätzlichen Personalkosten verbunden war, suchte man hier nach einer Pflegelösung, die langfristig geringere Kosten bei mehr Flexibilität mit sich bringt.

Die logische Konsequenz war es, mit Hilfe eines Mähroboters den Mähbetrieb auf die Zeit von 22:00 Uhr abends bis 8:00 Uhr morgens zu verlegen. Einen Mähroboter zu finden, der es schafft die Fläche in der vorgebenden Zeit zu mähen, war mit dem BigMow schnell gefunden. Aber wie sollte in der Zeit nun auch noch die Beregnung stattfinden? Dabei wären die von oben fallenden Wassermengen noch nicht einmal das Problem für den BigMow gewesen. Das Problem ist das Wasser von unten, welches mit hohem Druck aus den Düsen gepresst wird, und das System beim Überfahren wohl stark stören oder sogar zerstören würde.

Kommunikation ist die Lösung

Um das Problem mit der Abstimmung zwischen der Beregnung und dem Mähbetrieb in den Griff zu bekommen, müssten die beiden Systeme also miteinander kommunizieren. Hierfür wurde im Schaltschrank der örtlichen Beregnungsanlage eine Kommunikationseinheit installiert, die mit Ihrem Gegenstücken in der Ladestation kommuniziert. Somit ist es möglich den aktuellen Zustand des Mähroboters abzufragen. Die Bewässerungsanlage meldet, dass sie starten will und der BigMow fährt zurück in seine Ladestation. Dort angekommen bestätigt er seine Ankunft, und schickt ein Signal an die Beregnungsanlage, welche dann aktiviert wird. Ist die Bewässerungsanlage fertig, schickt Sie den BigMow wieder an die Arbeit. Auch im Falle einer Manipulation kann die Bewässerung nur dann starten, wenn der BigMow in seiner Ladestation ist.

Soweit die Theorie. Aber würde das System auch reibungslos in der Praxis funktionieren? Um das live zu sehen, waren die Vertreter der örtlichen Grünpflege, des Sportvereins und der angrenzenden Schule dazu eingeladen, bei der Inbetriebnahme dieser intelligenten Lösung dabei zu sein. Es bestand durchaus Skepsis bezüglich der Machbarkeit. Um zu Beweisen das es doch geht, war die Firma KommTek vor Ort angetreten um ein entsprechendes System zu installieren.

Mittels einer Minischlitzfräse wurde zuvor die Steuerleitung rund fünf Zentimeter unterhalb der Grasnarbe verlegt, um zu gewährleisten, dass auch beim Vertikutieren der Rasenfläche eine Beschädigung der Leitung auszuschließen ist. Nach kurzer Zeit waren die vier Seitenkanten des Sportplatzes mit rund 350 Meter Erdleitung ausgestattet. Der BigMow hat vorne in der Mitte einen Sensor, mit dem er die Signalleitung im Boden finden kann. Anhand dieser Leitung ortet der Mähroboter nicht nur den Randbereich des Platzes. Bei niedrigem Batteriestand findet er so auch die außerhalb der Spielfläche gelegen Ladestation.

Die pyramidenförmige Ladestation mit Ihren massiven kupfernen Ladekontakten wurde mittels handelsüblicher Waschbetonplatten nivelliert. Dies gewährleistet, dass der BigMow immer in einer optimalen Position an der Ladestation andocken kann. Dabei stellen die offenliegenden Kontakte keine Gefahr für Mensch oder Tier dar, den der Ladestrom beträgt lediglich 32 Volt. Damit verwendet die Ladestation also Schwachstrom, wie er auch bei Kinderspielzeugen oder Halogenlampen offen zulässig ist. Die seitlich links und rechts am Mähroboter angebrachten Ladekontakte ermöglichen das Einfahren sowohl von links als auch von rechts, je nach den Gegebenheit vor Ort. In diesem Fall orientiert sich der BigMow entgegen dem Uhrzeigersinn an der Begrenzungsleitung in seine Ladestation.

Auf den Platz, fertig, los

Nachdem die Verdrahtung der Elektrik abgeschlossen war, konnte der erste Testlauf beginnen. Über die im Heck des BigMows angebrachte Bedieneinheit, wurden im Handumdrehen die Programmierung des Timers in Absprache mit den Verantwortlichen durchgeführt. Nach Bestätigung der Angaben nahm der Mähroboter sofort seine Arbeit auf. Nach kurzem Korrigieren der Mähhöheneinstellung, war das saubere Schnittbild hinter dem Bigmow unverzüglich zu sehen. Fünf rotierenden Messerscheiben sogen dafür, dass ein ca. 5 mm kurzes Mähgut übrig bleibt, welches einfach als natürlicher Dünger auf der Rasenfläche verbleibt. Neben einer Reduzierung der Düngemittel auf dem Platz, fallen so in Zukunft auch keine Grünabfälle mehr an, die zusätzlich entsorgt werden müssen.

Aber das war ja nur die Pflicht! Was folgte war die Kür. Würde die Kommunikation zwischen der Beregnungsanlage und dem Mähroboter funktionieren? Und müssen jetzt alle warten bis die Akkus des BigMows erschöpft sind, und dieser zurück in die Ladestation fährt? - Nein! Denn das System verfügt über eine weitere Besonderheit: Auch Menschen können mittels Handy mit dem BigMow kommunizieren. Durch das Senden einer einfachen SMS, wird dem Mähroboter mitgeteilt, dass er umgehend in seine Ladestation fahren soll. Wenige Sekunden nach dem Versenden der SMS bricht der BigMow seine Arbeit ab, und fährt auf die an der Ladestation gespannt wartende Menge zu. Nach einem sauberen Andockmanöver vergehen wieder nur wenige Sekunden bis sich die Rasensprenger aufstellen, und sich ein sanfter Wassernebel über dem Platz ergießt. Nach erneuter Aufforderung per SMS seine Arbeit wieder aufzunehmen, schaltet sich die Beregnung ab, und der BigMow surrt leise von dannen. - Mission erfüllt! Die Endkonfiguration in der ausnahmslos die Bewässerung den BigMow steuert konnte aktiviert werden.

Die Demonstration des Systems war ein voller Erfolg und jegliche Skepsis verschwand im Nu von den Gesichtern der Anwesenden. Die Firma KommTek konnte also die Anforderung Ihres Kunden voll erfüllen, und die Machbarkeit einer Kommunikation zwischen zwei vollautomatischen Systemen belegen. Mit dem Einsatz dieser intelligenten Lösung für die Grünflächepflege hat KommTek wieder bewiesen, dass sich durch den Einsatz moderner Mittel viele Probleme auf einen Schlag lösen, und Kosten reduzieren lassen. Ein Beispiel das sicherlich viele Verantwortliche in der Grünflächenpflege interessieren wird.

Video zu diesem Thema

Mähroboter steuert die Beregnungsanlage auf dem Sportplatz

 

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