Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die neuen Messetage von Mittwoch bis Sonntag wurden von den Ausstellern überwiegend als positive Entwicklung der größten Kompaktmesse des Bauens im nördlichen Europa mit 67.100 Besuchern an 5 Messetagen vom 10. - 14. September 2014 bewertet.

NordBau 2014

Die Baubranche boome und die 59. NordBau stehe damit unter einem guten Stern betonte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer anlässlich der Eröffnung. Der Minis­ter rief die Baubranche auf, mit ihm noch stärker für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur Norddeutschlands zu werben. Man mache es sich zu einfach, wenn man mit vorschnellen Kostendeckelungen bei der Realisierung wichtiger Verkehrsprojekte auf halbem Wege liegen bleibe. Als Beispiel nannte er die Fehmarnsundbrücke, die auch zum Dänisch-Deutschen Fehmarnbelttunnel „passen“ müsse. Anschließend erläuterten Dr. Michael Beckereit, Vizeprä­sident der Kommunalen Unternehmen Deutschlands, sowie Dr. Steffen Bender vom Helm­holtz-Institut mit völlig neuen Denkansätzen, wie städtebaulich Lösungen hinsichtlich der Kli­maveränderungen und Starkregenereignisse von den Städten und Ländern kosteneffizient geschaffen werden können.

„Effizienz auf der Baustelle“ war eines der Top-Themen. Aussteller bieten ihren Kunden weit­reichende, spezialisierte Dienste an, um deren Arbeitsabläufe mit perfekt darauf abgestimmten Baumaschinen und Anbaugeräten kostensenkend und effektiv zu gestalten. Dazu gehörte neben zahlreichen Messeneuheiten auch die Weltneuheit eines Akku-betriebenen Stampfers, der erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wurde und ab 2015 erhältlich sein wird. Diese Entwick­lung wird vor allem für innerstädtische Baumaßnahmen beispielgebend sein, wo Lärmemis­sion eine wichtige Rolle bei der Ausführung spielen wird.

Die Sonderschau zum Dachgeschossausbau war in seiner Intensität und in seiner Vielfalt einmalig auf der NordBau. Anbieter von modernsten Bauelementen sowie Bau- und Dämm­stoffen zusammen mit dem ausführenden Handwerk, den Architekten sowie Haus & Grund haben eindrucksvoll das gemeinsame Sonderthema initiiert. Anbieter und Nachfrager und so­mit Dienstleister und Nutzer profitierten gleichermaßen von den Impulsen und Ideen des mo­dernen Dachgeschossausbaus. Ein Ausbau des Dachbodens kann sowohl eine Wertsteigerung für die Immobilie bedeuten als auch eine Alterssicherung, kann auch Mehreinnahmen durch zusätzliche Miete und ein zusätzliches Angebot an Wohnraum in nachgefragten Innen­stadtlagen sein. Eingebunden in die Vorbereitung des Sonderthemas waren auch Studieren­denausschüsse von Universitäten.

In dem neu erbauten Forum zwischen den Messehallen fanden die Besucher und das Hand­werk erstmals eine zentrale Anlaufstelle von Fachberatung zu allen Fragen des Hausbaus, zu aktuellen und geplanten Straßenbauprojekten und zu Berufsorganisationen.

Der Mix der NordBau mit Produkten und Dienstleistungen für Hochbau, Tiefbau und Kommu­naltechnik zog sowohl die Profis als auch die Hausbesitzer an. Für Architekten und Ingenieure ist die gewerkeübergreifende Plattform auch ein Treffpunkt des kollegialen Austausches beim ersten Lounge-Abend der Architekten- und Ingenieurkammer sowie bei Veranstaltungen für Architekturstudenten geworden. Die große Zahl der Aussteller von Ziegel und Klinker bildeten in der Halle, in der die Architektenkammer Ihren Stand hatte den geeigneten Rahmen. Großes Besucherinteresse herrschte auch bei den Ausstellern, welche die vielfältigen Produkte der Heiztechnik in einer 4.000 qm große Halle zeigten.

Viele der rund 40 begleitenden Tagungen waren komplett ausgebucht und wurden von insge­samt 4000 Teilnehmern besucht. Zweidrittel dieser Veranstaltungen sind als offizielle Fortbil­dungsveranstaltungen von der Architekten- und Ingenieurkammer anerkannt. Das Seminar der Kommunaltechnik behandelte an zwei Tagen die wirtschaftlichen Bauweisen und kostenspa­rende Unterhaltung von Radwegen. Erstmals griff der VDBUM, Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik, in einem Seminar die Prävention und die Schutzmaßnahmen für Baumaschinenführer in ihren Geräten zum Thema „Kampfmittelfreies Arbeiten und Bauen“ auf. Service-Stationen der Baumaschinenhersteller berichten von zunehmender Nachfrage zu Umrüstungsmaßnahmen bei Baumaschinen mit spezieller Panzerung zum Schutz der Mitar­beiter. Bauberufsgenossenschaften in Norddeutschland fordern verstärkt den Schutz der Maschinenführer bei Baugrundmaßnahmen ein.

Die 60. NordBau findet vom 9. bis 13. September 2015 statt.

 

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