Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die Bayerische Staatsregierung setzt sich auf EU-Ebene für eine weitere Stärkung des Alpenraums ein. Die EU-Mitgliedsstaaten haben nun eine Erhöhung der Fördergelder für den Alpenraum beschlossen. Für den Zeitraum 2014 bis 2020 stehen rund 117 Millionen Euro für die Zusammenarbeit der Alpenregionen zur Verfügung - eine Steigerung von 20 Prozent. Von 2007 bis 2013 belief sich das EU-Alpen-Budget auf rund 98 Millionen Euro.

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte: "Der Alpenraum steht vor großen Herausforderungen. Beispielsweise gefährdet der weltweite Klimawandel das in Europa einzigartige Ökosystem der Alpen mit seinen 43.000 Tier- und Pflanzenarten. Nur mit einer länderübergreifenden Kraftanstrengung können wir die anstehenden Aufgaben lösen. Die Erhöhung der Fördermittel gibt den richtigen Weg vor." Das Alpenraumprogramm unterstützt künftig grenzübergreifende Projekte aus den Bereichen Umwelt, Verkehr und Wirtschaft.

Voraussetzung ist dabei der Zusammenschluss von Projektträgern aus mindestens drei Alpenländern, die mit einem gemeinsamen Projekt dazu beitragen, zum Beispiel den CO2-Ausstoß zu verringern. Mittel beantragen können sowohl private als auch öffentliche Projektträger. Die Bayerische Umweltministerin forderte bayerische Projektträger auf, diese Chance zu nutzen und Projektanträge einzureichen. Scharf: "In der letzten Förderperiode war Bayern spitze: 40 von 60 Projekten wurden mit bayerischer Beteiligung umgesetzt. Damit das so bleibt, hat das Bayerische Umweltministerium eine Kontaktstelle für die individuelle Projektberatung eingerichtet. "

Auf Initiative Bayerns wird derzeit zusammen mit den sieben Alpenstaaten und den 48 Alpenregionen zusätzlich eine Alpenstrategie erarbeitet. Ziel ist eine enge Zusammenarbeit bei der Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen sowie die bessere Nutzung der vorhandenen Ressourcen. Die Alpenstrategie soll bis Herbst 2015 vorliegen. Scharf: "Der Schutz der Umwelt ist ein wichtiger Bestandteil der Alpenstrategie. Die Alpen sind ein Juwel der Artenvielfalt im Freistaat: 80 Prozent aller bayerischen Arten leben in diesem einzigartigen Lebensraum. Gefährdete Tiere und Pflanzen wie Steinadler, Enzian und Edelweiß und sind dort zuhause. Tiere und Pflanzen kennen keine nationalen Grenzen. Gemeinsam mit den anderen Alpenstaaten wollen wir eine grenzüberschreitende Biotopvernetzung aufbauen und dadurch Korridore für die Wanderung von Tieren und Pflanzen sichern. Das neue EU-Förderprogramm ist ein wichtiger Grundstein für die Alpenstrategie. Die Entwicklung des Alpenraums kann nur mit einer soliden finanziellen Basis vorangebracht werden."

Die Kontaktstelle für das Alpenraumprogramm am Bayerischen Umweltministerium ist zu erreichen unter: 089/9214-4307. Ansprechpartnerin ist Katharina Ertl, Email: katharina.ertl@stmuv.bayern.de.

 

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