Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die deutsche Industrie ist in die Wachstumszone zurückgekehrt. Der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der die Geschäftslage von über 500 Unternehmen des produzierenden Gewerbes in einem Wert zusammenfasst, konnte sich im Oktober gegenüber seinem 15-Monatstief vier Wochen zuvor ein wenig erholen. Binnen Monatsfrist stieg er von 49,9 auf aktuell 51,4 Punkte und lag damit wieder deutlich über der 50-Punkte-Wachstumsmarke.

Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI)

„Die jüngsten EMI-Daten zeichnen ein gemischtes Bild von der Lage im Industriesektor. Einerseits befinden sich die Rohstoffpreise – sehr zur Freude unserer Einkäufer – weiter auf Talfahrt. Andererseits hat das Neugeschäft den zweiten Monat in Folge abgenommen“, betonte Dr. Christoph Feldmann, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Frankfurt.

„Der EMI ist nicht im freien Fall. Zumindest im Oktober kehrte er in die Wachstumszone zurück“, sagte Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, dem BME. Es werde deutlich, dass die derzeitige konjunkturelle Abkühlung „vermutlich eine ‚normale‘ Konjunkturdelle ausbildet, aber keine schwere Rezession“. Ob die Abschwächung damit jetzt bereits ihr Ende gefunden hat, wagt die Helaba-Bankdirektorin zu bezweifeln. Traud weiter: „Üblicherweise ziehen sich solche Konjunkturdellen etwas länger hin. Eine Konjunkturerholung erwarten wir deshalb erst im Frühjahr nächsten Jahres. Dann sollten die Abschwächung des Euros sowie der Rückgang der Energiepreise als positive Konjunkturimpulse wirken.“

„Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt alles in allem getrübt. Die Konjunktur wird von mehreren Seiten ausgebremst“, sagte DIHK-Chefvolkswirt Dr. Alexander Schumann dem BME. Konflikte und Kriege auf der einen und eine heimische Wirtschaftspolitik mit immer mehr Belastungen für die Unternehmen auf der anderen Seite hinterließen ihre Spuren. „Das Bild dürfte sich in den kommenden Monaten noch halten. Daher sollte die Bundesregierung endlich beginnen, Investitionshürden abzubauen“, so Schumann abschließend.

 

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