Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Weshalb gibt es so häufig einen Denkmalschutz für Häuser, aber kaum für Gärten, fragte Jörg Pfenningschmidt, Gartengestalter aus Hamburg, bei seinem Auftaktvortrag zur Wintertagung des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) am 10. Februar. Wertvolle Grünanlagen werden häufig zugrunde gerichtet - obwohl es so schwierig ist, im öffentlichen Grün überhaupt Vorzeigeobjekte zu finden. In der Anlage von Gärten sieht Pfenningschmidt die Kunden stärker im Focus als die Pflanzen, die sich aus den klar benannten Wünschen eindeutiger ableiten lassen.

Jörg Pfenningschmidt, Gartengestalter aus Hamburg, berichtet auf der Auftaktvortrag zur Wintertagung des Bundes deutscher Staudengärtner. (Foto: BdS)

Torf bleibt ein wesentlicher Substratbestandteil, dennoch wird es zu einem verstärkten Einsatz nachwachsender Rohstoffe kommen, prognostizierte Michael Emmel, LWK Niedersachsen, bei seinem Vortrag „Wunsch und Wirklichkeit bei torfreduzierten Substraten“ den über 60 Teilnehmern der Tagung verfolgten.

Bei einem Ringversuch der BdS-Arbeitsgruppe Forschung und Entwicklung zeigte eine Torfreduzierung im Substrat keine Auswirkung auf den Kulturerfolg. Bei Ersatzprodukten müsse man aber auf mögliche verdeckte Stickstoffquellen und mögliche tierische Schädlinge achten.

Der Gartenbau hat zukunftsfähige, positive Produkte - jedoch als Branche keineswegs ein vergleichbares Image, legte Andreas Löbke, Coconcept, Luxemburg, in seinem Vortrag dar. Zudem wachsen die kaufkräftigen und an Pflanzen interessierten Kundengruppen nicht automatisch nach. Die umsatzstärkste Gruppe der letzten Dekaden ist älter geworden, ohne dass eine ähnliche nachgewachsen ist. Ihre grundlegende Einstellung nimmt eine Bevölkerungsgruppe auf ihrem Weg durch die Alterspyramide mit.

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