Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Geotope sind einmalige Zeugnisse der Erdgeschichte und Fenster in die geologische Vergangenheit. Deshalb soll ihre Rolle für den sanften Tourismus in Bayern weiter gestärkt werden. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf zum 30-jährigen Jubiläum des Geotopschutzes in Bayern.

Die Weltenburger Enge bei Kelheim war das erste Schutzgebiet Bayerns (Foto: lfu.bayern.de)

"30 Jahre Geotopschutz in Bayern sind eine Erfolgsgeschichte. Die Kenntnis unserer Natur- und Erdgeschichte ist wichtig für das Verständnis der Gegenwart. Der Blick in die Erdgeschichte ermöglicht auch, den Klimawandel besser zu begreifen. Geotope sind attraktive Ziele für einen naturverbundenen und naturnahen Tourismus. Wir wollen die Rolle der Geotope für den sanften Tourismus in Bayern weiter stärken", so Scharf. Pro Jahr besuchen etwa 1 Million Menschen die 100 schönsten Geotope Bayerns – zahlreiche mehr die insgesamt rund 3.400 registrierten Geotope in allen Regionen des Freistaats. Um diese Zahl weiter zu steigern, sollen neue Möglichkeiten für eine naturverträgliche touristische Nutzung von Geotopen geschaffen werden. So werden momentan beispielsweise geotouristische Karten erarbeitet, in denen erdgeschichtliche Fakten touristisch bedeutsamer Regionen dem naturinteressierten Besucher erläutert werden. Ein Konzeptentwurf für den Naturpark Altmühltal liegt bereits vor. Als nächstes sollen Geotop-Beschreibungen entlang der alpinen Hauptwanderrouten bereitgestellt werden.

Am kommenden Sonntag (20. September 2015) findet in Deutschland, wie seit 2002 alljährlich am dritten Sonntag im September, der "Tag des Geotops" statt. An dem Aktionstag soll bei einer Vielzahl von Aktionen für die Orte von erdgeschichtlicher Bedeutung begeistert werden. Auch die Weltenburger Enge ist eines der im Rahmen des Projekts "Bayerns schönste Geotope" ausgewählten, herausragenden Geotope, bei dem die Donau besonders markant an der "Langen Wand" und der "Stillen Wand" zwischen 40 Meter hohen Felsen fließt. Die Weltenburger Enge ist daher auch ein passender Rahmen für die Fachtagung zur Inwertsetzung von Geotopen. "Dies ist der perfekte Ort, um den Blick gemeinsam in die Zukunft zu richten", betonte Scharf.

 

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