Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

„Auf den Spuren des Gartenkünstlers Peter Josef Lenné!“

Zum Gedenken von Peter Josef Lenné, der am 23. Januar 1866 vor 150 Jahren gestorben ist, veranstaltet „Natur im Garten“ ein Symposium. Peter Josef Lenné war zu seiner Zeit der bedeutendste Landschaftsarchitekt und setzte Maßstäbe in der Gartenkunst. Seine Gärten zählen heute noch zu den beliebtesten und best besuchten Parkanlagen Mitteleuropas.

In Berlin besichtigte Landeshauptmann-Stellverteter Wolfgang Sobotka den von Peter Josef Lenné geplanten Schlosspark Charlottenburg und wurde von Christa Ringkamp, die Präsidentin der European Garden Association und Prof. Dr. Michael Rohde, der Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg geführt. v.l.n.r.: (Christian Rädler, Obmann Verein "Natur im Garten"; Reinhard Kittenberger, Obmann Die Gärten Niederösterreichs; Elisabeth Koppensteiner, Leiterin "Natur im Garten" Telefon; Prof. Dr. Michael Rohde, Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg; Christa Ringkamp, Präsidentin der European Garden Association; Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann-Stellvertreter des Landes NÖ und Initiator der Aktion "Natur im Garten"; Franz Gruber, Geschäftsführer der GARTEN TULLN (Foto: "Natur im Garten")

Peter Josef Lenné ist bekannt für seine Gestaltungen bedeutender europäischer Schlossgärten im Stil des englischen Landschaftsparks. Er war Gartendirektor in Potsdam und in späterer Folge Generaldirektor der königlich-preußischen Gärten. Zusätzlich galt er auch als Schöpfer privater Gartenparadiese und hob schon zu seiner Zeit mit seinen Parkgestaltungen die Bedeutung des öffentlichen Grüns. Als Gründungsmitglied der Gärtnerlehranstalt in Potsdam-Wildpark, aus der die Hochschulausbildung für Garten- und Landschaftsarchitektur in Berlin hervorging, war Lenné ein wichtiger Wegbereiter für Ausbildung und Bewusstseinsbildung für Gartenkultur. Auch in Österreich hat er seine Spuren hinterlassen: 1812 im Park von Schloss Schönbrunn und 1814 im Laxenburger Schlosspark.

„Im Zuge des Symposiums wollen wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern das Thema der Gartenkunst und Gartengestaltung aufgreifen. Ziel ist es, unsere Zugänge zur Gartengestaltung und Gartenkunst kritisch zu beleuchten und eine Vision für die Zukunft der Gartengestaltung und Gartenarchitektur zu entwickeln!“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka, Initiator der Aktion „Natur im Garten“.

Das Gartensymposium am 10. Juni 2016 hat für Gartenkunst-Interessierten vieles zu bieten: Von einer Führung durch die Ausstellung „Gartenmanie der Habsburger „Kaiser Franz und seine Familie“ im Kaiserhaus über Fachvorträge zur Bedeutung von Lennés Wirken bis hin zu Impressionen zum österreichischen Schaffen von Peter Josef Lenné.

Zum Abschluss des Symposiums wird in einer Podiumsdiskussion die Bedeutung der Gartenkunst und Gartenkultur in der heutigen Zeit beleuchtet und neue Zugänge zur Gestaltung von Gärten und des öffentlichen Grüns dargestellt. Am 11.Juni führt dann eine Exkursion die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Parks von Baden und Laxenburg.

Die Veranstaltung wird von „Natur im Garten“ gemeinsam mit folgenden Kooperationspartnern organisiert:

  • Stadtgartenamt Baden
  • European Garden Association – „Natur im Garten“ International
  • Österreichische Bundesgärten
  • Schlosspark Laxenburg
  • Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 eV
  • Österreichische Gartenbau-Gesellschaft
  • DIE GARTEN TULLN

Ausstellung im Kaiserhaus „Die Gartenmanie der Habsburger; Kaiser Franz und seine Familie“

 

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