Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

„Wie wird die Jungpflanzenproduktion 2030 aussehen?“ - Mit dieser Frage befassten sich die Mitglieder der Fachgruppe Jungpflanzen (FGJ) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) auf ihrer Herbsttagung mit Mitgliederversammlung am 10. Und 11. November 2016 in Biebelried bei Würzburg.

Die Mitglieder des FGJ-Vorstandes nach der Wahl. V.l.n.r.: Tobias Dümmen, Frank Silze, Georg Kurz, Jürgen Gerdvordermark, Thomas Mengede, Johannes Kloer, Theo Grünewald, Ludger Cramer. (Foto FGJ)

In seiner Rede auf der Mitgliederversammlung ging Frank Silze, Vorsitzender der FGJ, auf mögliche neue Herausforderungen für die Jungpflanzenunternehmen ein, durch die sich ändernden politischen Rahmenbedingungen im internationalen Handel mit Pflanzen. Angefangen von der Brexit-Entscheidung bis hin zu den Entwicklungen in der Türkei und den USA. Großes Unverständnis und Bedauern äußerte er im Namen der FGJ-Mitglieder bezüglich des Beschlusses der Leibniz-Gemeinschaft, den Forschungsstandort Erfurt des Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt (IGZ) zu schließen. Den einzigen deutschen Forschungsstandort für praxisrelevante Fragen zur Zierpflanzenvermehrung und -züchtung sowie Stresstoleranzen. "Die deutschen mittelständisch aufgestellten Zierpflanzenzüchter benötigen zukünftig auch weiterhin eine unabhängige Institution wie das IGZ in Erfurt", so der nachdrückliche Appell Silzes zu dieser Entscheidung an die Landes- und Bundespolitik."

Auf der Mitgliederversammlung wurde Jürgen Gerdvordermark, Lengerich, einstimmig als neuer Schatzmeister der FGJ gewählt. Dem bisherigen Schatzmeister Ludger Cramer, Bad Salzuflen, dankte Frank Silze im Namen der FGJ-Mitglieder für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement. In ihren Ämtern wiedergewählt wurden der Vorsitzende des Arbeitskreises „Jungpflanzen-Produktion“, Christoph Hoffmann, Dresden, und Thomas Mengede, Senden, als stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises „Jungpflanzen-Markt“. Johannes Kloer, Dorsten, wurde zum Kassenprüfer gewählt.

Zum Tagungsthema „Jungpflanzenbetrieb 2030“ gab es in den verschiedenen FGJ-Arbeitskreisen Fachvorträge zu den Themen „Verbraucherlabel bei Topfpflanzen“, „Vertriebsstrategien der Zukunft“ und „Automatisierung und Belichtungssysteme“. Abschließend stellte ein mittelständischer Gartenbauunternehmer den Jungpflanzenbetrieben seine Gedanken zur zukünftigen Weiterentwicklung seines Produktionsbetriebes und des Produktionszierpflanzenbaus insgesamt vor.

Die Betriebsbesichtigungen führten die Mitglieder in die Produktionsbetriebe Hartmann in Schwarzach und Rudolf Lang in Wiesentheid.

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