Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Alle Expertenworkshops in dem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiierten Projekt „Forschungsstrategie für Innovationen im Gartenbau - HortInnova“ sind durchgeführt. Interessierte Akteure aus Gartenbau und Gartenbauwissenschaften sind nun aufgerufen, im April 2017 die Entwicklung der Forschungsstrategien einem zweitägigen Workshop in Berlin zu diskutieren.

Stakeholder von gärtnerischen Wertschöpfungsketten definierten fünf entscheidende strategische Forschungsfelder für die Zukunftsfähigkeit des deutschen Gartenbaus. (Foto: WeGa e. V.)

Die Forschungsarbeiten zum HortInnova-Projekt starteten im November 2015 mit einem Themenworkshop. Rund 70 interessierte Stakeholder von gärtnerischen Wertschöpfungsketten definierten gemeinsam fünf für die Zukunftsfähigkeit des deutschen Gartenbaus entscheidende strategische Forschungsfelder.

  • Forschungsfeld 1:
    Gesellschaftliche Anforderungen an den Gartenbau als Grundlage zur Erhöhung der Wertschöpfung des Gartenbausektors
  • Forschungsfeld 2:
    Innovative Pflanzenschutz- und Züchtungsstrategien für gartenbauliche Produktionssysteme
  • Forschungsfeld 3:
    Anpassung gartenbaulicher Produktionssysteme an sich ändernde Herausforderungen
  • Forschungsfeld 4:
    Nachhaltigkeit und Unternehmensführung in gartenbaulichen Wertschöpfungsketten
  • Forschungsfeld 5:
    Urbaner Gartenbau – Orte der Zukunft für den Gartenbau

Der ZVG unterstützt das Projekt „Forschungsstrategie für Innovationen im Gartenbau – HortInnova“ von Beginn an. Dies unter anderem im 23-köpfigen Begleitausschuss, in dem Akteure aus den Gartenbauwissenschaften und den gärtnerischen Verbänden vertreten sind, und fachlich in den themenorientierten Expertenworkshops.

Neben den zu untersuchenden Erwartungen der Gesellschaft an Produkte und Produktionsprozesse im Gartenbau, sollen beispielsweise auch die Beiträge des Gartenbaus zum Gemeinwohl der Menschen analysiert werden. Bei der Suche nach zukunftsweisenden nachhaltigen Produkten, Verfahren und Produktionssystemen sehen die Expertinnen und Experten Potenziale, insbesondere in der Entwicklung von Kreislaufsystemen. Um sicher zu stellen, dass Forschungsergebnisse schnell in praktisches Handeln umgesetzt werden, müssen auch Fragen zum Wissenstransfer und zur Kommunikation, die alle Aus-, Fort- und Weiterbildungsstufen einbeziehen, bearbeitet werden.

Nun ist es Aufgabe des Forscherteams, die Ergebnisse zu einer Strategie für künftige gartenbauliche Forschungsaktivitäten zusammenzuführen, welche die wichtigsten und in der Praxis relevanten Problembereiche für einen nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Gartenbau aufgreift.

Die erarbeitete Forschungsstrategie wird auf dem HortInnova-Ergebnisworkshop am 4. und 5. April 2017 in Berlin (Lunch to Lunch Meeting) vorgestellt. Alle Akteure im Gartenbau und den Gartenbauwissenschaften sind eingeladen, die Ergebnisse zu diskutieren.

Die Anmeldeunterlagen werden Mitte Januar 2017 online verfügbar sein (siehe Link).

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