Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Auf der diesjährigen Elmia Wood vom 7. bis zum 10. Juni bekommen Drohnen eine eigene Abteilung: die „Drone Zone“. Die Messe kooperiert hierbei mit dem „UAS Forum Sweden“, welches die führende Konferenz des Landes zu diesem Thema ausrichtet. Diese ist ein wichtiger Treffpunkt von Experten und Lieferanten.

Nach dem Sturm: Diese Aufnahme von einer Drohne aus hilft dabei, Windwurfflächen schnell aufzufinden. Dadurch erübrigt sich langwieriges Abgehen und -fahren des Waldes zu großem Teil.

Hans Thunander, UAS Forum (Fotos: Elmia Wood)

„Ich hoffe, dass die Elmia-Besucher nach der Messe Drohnen mit anderen Augen betrachten. Sie sind längst keine Zukunftsvision mehr, sondern eine ausgereifte Technik, bereit für den Einsatz im Wald“, meint Hans Thunander, der als Jagdaufseher selbst bereits solche unbemannten Luftfahrzeuge einsetzt.

„Jeden Tag gibt es neben Vorträgen auch mehrere Flugshows. Aussteller sind führende Anbieter von Einsatzanwendungen und Ausrüstung“, erläutert Urban Wahlberg vom UAS Forum.

Ganz neu sind Drohnen auf den Forstmessen von Elmia nicht: Hans Thunander erinnert daran, dass bei der letzten Veranstaltung Zukunftstechnologien vorgestellt wurden. Hiermit sollte die Forstbranche an neue Einsatzgebiete herangeführt werden. Aus den Zukunftstechnologien ist inzwischen ein ausgereiftes Werkzeug geworden, das für den Einsatz bereit ist.

„Für mich sind Drohnen Ferngläser, die um die Ecke gucken können. Sie sind ein genauso selbstverständliches Hilfsmittel wie all die andere Technik, die wir seit Langem einsetzen“, meint der Fachmann.

Überblick über große Gebiete

Drohnen haftet ein wenig der Beigeschmack von Kameraüberwachung an. Hiervon kann im Wald jedoch nicht die Rede sein – es geht einfach darum, einen Überblick über größere Gebiete zu erhalten. Zusatzsensoren helfen dabei, beispielsweise Windwurfflächen festzustellen, gestresste Bäume zu suchen, das Wild zu zählen.

„Was für ein Vorteil, wenn man nach einem Sturm nicht das ganze Gebiet abfahren muss. Dank einer Drohne kann man sich dann auf die Gebiete konzentrieren, in denen es tatsächlich Schäden gibt“, führt Hans Thunander das Beispiel aus.

Da die Elmia Wood im Wald stattfindet, lassen sich die Drohnen unter realistischen Bedingungen demonstrieren. Die Besucher können den Nutzen mit eigenen Augen erkennen.

Die „Drone Zone“ ist eine der spannenden Abteilungen auf der großzügig angelegten Waldrunde der Elmia Wood.

„Die Messe ist der Ort, wo die internationale Forstwirtschaft die neueste Technik sieht und die modernsten Anwendungen kennenlernt. Für die Arbeit im Wald werden Drohnen in naher Zukunft immer wichtiger werden. Deshalb versteht es sich von selbst, dass sie auf der größten Forstmesse der Welt zu sehen sein werden“, meint Jakob Hirsmark, Ausstellungsleiter der Elmia Wood.

 

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