Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Dialog für einen möglichen Nationalpark in der Rhön geht weiter. Das ist das Ergebnis eines großen Verbändegesprächs, das auf Einladung der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf gemeinsam mit den Landräten Thomas Habermann (Landkreis Rhön-Grabfeld) und Thomas Bold (Landkreis Bad Kissingen) am 13. April in Burglauer stattgefunden hat.

Umweltministerin Ulrike Scharf (© Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

"Der Dialog mit der Region ist für uns entscheidend. Ein Nationalpark ist für die Menschen da. Jede Meinung ist uns wichtig. Das war heute ein gutes und sachliches Gespräch. Wir werden weiter informieren, offene Fragen klären und Chancen und Perspektiven aufzeigen. Eine Entscheidung fällt mit der Region. Wir wollen bis zur Sommerpause den Kandidaten für den dritten Nationalpark finden", so Scharf.

Bei dem Verbändegespräch ging es um die Auswirkungen eines möglichen Nationalparks und die damit verbundenen Chancen für die Rhön. Im Mittelpunkt der Diskussion standen insbesondere wichtige Themen von Tourismus bis hin zu jagdlichen Fragen. Umweltministerin Scharf informierte unter anderem darüber, dass es in einem Nationalpark ein konsequentes tierschutzgerechtes Wildtiermanagement gibt. Hier würde für die Rhön im weiteren Verfahren gemeinsam eine individuelle Lösung erarbeitet werden.

Landrat Habermann betont, "der Dialogprozess soll auch nach diesem Treffen ergebnisoffen weitergeführt werden. Erst wenn alle Punkte pro und contra sauber abgewogen wurden, kann eine Entscheidung zusammen mit der Bevölkerung vor Ort getroffen werden." Landrat Thomas Bold erklärt: "Ich bedanke mich für die sachliche Diskussion bei den Interessenvertretern von Land-, Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz. Es ist wichtig, dass die nun aufgeworfenen Fragen im Ministerium abgearbeitet werden und der Prozess um einen möglichen Nationalpark fortgeführt wird. "

Daneben wurde das Angebot erneuert, im Rahmen des regionalen Dialogs Mitarbeiter des Umweltministeriums in die Region einzuladen um in Gemeinderatssitzungen oder Bürgerversammlungen über einen möglichen Nationalpark in der Rhön zu informieren. Zusätzlich soll eine Studie die Auswirkungen eines möglichen Nationalparks unter anderem auf die Wirtschaft und den Tourismus untersuchen.

An dem Verbändegespräch in Burglauer haben rund 50 Vertreter der relevanten Verbände und Interessensvertreter aus den Bereichen Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Wirtschaft, Jagd und Holzwirtschaft teilgenommen. Das Verbändegespräch knüpfte an ein Gespräch von Umweltministerin Scharf mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus der Rhön, den Landräten Thomas Habermann und Thomas Bold sowie regionalen Mandatsträgern an, das am 15. März in der Rhön stattfand.

Neben dem Dialog mit der Rhön finden in Bayern weitere Gespräche mit naturschutzfachlich geeigneten und interessierten Regionen statt.

 

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