Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die Fachtagung Gartenpädagogik am 12. und 13. Mai auf der GARTEN TULLN ist die zweitägige Auftaktveranstaltung des ETZ-Projektes EDUGARD - Education in Gardens zwischen der Tschechischen Republik und Österreich.

Gartenpädagogik (Foto: Natur im Garten)

„Die Fachtag Gartenpädagogik richtet sich an ein internationales Publikum bestehend aus Pädagoginnen und Pädagogen, Studierenden der pädagogischen Hochschulen aber auch Stakeholdern aus den Bereichen Umweltbildung und Gartenpädagogik“, so LABg. Mag. Alfred Riedl, Präsident von „Natur im Garten“.

Am ersten Tag finden Exkursionen zu gartenpädagogischen Vorzeigeprojekten in Niederösterreich statt. Der zweite Tag ist als internationaler Fachtag gestaltet, an dem Referentinnen und Referenten aus Europa und Übersee zu aktuellen Themen wie Game-based Learning, Environmental Storytelling sowie Schulgarten- und Freiraumgestaltung und Aus- und Weiterbildung sprechen. Mit Dorit Haubenhofer - Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (AT), Wolfgang Palme – Cityfarm Schönbrunn (AT), DI Katja Batakovic – Verein „Natur im Garten“ (AT), PhD Dilafruz Williams – Portland State University (USA), Martin Maudsley (UK), Ing. Vlasta Hábová (CZ), Arnau Amat – University of Vic (ESP), Dr. Dorothee Benkowitz - Pädagogische Hochschule Karlsruhe (DE) tragen renommierte Vortragende ihre Erfahrungen dem breiten Publikum vor. An beiden Tagen wird es Workshops auf der GARTEN TULLN geben und Best Practice Beispiele vorgestellt. Die Veranstaltung ist kostenlos und wird auf EN, D und CZ von professionellen Dolmetschern simultanübersetzt.

Im Fokus steht der Garten als Lern- und Erlebnisraum. Statt still sitzend in geschlossenen Räumen können die Schülerinnen und Schüler in der Natur ganzheitlich lernen. Die eher kopflastige Wissensvermittlung wird durch unmittelbare, sinnliche und damit nachhaltige Erfahrungen ergänzt. Vor allem für Projektunterricht sowie fächerübergreifende und offene Lernformen ist der Außenraum optimal geeignet - nicht nur in Biologie oder in Sachunterricht. „Hier setzt Gartenpädagogik an: Als die Verbindung von gärtnerischer und pädagogischer Arbeit nutzt sie den naturnahen Garten mit seinen Natur- und Stoffkreisläufen und der biologischen Vielfalt als Lernraum zur Vermittlung von theoretischen Kenntnissen und praktischen Fertigkeiten“, weiß DI Katja Batakovic fachliche Leiterin Verein „Natur im Garten“.

Hier ist sowohl eine gärtnerische Bildung als auch eine Bildung zu naturwissenschaftlichen und umweltrelevanten Themen möglich. Die Gartenpädagogik wirkt zudem in vielfältiger Weise auf die körperliche, seelische und soziale Entwicklung von Heranwachsenden. Sie richtet sich an Kinder und Jugendliche aller Altersstufen und Schultypen, an deren Pädagoginnen und Pädagogen sowie an Studierende einschlägiger Fachrichtungen.

Die Fachtagung Gartenpädagogik findet im Rahmen des ETZ-Projekts EDUGARD ATCZ65 (2016 - 2019) statt. Partner aus der Tschechischen Republik und Österreich wollen die Öffentlichkeit für das Thema Schulgartennutzung für den Unterricht sensibilisieren, Wissen über die Grenzen hinweg austauschen und die Gartenpädagogik in der Bildungsstruktur verankern.

 

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