Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

2017 ist für JCB ein ereignisreiches Jahr. In vielen Produktsparten feiert das weltweit agierende Unternehmen Jubiläum. Gleichzeitig tritt es mit einer groß angelegten Reihe an Arbeitsbühnen gut gerüstet in einen hart umkämpften Markt ein.

Teleskoplader mit DualTech VT-Getriebe

Neuer 403 kompakter Radlader (Fotos: JCB Deutschland GmbH)

Über 70 Jahre JCB und kein bisschen leise. Erst im letzten Jahr hat das agile Unternehmen mit dem Hydradig den Mobilbagger neu erfunden und damit die Baumaschinenbranche durcheinander gewirbelt. In diesem Jahr überrascht der Baumaschinenhersteller die Fachwelt mit der Nachricht, in einen völlig neuen Markt vordringen zu wollen: in den Markt der Industriebühnen.

Neu: Arbeitsbühnen von JCB

Mit 11 Modellen greift die gelb-schwarze Marke zielgerichtet an, bald schon sollen es 27 sein. Für JCB ist das eine logische Weiterentwicklung der bisherigen Produkt- und Service-Strategie. Wenn man bedenkt, dass das Unternehmen Weltmarktführer bei Teleskopladern ist und außerdem weltweit über ein dichtes Servicenetz verfügt, wird dieser Schritt zur logischen Konsequenz einer horizontalen Diversifikation. Lord Bamford sieht gerade bei den Bühnen eine hohe Relevanz für einen professionellen Service vor Ort „und gerade darin sind wir exzellent“, wie er Anfang Februar auf der internationalen Pressekonferenz in Rocester, England, zur Weltpremiere einer neuen Arbeitsbühnenreihe betonte. Hier wurde den Fachredaktionen, die aus aller Welt angereist waren, neben dieser großen Überraschung ein ganzes Feuerwerk an Produktinnovationen und Bereichsjubiläen präsentiert. Man spürte förmlich, dass JCB mit viel Power das Jahr 2017 angehen wird.

Erweiterung der JCB Motorenreihe

Denn nicht nur horizontal, gerade auch vertikal weiß JCB zu punkten. So zum Beispiel in der großen Fertigungstiefe, die das Unternehmen an den Tag legt. So baut JCB beispielsweise bereits schon seit mehr als 12 Jahren unter dem Dach von JCB Powersystems eigene Motoren -und das mit großem Erfolg. So erfüllen die Motoren allesamt die aktuellen Abgasnormen - und das ohne zusätzlichen Dieselpartikelfilter. Sie sind damit nicht nur äußerst sauber, sondern auch äußert wirtschaftlich und dabei höchst effizient. Vor 11 Jahren stellte JCB mit seinem Dieselmax-Motor einen Neuen Weltrekord auf. Die 563 km/h wurden bis heute nicht geschlagen. Mit dem brandneuen JCB 430 Dieselmax Motor schreibt das Unternehmen seine Erfolgsstory nun weiter fort.

Der vollkommen neu konzipierte JCB Motor mit drei Litern Hubraum ist zudem 30 Prozent leichter als der beliebte JCB EcoMax-Motor mit 4,4 Litern Hubraum.

Die neue Motorenlinie ist ein Vierzylindermodell mit 3,0 Litern Hubraum. Der Motor ist nicht nur für maximale Durchzugskraft und eine lange Nutzungsdauer, sondern auch für einen geräusch- und schwingungsarmen Betrieb ausgelegt. Der Motor mit 55 kW (74 PS) und EU Stufe IIIB erzeugt ein Drehmoment von beeindruckenden 400 Nm bei nur 1300 U/min. Er erfüllt die Abgasvorschriften ohne einen teuren Dieselpartikelfilter (DPF), selektive katalytische Reduktion (SCR) oder irgendeine Form von Abgasadditiv oder Abgasnachbehandlung. Das macht ihn zum idealen Antriebsaggregat für eine breite Palette mittelschwerer Bau- und Industriemaschinen. Der neue Motor ist bereits für die EU Stufe V konzipiert und soll in weiteren Leistungsklassen lieferbar sein.

Hydradig mit EU Stufe IV-Technologie

Auch der im letzten Jahr unter großem Aufsehen präsentierte Hydradig profitiert von der hauseigenen Motorenproduktion. Ab sofort wird diese Maschine mit EU Stufe IV produziert. Dadurch verringert sich der bisher schon niedrige Spritverbrauch um weitere vier Prozent. "Die Nachfrage nach dem Hydradig ist seit der ersten Präsentation auf der Bauma 2016 ungebrochen, freut sich Tim Burnhope, Chief Innovation & Growth Manager von JCB. „Mit dem EU Stufe IV-Motor wird der Hydradig jetzt noch umweltfreundlicher und effizienter.“

Weltpremiere: JCB Teleskoplader mit DualTech VT-Getriebe

Doch nicht nur darum ist JCB in diesen Tagen in Feierlaune. 10 Jahre Generatoren, 40 Jahre Teleskopen, viele intelligente Produktverbesserungen in allen Bereichen - last but not least die Weltpremiere des DualTech VT-Getriebes für Teleskoplader und darüber hinaus des neuen 540-180 HiViz-Teleskoplader.

Das DualTechh VT-Getriebe wurde von JCB entwickelt und ist weltweit das erste Getriebe mit Dual-Technologie für Industrie-Teleskoplader. Dieses Getriebe vereint die besten Eigenschaften des Hydrostat-antriebs mit den Vorteilen eines Lastschaltgetriebes. Im hydrostatischen Antrieb bewegt sich die Maschine äußerst feinfühlig stufenlos von 0 bis 19 km/h. Ab 19 km/h schaltet das Getriebe automatisch auf ein elektronisch moduliertes Lastschaltgetriebe mit drei Schaltstufen. Das bietet maximale Effizienz bei höherer Geschwindigkeit. Das Besondere daran ist, der Fahrer kann sich voll auf seine Arbeit konzentrieren.

Höhenflüge unternimmt der Hersteller auch mit seinem neuen 540-180 HiViz Teleskoplader. 18 Meter Höhe bei nur 2,35 m Breite und 6,26 m Länge und eine hohe Leistung verspricht dieser neue Teleskoplader – und erweitert dabei ganz nebenbei die Produktreihe auf nunmehr 30 Teleskope.

Mehr Komfort für mittlere Radlader

JCB hat zwei seiner mittelgroßen Radlader aufgerüstet. So verfügen beide Modelle über die neue CommandPlus-Kabine und neue Motoren. Der JCB 411 und 417, nun von JCB 444 Motoren mit EU Stufe IV und ohne teuren Dieselpartikelfilter (DPF) angetrieben und übernehmen viele der Merkmale, die zunächst beim JCB Flaggschiff 457 vorgestellt worden sind. Die wendigen Maschinen sind vor allem für den Einsatz im Materialumschlag und Laden konzipiert. Zudem hat der Bediener eine gute Übersicht aus der Kabine, sodass sie auch unter beengten Verhältnissen leicht und sicher zu manövrieren sind.

Neuer 403 kompakter Radlader

JCB stellt einen neuen Kompakten Radlader vor, der herausragende Antriebskomponenten mit einer neuen Kabine, neuen Bedienelementen und neuem Design verbindet. Der JCB 403 ist ein 2,5-Tonnen-Radlader mit Knicklenkung, der auf engstem Raum effizient eingesetzt werden kann.

Herzstück des Laders ist ein kompakter 4-Zylinder-Motor von Kubota mit 26 kW (36 PS) und 92 Nm Drehmoment. Der neuer hydrostatische Antrieb leistet 20 oder 30 km/h Höchstgeschwindigkeit. Neben dem Standarddifferenzial bietet JCB eine manuelle 100% Sperre für Vorder- und Hinterachse an. Zudem gibt es eine offene Plattform mit ROPS/FOPS-Schutz oder eine voll verglaste und schallisolierte Komfortkabine.

Der Kunde hat die Wahl zwischen zwei Hubgerüsten: eine Allround-Kombination von maximaler Ausbrechkraft und Hubkapazität sowie Überladehöhe von 2,6 m in der Standardausführung, 2,8 m Hubhöhe zum Laden in Container.

Über den neuen Joystick in der rechten Konsole werden die Hubgerüst und Anbaugeräte feinfühlig bedient. Zudem ermöglicht das niedrige Betriebsgewicht des JCB 403 den Transport des Radladers auf einem PKW-Anhänger. Für ihr kleines Gewicht ist die Maschine ganz schön leistungsstark: 1.219 kg Kipplast (1.041 kg beim langen Hubgerüst) bei vollem Lenkeinschlag.

JCB JS Bagger mit neuen Motoren

Neue Dieselmotoren der Eurostufe IV sorgen bei den größeren JCB Raupenbaggern für noch mehr Kraftstoffeffizienz, Produktivität und Leistung. Der MTU-Motor 6R1000 hat sich mit seinen sechs Zylindern bereits im größten Radlader von JCB bewährt – jetzt gibt es ihn auch für die Baggermodelle JS300, JS330 und JS370.

Der hocheffiziente MTU-Dieselmotor ist mit 7,7 Litern Hubraum, Turbolader und Ladeluftkühler ausgestattet und liefert 180 kW (241 PS) Leistung für den JS330 und 210 kW (281 PS) für die Modelle JS330 und JS370. Die Einführung bedeutet beim JS370 für Kunden Kraftstoffeinsparungen bis zu 10% und 5% bei den Modellen JS300 und JS330.

Höher, weiter, schneller und effizienter. JCB hat sich viel vorgenommen für dieses Jahr. Mit dem in England präsentierten Feuerwerk an Neuheiten und Innovationen darf man davon ausgehen, dass das Unternehmen seine Ziele auch in Zukunft erreichen wird.

 

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