Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. (VGL-BW) hat gestern im Rahmen der bundesweiten Roadshow „Grün in die Stadt“ mit einem temporären Park den Marktplatz in eine blühende Stadtoase verwandelt. Während Schülerinnen und Schüler kleine Gärten in Holzkisten bauten und Jugendliche bei einem Parcours mit Garten-Geräten um den Sieg eiferten, informierten sich Bürgerinnen und Bürger bei einer Diskussionsrunde zum Thema Stadtgrün.

v.l.n.r. Dr. Frank Mentrup (OBM Karlsruhe) Friedlinde Gurr-Hirsch (Staatssekretärin MLR BW) Michael Hink (Vorsitzender bdla Baden-Württemberg) Kai-Uwe Seydell (Vorstandsmitglied VGL-BW) Bernd Hopp (Stellvertretender Vorsitzender der Förderungsgesellschaft für die baden-würt. Landesgartenschauen) Volker Kugel (Direktor Blühendes Barock und Moderator) Christine Neumann (Landtagsabgeordnete Ettlingen) Foto: GaLaBau-B-W

Auf dem Podium anwesend waren die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, VGL-BW-Vorstand Kai-Uwe Seydell sowie Vertreter des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten, Michael Hink. Moderiert wurde die Veranstaltung von Volker Kugel, Direktor des Blühenden Barocks in Ludwigsburg und Moderator.

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL betonte, dass Parks und Grünflächen weit mehr sind als ein „Wohlfühlfaktor“: „Natur in der Stadt verbessert die Luftqualität und das Klima, mildert Hitzewellen sowie Lärm. Städtische Grünflächen sorgen insgesamt für eine höhere Lebensqualität. Für Städte und Gemeinden stehen daher mit dem neuen Städtebauförderprogramm‚ Zukunft Stadtgrün‘ schon jetzt bundesweit 50 Millionen Euro für quartiersbezogene Grünmaßnahmen zur Verfügung."

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup sagte: „Stadtgrün ist ein Baustein der Stadtpolitik von Karlsruhe und ein Ausdruck gemeinsamer Anstrengung von Bürgerinnen, Bürgern und der Politik. Das haben wir mit vielen Aktionen im Rahmen von „Meine grüne Stadt Karlsruhe“ im vergangenen Jahr gezeigt. Dieses Engagement wollen wir vertiefen.“

Mit Blick auf die Zukunft hob VGL-BW-Vorstandsmitglied Kai-Uwe Seydell hervor: „Die grüne Stadt ist das Modell der Zukunft. Immer mehr Menschen werden in Städten leben. Grünflächen spielen dabei eine ganz entscheidende Rolle damit Klima€folgen abgemildert werden und sich die Bürgerinnen und Bürger in Leipzig wohlfühlen.“

Die Roadshow „Grün in die Stadt“ informiert in diesem Jahr in insgesamt zehn Städten über die vielfältigen positiven Aspekte von öffentlichem Grün. Im Mittelpunkt der Tour steht ein temporärer Park, der für jeweils einen Tag zentrale, oft graue Plätze in grüne Stadtoasen verwandelt. Bereits im vergangenen Jahr besuchten mehrere tausend Interessierte diesen „Pop-up-Park“. Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe vom Deutschen Olympischen Sportbund e. V. (DOSB) und der Bundesvereinigung der Landes- und Stadtentwicklungsgesellschaften e. V. (BVLEG).

Die Initiative „Grün in die Stadt“, die vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) und seinen Landesverbänden getragen wird, will die Bürgerinnen und Bürger überall in Deutschland für die Bedeutung städtischen Grüns sensibilisieren und verfolgt bis 2020 unter anderem diese Ziele:

  • Jeder Bürger soll nicht weiter als 300 Meter bis zur nächsten Grünfläche entfernt wohnen.
  • Die Etats für Bau und Instandhaltung von öffentlichen Grünflächen in den Kommunen sollen um zehn Prozent steigen, um der wachsenden Bedeutung von Grün in der Stadt gerecht zu werden.
  • Jede Großstadt ab 100.000 Einwohnern soll in einem eigenen Klimaschutzkonzept die Potenziale von Grünflächen für eine klimafreundliche Stadt berücksichtigen. Bürgerinnen und Bürger werden aktiv in die Planung und Realisierung eingebunden.
  • Die Neuinanspruchnahme von Flächen soll auf 30 Hektar am Tag begrenzt werden. Langfristig ist ein Netto-Null-Ziel anzustreben.
 

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