Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Am Dienstag, den 1. August besuchte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Dr. Hans-Peter Friedrich, die Deeg Garten- und Landschaftsbau GmbH in Hof und informierte sich über die aktuelle Situation und die Herausforderungen in der „grünen" Branche. Anschließend legte der Bundestags-abgeordnete selbst Hand an und pflanzte auf der Baustelle der ALUKON KG in Konradsreuth eine Buche.

(v.l.n.r.): Werner Deeg, Geschäftsführer der Deeg Garten- und Landschaftsbau GmbH, begrüßte Dr. Hans-Peter Friedrich, Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, sowie Julian Herold, Referent für landschaftsgärtnerische Fachgebiete im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V., im Rahmen der Initiative „Politik trifft Praxis".

Dr. Hans-Peter Friedrich pflanzt eine Buche gemeinsam mit einer Mitarbeiterin der Firma Deeg Garten- und Landschaftsbau bei der ALUKON KG in Konradsreuth

(v.l.n.r.): Jochen Henning, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern, und Werner Deeg bei der Verabschiedung von Dr. Hans-Peter Friedrich. (Fotos: VGL Bayern)

Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V. (VGL Bayern) bietet in seiner Initiative „Politik trifft Praxis" Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern die Möglichkeit, Einblicke in den Arbeitsalltag von Fachbetrieben im Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) sowie in das Berufsbild des Landschaftsgärtners zu erhalten. Im Vordergrund steht dabei der aktive Dialog mit den lokalen Experten. Am 1. August nutzte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Hans- Peter Friedrich, dieses Angebot und besuchte die Deeg Garten- und Landschaftsbau.

Nach der Firmengründung in 2003 beschäftigt der GaLaBau-Spezialist inzwischen 19 Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende. Zu den Tätigkeitschwerpunkten zählen, neben dem Verkauf von Saisonpflanzen, Rosen, Stauden bis hin zu Hecken, Laub- und Nadelgehölzen im eigenen Gartenmarkt, vor allem die Planung, Gestaltung und Pflege von privaten, gewerblichen und öffentlichen Grünanlagen.

Im Anschluss an die Begrüßung des Bundestagsabgeordneten sowie der beiden Teilnehmer des VGL Bayern, Julian Herold, Referent für landschaftsgärtnerische Fachgebiete, und Jochen Henning, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, gab Geschäftsführer Werner Deeg bei einem Betriebsrundgang einen umfassenden Einblick in seinen Fachbetrieb. Daraufhin erkundete Dr. Friedrich das breite Spektrum landschaftsgärtnerischer Arbeiten auf drei nahegelegenen Baustellen der Firma Deeg Garten- und Landschaftsbau: Erste Station, die Kita Emilia auf dem Gelände der Diakonie Hochfranken. Im Fokus stehen dort die Neugestaltung der Freiflächen sowie die Verlegung von Rollrasen auf dem Kinderspielplatz. Mehr über den Treppenbau in Außenbereichen erläuterte Werner Deeg am Beispiel der Arbeiten bei der Fachakademie für Sozial- und Heilpädagogik. Letzte Station der Rundtour war die ALUKON KG in Konradsreuth mit umfangreichen Baumpflanzungen. Dort ließ es sich der CSU-Politiker nicht nehmen, selbst Hand anzulegen, griff zur Schaufel und pflanzte eine Buche.

Die Positionen des Garten- und Landschaftsbaus zur Bundestagswahl 2017 standen im Mittelpunkt der weiteren Gespräche der Beteiligten. Mit mehr „Grün für Stadt und Land" fordern die Landschaftsgärtner die kontinuierliche Verbesserung der grünen Infrastruktur in Städten und Gemeinden sowie die Stärkung der Unternehmen der „grünen" Branche. So müssten in der Finanzplanung die Mittel im Städtebauförderprogramm für Grünentwicklung auf mindestens 100 Millionen Euro anwachsen. Außerdem seien in der Stadtentwicklung höhere Mindeststandards für die Grünversorgung zu verankern. Einig war man sich hinsichtlich der Problematik der wachsenden Bürokratisierung. Denn nicht nur unter Fachkräftemangel leiden die GaLaBau-Betriebe, auch zunehmende Wettbewerbsverzerrungen und der steigende bürokratische Aufwand machen ihnen zu schaffen. „Wir benötigen die Überprüfung aller wettbewerbsrelevanten, die öffentliche Hand bevorzugenden Maßnahmen. Und die Einführung eines „Alltags-Checks" bei neuen, unumgänglichen bürokratischen Vorgaben wäre eine große Erleichterung ", schlug deshalb Werner Deeg vor.

Dr. Friedrich zeigte sich überzeugt, dass sich auch im Garten- und Landschaftsbau Qualität durchsetzen wird. Im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung aller Wirtschaftsbereiche empfahl er der Branche und dem Verband, sich rechtzeitig auch um dieses Thema zu bemühen. Digitalisierung und die Potenziale, die daraus erwüchsen, seien nicht nur ein Thema für Großunternehmen und Handelsketten, sondern würden auch die Zukunft kleiner und mittelständische Unternehmen prägen. Er versprach außerdem, sich mit großer Überzeugung für eine weitere Begrünung von Ortskernen und Innenstädten einzusetzen. Während in den Großstädten das Grün aufgrund der Grundstückspreise immer mehr zurückgedrängt werde, könnten sich Klein- und Mittelstädte durch eine Kombination von Wohnbebauung und Natur von den Verdichtungsräumen abheben.

„Bauen mit Grün" liegt nach wie vor im Trend. So verzeichnete der GaLaBau im Freistaat in 2016 einen neuen Rekord – bereits zum zehnten Mal in Folge. Demnach erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von 978 Millionen Euro im vergangenen Kalenderjahr. Im Vergleich zum Umsatz von 913 Millionen Euro in 2015 entspricht dies einer Steigerung um 7,2 Prozent. Das Rekordergebnis erzielten 2.179 Betriebe – darunter 584 Mitgliedsbetriebe im VGL Bayern, die rund 65 Prozent des bayerischen Umsatzes repräsentieren. Dabei nahm die Gesamtzahl der Betriebe gegenüber 2015 um 3,7 Prozent zu. Auch bei der Beschäftigtenzahl ist ein Anstieg zu verzeichnen. So erhöhte sich in 2016 die Zahl um 3,3 Prozent auf 14.824.

 

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