Baumpflege und Baumpflegegeräte, Spezielle Arbeitsgebiete

10. Fachtagung der Baumkontrolleure nahezu ausgebucht

Die 10. Fachtagung der Baumkontrolleure in Wiesbaden-Naurod war mit knapp 70 Teilnehmenden nahezu ausgebucht. Fachvorträge und praxisnahe Workshops zu Baumsicherheit, Stadtbaum-Management und Haftungsfragen sorgten für intensiven Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.

Fachvorträge und Workshops zur Baumsicherheit stießen auf großes Interesse

Mit knapp 70 Teilnehmenden war die 10. Fachtagung der Baumkontrolleure am 23. und 24. September 2025 im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod nahezu vollständig ausgebucht. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch, aktuelle Erkenntnisse zur Baumkontrolle sowie praxisnahe Fortbildungsangebote. Begleitende Workshops sorgten für eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis.

Auch widrige Wetterbedingungen konnten die positive Atmosphäre nicht beeinträchtigen. Der gemeinsame Grillabend zum zehnjährigen Bestehen der Veranstaltung bot zusätzlichen Raum für den persönlichen Austausch unter Fachkolleginnen und Fachkollegen. Das Feedback der Teilnehmenden fiel durchweg positiv aus.

Breites Themenspektrum von Forschung bis Praxis

Das Vortragsprogramm deckte unterschiedliche Aspekte der Baumkontrolle und Baumsicherheit ab. Dr. Jörg Grüner von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg stellte eine Risikoanalyse zu Dürreschäden an Buchen vor. Grundlage war ein Modell mit Sukzessionsstufen und Schadklassen zur Bewertung von Schäden.

Thomas Hjordthuus vom Sachverständigenbüro Baum 4 GmbH widmete sich dem Thema Kronensicherungen. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele zeigte er typische Herausforderungen sowie mögliche Lösungsansätze auf. Stefan Düsterdiek vom IfB Institut für Baumpflege erläuterte die Anwendung von Zugversuchen zur Ermittlung der Standsicherheit bei Öko-Torsi.

Stephan Dally, Stadtbaummanager der Stadt Koblenz, gab Einblicke in modernes Stadtbaum-Management. Für den Garten- und Landschaftsbau und kommunale Grünflächenverantwortliche standen dabei insbesondere Strategien für den nachhaltigen Umgang mit Stadtbäumen im Fokus.

Semir Babajić, Co-Founder und CEO der TreeSense GmbH, präsentierte alternative Messmethoden für eine bedarfsgerechte Wasserversorgung von Bäumen. Ergänzt wurde das Programm durch einen rechtlichen Fachvortrag von Werner Liebeton, Justiziar bei KSA/HADG. Er beleuchtete Haftungsrisiken infolge sturmbedingter Schäden durch Bäume.

Workshops fördern direkten Wissenstransfer

Großen Zuspruch erhielten die praxisorientierten Workshops. Die Teilnehmenden konnten dort Fachthemen vertiefen, Fragen direkt mit den Referenten diskutieren und konkrete Anwendungsbeispiele erörtern. Der intensive Austausch zwischen Theorie und Praxis wurde von vielen Teilnehmenden als besonderer Mehrwert hervorgehoben.

Die Veranstaltung unterstrich erneut die Bedeutung fachlicher Weiterbildung und Vernetzung für die Baumkontrolle sowie für den Garten- und Landschaftsbau. Insbesondere der direkte Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis und kommunalen Verantwortlichen prägte die Tagung.

„Ich danke allen Referenten und Teilnehmenden herzlich für ihr großes Engagement und ihren Beitrag zum Gelingen dieser Fachtagung“, betont Geschäftsführer Mark Pommnitz. „Bereits heute blicken wir mit Vorfreude auf unsere nächste Tagung im September 2026, bei der wir das Netzwerk rund um die Themen Baumsicherheit und Baumkontrolle weiter stärken und neue Impulse setzen wollen.“

07.10.2025

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