Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass die Baumaschinenindustrie durch einen umfassenden Umstieg auf die Hybridtechnologie ihren Kohlendioxid-Footprint um Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren und ihren Kraftstoffverbrauch radikal senken könnte. Dies war die Kernbotschaft einer Rede, die Arvid Rinaldo von Volvo Construction Equipment vor kurzem gehalten hat. Die Präsentation vor einer Gruppe internationaler Fachjournalisten in Schweden legte dar, dass die laufende Forschung im Bereich der Parallel-Hybrid-Technologie größere Vorteile für den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und die Leistung aufzeigt, als bisher angenommen.

Hybridmotoren sind kein Reklametrick - Baumaschinen eignen sich extrem gufür diese Technologie (Foto: Volvo)

"Hybridmotoren sind kein Reklametrick - Baumaschinen eignen sich extrem gufür diese Technologie", sagte Rinaldo. "Wir sind mit der durchaus realistischen Aussicht konfrontiert, Kraftstoffeinsparungen von 50 Prozent, beträchtliche Leistungssteigerungen und eine Verringerung der CO2-Emissionen um Millionen Tonnen pro Jahr zu erreichen, wenn die Technologie von der gesamten Industrie angenommen wird."

Volvo CE war das erste Unternehmen, das mit der Einführung des L220F Hybrid in den USA im März einen kommerziell erhältlichen Hybrid-Radlader vorgestellt hat. Mit Kraftstoffeinsparungen von zehn Prozent (je nach Einsatzzweck) ermunterte die überwältigende positive Reaktion von Kunden und anderen Interessenten bezüglich des L220F Volvo CE, die eigenen Bemühungen zur Entwicklung von Hybridtechnologie noch zu verstärken.

In Zusammenarbeit mit den Konzernunternehmen Volvo Technology und Volvo Powertrain wird Volvo CE Ende 2009 mit der Auslieferung des L220F Hybrids beginnen. Das Herz des Hybridsystems bildet der ISG (Integrated Starter Generator), eine innovative, von Volvo zum Patent angemeldete Antriebskomponente. Der ISG ist zwischen Motor und Getriebe angeordnet und speist eine hochmoderne Batterie mit Energie. Mit dem ISG kann der Dieselmotor im Stand abgeschaltet werden und dann fast unverzüglich neu gestartet werden, indem der Motor mit einem hohen Energieschub von der Hochleistungsbatterie rasch auf die optimale Drehzahl für Arbeitsabläufe gebracht wird. Da der Motor eines Radladers bis zu 40 Prozent der Zeit im Leerlauf verbringt, wird dieses einen wesentlichen Vorteil darstellen.

Der ISG kann ebenfalls das traditionelle Problem der Dieselmotoren - geringes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen - überwinden, indem automatisch ein immenser elektrischer "Drehmomentschub" angelegt wird - der Elektromotor des ISG bietet aus dem Stand ein Drehmoment von bis zu 700 Nm. In Motorleistung ausgedrückt, liefert der ISG bis zu 68 PS zusätzlich sofort verfügbarer mechanischer Energie.

Die Kombination dieser beiden Eigenschaften des ISG bedeutet, dass der Dieselmotor lange abgeschaltet bleibt, wenn er ansonsten im Leerlauf drehen würde. Der Bediener braucht den Motor nicht mit hoher Drehzahl zu betreiben, um ein ausreichendes Drehmoment für die Arbeit zu erhalten, da das Spitzendrehmoment bereits bei niedrigen Drehzahlen oder sogar im Leerlauf erreicht wird. Daher wird sich die Maschine viel leistungsfähiger und reaktionsfreudiger anfühlen. Die Batterie wird automatisch ohne Produktivitätseinbußen wieder aufgeladen, wobei der ISG als Dynamo (Wechselstromgenerator) fungiert.

"Wir sehen hier einen echten Fall von 'technologischem Wandel’", schloss Rinaldo. "Unsere Forschung zeigt auf, dass Hybridsysteme so große Vorteile bieten, dass durchaus ein Paradigmenwechsel im Bereich des Antriebssystems moderner Baumaschinen stattfinden könnte."

Beträchtliche Leistungssteigerungen, massive Kraftstoffeinsparungen und wesentlich geringere CO2-Emissionen haben das Potenzial, die Struktur der Baumaschinenindustrie von Grund auf umzuwälzen.

 

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