Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die Gesellschafterversammlung der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) hat sich am 18. November in einer Sondersitzung für die einmalige Chance zur Durchführung der Internationalen Gartenbauausstellung 2017 (IGA) auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin entschieden. Grundlage der Entscheidung ist auch der am gleichen Tag wechselseitig unterzeichnete Vertrag mit der DBG.

Das Tempelhofer Feld bildet aufgrund seiner weltweiten Bekanntheit, seiner zentralen Lage und seiner Flächengröße herausragende Voraussetzungen für die Durchführung einer Internationalen Gartenbauausstellung. Sie soll beispielhaft neue, qualitätvolle Antworten auf die Zukunftsfragen der Berliner Stadt- und Freiraumentwicklung geben. Die IGA Berlin 2017 wird ein wichtiger Baustein in der Gesamtentwicklung zur neuen "Parklandschaft Tempelhof".

Senatorin Ingeborg Junge-Reyer dazu: "Die Internationale Gartenbauausstellung ist Motor für die Entwicklung des Tempelhofer Feldes. Sie bietet die Chance, die Parklandschaft Tempelhofer Feld einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und den Standort Berlin noch grüner und attraktiver werden zu lassen. Die IGA Berlin 2017 wird Antworten auf die aktuellen Zukunftsfragen der Berliner Stadtentwicklung geben und einen nachhaltigen Effekt in der Stadt hinterlassen."

Die 170-tägige Veranstaltung, die als Weltausstellung beim Bureau International des Expositions (BIE) in Paris registriert und nur alle zehn Jahre in Deutschland vergeben wird, soll sich mit ihrem Landschaftspark, zahlreichen Gärten, Erlebnisbereichen und gärtnerischen Sonderschauen nördlich der Start- und Landebahnen konzentrieren. Die Parklandschaft auf dem Tempelhofer Feld wird 250 Hektar umfassen; der Kernbereich der IGA soll sich auf rund 100 Hektar erstrecken. Das Konzept sieht eine Landschaft vor, die dem Besucher den Luxus der Weite, die Freiheit des offenen Himmels offenbaren will und die großen Wiesen eindrucksvoll inszeniert.

Berlin präsentiert mit der IGA das Tempelhofer Feld als Park des 21. Jahrhunderts, als attraktiven Ort für Sport, Freizeit und Erholung und als Ort von Begegnungen zwischen unterschiedlichsten Szenen und Kulturen.

Heinz Herker, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBG und Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), betont: "Das Land Berlin hat sich mit einem fundierten Konzept auf einer Fläche historischer Tragweite um die Ausrichtung der IGA 2017 beworben und ist aus der Bewerbungsphase klar als Gewinner hervorgegangen. Der deutsche Gartenbau freut sich über diese Entscheidung und sieht einer spannenden Zusammenarbeit entgegen. Das Land Berlin mit dem Sitz der Bundesregierung bietet beste Voraussetzungen für die internationale Prägung der Gartenbauausstellung."

Es bleibt noch viel zu tun, um in acht Jahren die grünen Visionen der IGA Berlin 2017 mit Leben und Ideen zu füllen. Die nächsten Schritte werden die Gründung der IGA GmbH und die Auslobung des landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs für die Parkanlagen sein. Am kommenden Montag, 23. November, wollen die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft über die Details der geplanten IGA in Berlin in einer gemeinsamen Pressekonferenz informieren.

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