Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Erstmalig eröffnen die Gärtnerinnen und Gärtner aus Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam die Beet- und Balkonpflanzen-Saison in der Mecklenburger Gemeinde Banzkow vor den Türen der Landeshauptstadt Schwerin. Warum? Damit will der heimische Gartenbau Banzkow für die diesjährige Teilnahme am Europäischen Wettbewerb Entente Florale 2010 danken! Erstmals ist ein Dorf aus Mecklenburg-Vorpommern für diesen Wettbewerb ausgewählt worden, an dem bundesweit jeweils nur eine Stadt und ein Dorf bundesweit teilnehmen darf.

Eröffnung der Beet- und Balkonpflanzensaison im Norden in der „Entente-Florale“-Gemeinde Banzkow, Mecklenburg-Vorpommern - mit Staatssekretär Dr. Karl Otto Kreer (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern), Irina Berg, Bürgermeisterin der Gemeinde Banzkow, Präsident Andreas Lohff (Gartenbauverband Nord e.V.) sowie aktiven Gärtnerinnen und Gärtner aus Mecklenburg-Vorpommern. (Foto: Gartenbauverband Nord e.V.)

Der Garten - das sagen uns derzeit die Trendforscher - steht am Beginn einer langen Karriere als wichtige Freizeitbeschäftigung. Die Beschäftigung in und mit der Natur und im Garten genießen immer mehr Menschen als Ruhepol und Ausgleich zu einer zunehmend als anstrengend und hektisch empfundenen Arbeitswelt. Im Garten kann man sich prima selbst verwirklichen. Von naturnah bis korrekt geharkt, von botanischen Sammlern bis hin zu modernen Minimalisten: jeder Garten ist ein Spiegelbild seiner Besitzer und oft deren ganzer Stolz. Gartenarbeit ist gesund und entspannt und sollte eigentlich als Ausgleichsgymnastik von der Krankenkasse bezahlt werden.

Das Ganze macht mit tollen Pflanzen natürlich besonders viel Spaß. In den Gärtnereien bei uns im Norden gibt es ein Riesenangebot an unterschiedlichen Pflanzen: farbenfrohe Blütenpflanzen genauso wie Struktur gebende Blattschmuckpflanzen. Prachtvolle Blumenampeln und hoch aufragende Stämmchen. Klassiker wie die Geranien oder Margeritten genauso wie neuere Pflanzen wie sie im Blumenschauzelt so zahlreich versammelt sind.

Es lohnt sich, mit den Eindrücken von der Bundesgartenschau bei seinem Gärtner vorbei zu sehen und sich persönliche Favoriten aus dem breiten Sortiment empfehlen zu lassen. Denn keiner hat einen besseren Überblick über das Sortiment und die jeweiligen Stärken der Pflanzen als der Gärtner vor Ort. Die Sichtung der Sommerblumen in den norddeutschen Versuchsanstalten zeigt, dass es für jeden Standort eine Vielzahl an wunderschönen Blumen gibt, die uns einen Sommer lang Freude bereiten.

106 EUR geben die Deutschen durchschnittlich für Pflanzen inkl. der Schnittblumen aus. Dabei erfreut sich der Freilandbereich mit Balkonblumen, Stauden und Gehölzen einer besonderen Beliebtheit und leicht wachsenden Nachfrage. Knapp ein Viertel der Blumenausgaben, nämlich etwa 23 EUR werden im Jahresverlauf für Beet- und Balkonpflanzen ausgegeben. Besonders erfreulich für die deutschen Gärtner: dieser Wert stieg in den letzten Jahren kontinuierlich um 1 bis 2 % - Grün liegt also im Trend! Gerade bei uns im Norden werden Freilandpflanzen wie Balkonblumen und Stauden besonders intensiv nachgefragt, die private norddeutsche Nachfrage liegt ca. 10 % über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Interessant ist auch, dass die Blumen- und Pflanzen nach einer Studie der ZMP mit einem Fachhandels-Anteil von über 70% eine Sonderstellung im Einzelhandel haben. Nirgendwo sonst sind den Verbrauchern die gute Beratung und das frische gepflegte Sortiment so wichtig wie bei Blumen und Pflanzen. Diese Sonderstellung haben sich die Gärtner im Land hart erarbeitet. Der Konkurrenzdruck durch vielfältige Verkaufsstellen ist riesengroß und insbesondere der Preiswettbewerb immer ein wichtiges Thema.

Unsere Marktbeobachtungen zeigen, dass viele Blumenliebhaber das besondere und ausgefallene Angebot schätzen und für eine qualitativ hochwertige Pflanze gerne auch mal einige Cent mehr ausgeben, weil sie wissen, dass sie daran mehr Freude haben werden. Die Spezialisten für qualitativ hochwertige Pflanzen sind die gärtnerischen Fachbetriebe bei uns im Land, viele davon sind auch hier auf der Bundesgartenschau aktiv.

Das Wetter hat auf den Geschäftsverlauf der Gärtnereien und den Gartenspaß der Blumenliebhaber einen immer größeren Einfluss. Und Ende April jeden Jahres stellt sich die Frage, ob wir unsere frostempfindlichen Sommerblumen schon hinauspflanzen dürfen oder ob wir besser bis zu den Eisheiligen warten sollten. Viele Gärtner können ihren Kunden hier mit ihrer langjährigen Ortskenntnissen und ihrer Naturnähe gute Tipps geben.

Pflanze des Jahres im Norden 2010: Pretty Much Picasso

Die Gärtner im Norden bieten zur Sommerblumenzeit eine riesige Anzahl von Arten und Sorten an, die für jeden Standort, jeden Geschmack und jede Pflegeintensität etwas zu bieten haben. Ein besonderes Augenmerk richten die Gärtner dabei auf die Neuheiten im Sortiment: Jedes Jahr bringen die Züchter weltweit neue Sorten heraus, die das Ausprobieren auch in Norddeutschland lohnen.

Deshalb haben sich die Gärtner im Norden zusammengeschlossen, um die Aufmerksamkeit der Blumenliebhaberinnen auf eine Pflanze zu lenken, die bald zu den Stars im Sortiment gehören wird. Seit 2009 kürt der Gartenbauverband Nord eine von einem Fachgremium ausgewählte Pflanze zur "Pflanze des Jahres im Norden". Den Auftakt machte im letzten Jahr die Nemesia Sunsatia. Populär wurde sie unter dem Fantasienamen "Goldige Greta". War schon 2009 die "Goldige Greta" ein ausgesprochener Hingucker, so dürfte für Pretty Much Picasso eher das Attribut "Aufsehen erregend" passen.

Pretty Much Picasso - nur eine Petunie? Richtig. Aber was für eine! Mit ihrer magenta-farbenen Blüte und ihrem grün-gelben Rand löste sie überall dort, wo man sie schon kennen lernte, begeisterte Kommentare aus. Darunter einer der zutreffendsten und schönsten: "wie von Meisterhand gemalt". Von dort war es dann nur noch ein kleiner Schritt zum großen Namen "Pretty Much Picasso".

Pretty Much Picasso: monatelang blühend, überall zu Hause

Hängepetunien sind überreich blühende Pflanzen. Pretty Much Picasso kann eine Trieblänge von bis zu 80 cm erreichen. Trotzdem bleibt sie stets buschig und ist allseitig mit Blüten bedeckt. Ihre trichterförmigen Blüten sind so dominant, dass das ohnehin unauffällige Blattwerk kaum noch zu sehen ist.

Die Blütezeit erstreckt sich von Ende April bis - abhängig von den ersten Frösten - spät in den Herbst hinein. Gegenüber Wind und Regen sind die Blüten unempfindlich. Doch brauchen sie reichlich Sonne.

Auf den schönen Anblick von Pretty Much Picasso muss man nirgendwo verzichten. Auch diese Petunie macht jede Pflanzform mit und ist gleichermaßen ideal für Rabatten, Kübel, Pflanzschalen, Ampeln und Balkonkästen. Ampeln und Balkonkästen lassen die Ranken der Pretty Much Picasso besonders gut zur Geltung kommen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Gartenbauverband Nord e.V.

Brennerhof 121
22113 Hamburg
Deutschland

Tel.: +49 (0)40/78-4697
Fax: +49 (0)40/78-7687

Email:
Web: http://www.gartenbauverband-nord.de

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