Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die Norm DIN EN 14404 weist seit Februar 2005 den Weg für Hersteller und Anbieter bei der Belieferung der Märkte mit Knieschutz für Arbeiten in kniender Haltung. Bei Einhaltung der Norm haben Einkäufer im Bereich der Industrie, im Handwerk, im Gewerbe und Handel die Gewähr, Produkte zu erhalten, die bestimmte Mindeststandards erfüllen. Hiermit sind Mindestanforderungen definiert, die den Anwendern in der praktischen Arbeit helfen, Knieschützer auszusuchen, die ihre Knie weitgehend gesund erhalten. Hierdurch werden auch die Berufsgenossenschaften unterstützt, die durch die Erfüllung dieser Prävention, ihre Versicherungsleistungen für Folgeschäden aus kniender, beruflicher Arbeit begrenzen können.

Knieschützer, Marke "WOHLTAT", Leistungsstufe 0, im landwirtschaftlichen Einsatz. (Foto: Nierhaus GmbH)

In diesen Wochen wurde die "Knieschutz-Norm" DIN EN 14404 um die Leistungsstufe 0 erweitert, die keine Anforderung an die Stichfestigkeit stellt. Eine Entscheidung, die einen ganzen Sektor von Knieschützern endlich "aus der Ecke" nicht normgerechter Produkte herausholt und den Marktgegebenheiten, der Anwenderpraxis und dem Nutzen dieser Knieschutz-Variante Rechnung tragen. Mit Einführung der Norm glaubte man vor fünf Jahren, alle Kriterien an Mindeststandards erfüllt zu haben.

Verletzungen durch harte, raue, steinige Böden oder spitze Gegenstände sollten vermieden werden. Gleichzeitig sollte der Blutrückfluss über die Venen sichergestellt und dem Risiko bestimmter Erkrankungen - teils chronischer Art (Schleimbeutelentzündungen, Kniegelenks-Arthrose) - entgegengewirkt werden. Hinzu traten auch die Einhaltung bestimmter Funktionen, wie z.B. "das Vorwärtsschieben" des eigenen Körpers in kniender Haltung bei der Auslegung von Teppichböden.

Um die Prüfung dieser Kriterien so objektiv wie möglich durchführen zu können, wurden Prüfstandards entwickelt. Seien es für die Anbringung am Bein/Knie (fester Halt/fester Sitz), die Druckverteilung in der Knieschutzschale (punktuelle Entlastung des Knies), die Aufprallfestigkeit (Dämpfung) oder die Stichfestigkeit (Sicherheit gegen Verletzungen), die in zwei Leistungsstufen unterteilt wurde.

Mit der Leistungsstufe 1 wurde eine ebene Bodenfläche beschrieben, auf der Gegenstände bis zu einem Zentimeter liegen können. Während Knieschützer mit der Leistungsstufe 2 beim Arbeiten unter schwierigen Bedingungen, z.B. Knien auf Steinen in Steinbrüchen und Bergwerken zum Einsatz kommen.

Über speziell entwickelte Messeinrichtungen bei anerkannten Fachinstituten wird die erforderliche Widerstandsfähigkeit bei einer Kraft um 100 N (Stufe 1) oder 250 N (Stufe 2) geprüft und bestätigt. Testreihen mit Probanden ergeben Werte für den sicheren Halt, den komfortablen Sitz, das erträgliche Gewicht und das persönliche Empfinden während des Arbeitseinsatzes. Man sieht, dass ein angemessener Knieschutz schon eine Fülle von Eigenschaften aufweisen muss, um ihm den Titel "normgerecht" verleihen zu können.

Mit der zwingenden Einordnung der Knieschützer in die Stufen 1 und 2 der Stichfestigkeit waren jedoch von einem auf den anderen Tag Knieschützer, die einer Stichfestigkeit nicht bedürfen, von der Norm ausgegrenzt. Eben Produkte, die vornehmlich der Druckentlastung der Knie bei Inhouse-Arbeiten dienen und der Anforderung nach Stichfestigkeit gar nicht ausgesetzt sind. Entweder versuchten nun die Hersteller, die Produkte in Richtung Stufe 1 aufzurüsten - teils zu Lasten des Komforts -, von höheren Kosten ganz zu schweigen, oder man vertraute auf den Fortbestand von Ausnahmegenehmigungen. Ein Zustand, den viele Brancheninsider so nicht mehr hinnehmen wollten.

Wie Kerstin Stieghorst, Geschäftsführerin des Traditionsanbieters NIERHAUS mit seiner Knieschutzmarke "WOHLTAT", die in vorderster Linie darauf einwirkte, die Norm um die Leistungsstufe 0 zu erweitern. "Für uns war ziemlich schnell klar, dass Bodenleger, Raumausstatter, Elektriker, Maler, Tischler und auch Fliesenleger, die vornehmlich im Haus beschäftigt sind, dort kaum mit dem Durchdringen von Fremdkörpern rechnen müssen", beschreibt sie das Anforderungsprofil und führt weiter aus, " vielmehr wird bei diesen Arbeiten Wert auf die Druckentlastung und den Komfort beim Tragen gelegt. Deshalb sollten diese Varianten des Knieschutzes auch in den Genuss der Norm kommen und ihr Produktnutzen mit der Leistungsstufe 0 bei der Stichfestigkeit festgeschrieben werden. Der sonstige Nutzen dieses speziellen Knieschutzes entspricht gleichwohl allen Kriterien, die für diese Berufsgruppen wichtig sind und mit den Anforderungen der Norm übereinstimmen."

Doch das Gesamtkonzept der Qualität ist damit für die Branchenexpertin aus Bad Salzuflen, die mit dem NIERHAUS Sortiment an Knieschützern überwiegend die Stichfestigkeit nach Stufe 1 und 2 abdeckt, noch lange nicht ausgeschöpft. "Für das Haus NIERHAUS ist die Norm nur eine Mindestanforderung. Diese sagt nichts über die eingesetzten Materialien, ihre Kombination, die Verarbeitung, die Pflege und Haltbarkeit im Dauereinsatz aus. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen oder Qualität erkennt man auch in der Langlebigkeit von Knieschützern."

 

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