Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

In jedem der sieben Regierungsbezirke Bayerns soll in den nächsten beiden Jahren mindestens ein neues Naturschutz-Projekt im Rahmen des bayerischen Biotopverbundes BayernNetz Natur begonnen werden. Das betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber beim Besuch des BayernNetz Natur-Projekts im Ampertal.

"Bayerns Biotope sind Oasen der Artenvielfalt. Sie sichern den Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Biotope prägen auch wichtige Erholungsräume und steigern die Attraktivität für die einheimische Bevölkerung sowie für Besucher und Touristen. Ziel ist, in jedem der sieben bayerischen Regierungsbezirken ein neues Natur-Highlight zu schaffen", betonte Huber.

In den Jahren 2013 und 2014 fließen insgesamt zwei Million zusätzlich in "BayernNetz Natur"-Projekte, mit denen bestehende Maßnahmen weitergeführt und neue Projekte angestoßen werden können. Damit stehen in den nächsten zwei Jahren insgesamt 167 Millionen Euro für den Natur- und Artenschutz im Freistaat zur Verfügung. Durch die zusätzlichen Finanzmittel im Doppelhaushalt 2013/2014 werden erfolgreiche Projekte, wie zum Beispiel im Ampertal, fortgesetzt.

Das rund 2000 Hektar große Gebiet im Ampertal ist eine wichtige Biotopachse im dicht besiedelten Norden von München. Es ist Heimat zahlreicher gefährdeter Tier- und Pflanzenarten wie Storch, Wiesenbrüter und Tiefblutrotes Knabenkraut.

Im Rahmen von "BayernNetz Natur" wurden zum Beispiel ökologisch wertvolle Flächen gekauft und Maßnahmen wie die Pflege von Feuchtwiesen durchgeführt. In den kommenden zwei Jahren sollen unter anderem die Landschaftspflegemittel erhöht und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume für den Weißstorch umgesetzt werden. Für naturschutzfachlich wichtige Maßnahmen im Ampertal können daher in den kommenden Jahren bis zu 50.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Wichtigster Partner bei den "BayernNetz Natur"-Projekten sind die Landschaftspflege- und Naturschutzverbände vor Ort. Huber: "Der Naturschutz in Bayern lebt vom ehrenamtlichen Engagement der rund einer Million Freiwilligen. Sie setzen sich in ihrer Freizeit dafür ein, dass unsere Schöpfung auch für unsere Kinder und Enkelkinder erhalten bleibt. Auf ihren Beitrag können wir nicht verzichten."

Unter der Dachmarke "BayernNetz Natur" wurden seit 1986 bayernweit 376 Projekte gefördert.

 

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