Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Pölz, Ortsteil des Marktes Mainleus (Landkreis Kulmbach), ist ein Paradebeispiel für modernen Hochwasserschutz: Technischer und ökologischer Hochwasserschutz werden zum Schutz der Menschen miteinander verbunden.

Die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Pölz, Ortsteil des Marktes Mainleus (Landkreis Kulmbach), ist ein Paradebeispiel für modernen Hochwasserschutz: Technischer und ökologischer Hochwasserschutz werden zum Schutz der Menschen miteinander verbunden. Dies betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber bei der offiziellen Einweihung.

Dies betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber bei der offiziellen Einweihung des Hochwasserschutzes für den oberfränkischen Ort. "Hochwasserschutz ist eine Generationenaufgabe. Der Schutz der Menschen vor den Naturgewalten steht im Mittelpunkt. Wir haben eine klare Marschrichtung: Wir wollen Bayern wasserdicht machen", so Huber.

In Pölz ist in den vergangenen Monaten ein neuer 1,5 Kilometer langer Schutzdeich und eine Binnenentwässerung mit einem neuen Pumpwerk gebaut worden. Zugleich wurde die alte Mainschleife renaturiert und das Altwassersystem vernetzt und ergänzt.

"Natürliche und technische Schutzmaßnahmen wurden sinnvoll verbunden. Gleichzeitig ist neuer Erholungsraum für die Menschen und neuer Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt am Main entstanden. Das Hab und Gut von etwa 190 Menschen werden dauerhaft geschützt", erläuterte Huber.

Pölz war in der Vergangenheit immer wieder von Hochwasser betroffen, zuletzt in den Jahren 2005 und 2006. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro, getragen vom Freistaat Bayern, dem Markt Mainleus und der Europäischen Union.

Nach dem diesjährigen Hochwasser hat der Freistaat Bayern schnell und konsequent reagiert. "Angesichts des Klimawandels ist und bleibt effektiver Hochwasserschutz eine wichtige Zukunftsaufgabe für Bayern: Wir stellen uns dieser Herausforderung mit größtmöglichem Einsatz. Das ist Menschenschutz, Heimatschutz und Zukunftsschutz", so Huber.

Dazu wurde das Hochwasser-Aktionsprogramm 2020plus, das bisher größte wasserbauliche Infrastrukturprogramm Bayerns, aufgelegt. Es sieht eine jährliche Verdopplung der bisherigen finanziellen Mittel für den Hochwasserschutz vor. Bis zum Jahr 2020 investiert Bayern insgesamt 3,4 Milliarden Euro für den Ausbau des Hochwasserschutzes. Seit 2001 wurden bereits 1,6 Milliarden Euro investiert. Die durchgeführten Maßnahmen schützen rund 400.000 Menschen vor Überflutungen durch ein 100-jährliches Hochwasser.

 

 Links zu diesem Thema:

Empfohlen für Sie: