Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Er beweist, dass man Gutes immer noch verbessern kann. Mit 140.000 weltweit gefertigten Exemplaren ist der Fuso Canter der weltweite Hit unter den leichten Lkw und mit großem Abstand der meistgebaute Lkw von Daimler Trucks. Die Chancen stehen bestens, dass er seine herausragende Position weiter ausbauen kann: Im Rahmen des Schritts zu den schärferen Abgasstufen Euro VI und Euro 5b+ hat der robuste Canter erneut an Performance gewonnen.

Fuso Canter (Foto: Daimler AG)

Er ist nicht nur sauberer, er ist gleichzeitig nochmals effizienter geworden - die Überschrift dafür heißt Ecofficiency. Darüber hinaus gibt es weitere attraktive Modellvarianten und zusätzliche Sicherheitsfeatures.

Ecofficiency: Der Canter ist gleichzeitig sauberer und sparsamer

Euro 5b+ für die leichten Ausführungen bis 6,0 t zulässiges Gesamtgewicht, Euro VI für die schweren Ausführungen - der Fuso Canter geht mit einem Doppelschritt in die Zukunft. Das ehrgeizige Entwicklungsziel für die neue Generation: Trotz höherer Hürden durch die schärferen Abgasstufen sollte der Verbrauch deutlich sinken.

Ursprünglich ein Widerspruch, haben die Entwicklungsingenieure diese Aufgabe überzeugend gelöst: Die neue Generation des Canter nach Abgasstufe Euro 5b+ und Euro VI ist nicht nur sauberer, sie ist auch nochmals erheblich sparsamer als die bisherigen Modelle. Ecofficiency bedeutet: Der Canter verbindet größte Umweltschonung mit höchster Effizienz.

Hinter dem Begriff Ecofficiency verbirgt sich ein ganzes Maßnahmenpaket, serienmäßig für alle Modellvarianten des Canter. Es setzt sich aus einer Vielzahl von einzelnen Punkten zusammen: höherer Einspritzdruck für eine noch effizientere Verbrennung des Kraftstoffs, Leichtlauf-Motoröl zur Verringerung der innermotorischen Reibung, eine elektromagnetische Lüfterkupplung, ein optimiertes Kühlsystem, Start-Stopp-System für den Motor, eine neue Zuordnung der Achsübersetzungen sowie Leichtlaufreifen für die Modelle nach Euro VI und verringerte Reibungsverluste im Getriebe bei manueller Schaltung.

Das Ergebnis erinnert an die Quadratur des Kreises: Je nach Variante und Einsatzgebiet ist der Canter bis zu neun Prozent sparsamer als sein Vorgänger. Parallel dazu sinken die CO2-Emissionen um den gleichen Wert.

Motor: 2000 bar Einspritzdruck steigern die Effizienz

Zwei oben liegende Nockenwellen mit robustem Antrieb über eine Kette, vier Ventile pro Zylinder, Common-Rail-Einspritzsystem, Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie - schon bisher zählte das Triebwerk des Fuso Canter zu den technischen Leckerbissen.

Mit dem Schritt zu den neuen Abgasstufen Euro 5b+ und Euro VI hat der robuste Vierzylinder mit 3,0 l Hubraum nochmals zugelegt. Mit neuen Injektoren steigt der maximale Einspritzdruck um 25 Prozent auf bis zu 2000 bar. Eine erweiterte Geräuschdämmung stellt sicher, dass sich dies weder draußen noch drinnen in einem höheren Geräuschniveau widerspiegelt.

Die Leistungs- und Drehmomentdaten des Canter sind im Rahmen der Weiterentwicklung unverändert geblieben. Der Motor mit dem internen Kürzel 4P10 steht in drei Ausführungen zur Verfügung:

  • 96 kW (130 PS) bei 3000-3500 U/min, 300 Nm bei 1300-3050 U/min
  • 110 kW (150 PS) bei 3500 U/min, 370 Nm bei 1320-2840 U/min
  • 129 kW (175 PS) bei 3500 U/min, 430 Nm bei 1600-2860 U/min

Bemerkenswert für ein Triebwerk dieser Größenordnung in einem Leicht-Lkw ist das hohe Drehmoment. Die maximale Zugkraft wird bereits bei niedrigen Drehzahlen erreicht und steht über ein außergewöhnliches breites Drehzahlband zur Verfügung. Damit ist der Canter auch in seiner neuesten Ausführung ein Muster an Durchzugskraft und Fahrbarkeit.

Bisher Wunschausstattung, umfasst die Serienausstattung aller Modelle jetzt eine Start-Stopp-Funktion für den Motor. Diese Technik senkt den Kraftstoffverbrauch im Kurzstreckenverkehr um bis zu drei Prozent.

Längere Achsübersetzungen senken den Kraftstoffverbrauch

Aufgrund der verblüffenden Elastizität des vergleichsweise kompakten Motors konnten die Ingenieure die Zuordnung der Achsübersetzungen neu ordnen. Die meisten Ausführungen fahren nun mit einer längeren Übersetzung sowohl sparsamer als auch leiser - ohne nennenswerte Einbuße an Fahrdynamik. Steht maximale Fahrleistung im Mittelpunkt - etwa bei häufig voller Auslastung, im Anhängerbetrieb oder bei anspruchsvoller Topografie - sind nahezu alle Modelle mit einer rund zehn Prozent kürzeren Achsübersetzung zu bekommen.

Abgasreinigung auf unterschiedliche Gewichtsklassen zugeschnitten

In gewohnter Weise gibt es den Canter auch weiterhin mit zwei unterschiedlichen Abgas-Reinigungssystemen. Im Rahmen des Wechsels zu den neuen Abgasstufen Euro 5b+ und Euro VI wurden sie jedoch weiterentwickelt und neu angepasst. Canter mit zulässigem Gesamtgewicht bis 6,0 t entsprechen der Abgasstufe Euro 5b+. Hier reinigt eine Kombination aus Abgasrückführung, Oxidationskatalysator und Partikelfilter die Abgase.

Deutlich höher ist der Aufwand für die Modelle mit zulässigen Gesamtgewichten ab 6,5 t einschließlich Canter 4x4 und Canter Eco Hybrid: Sie verfügen über BlueTec 6 Motoren und damit zusätzlich über SCR-Technik mit AdBlue-Einspritzung und einen nachgeschalteten Oxidations-Katalysator. Das Volumen von Partikelfilter und SCR-Katalysator wurde vergrößert, um die schärferen Anforderungen von Euro VI zu erfüllen.

Der AdBlue-Tank des Canter ist zugunsten einer einfachen Betankung auf der rechten Fahrzeugseite unmittelbar neben dem Kraftstofftank untergebracht und fasst zwölf Liter. Das Mehrgewicht von Euro VI beläuft sich beim Canter auf ca. 30 kg. Dies fällt angesichts der hohen Nutzlast der Canter nicht ins Gewicht.

Partikelfilter auf Lebensdauer des Fahrzeugs ausgelegt

Der Partikelfilter ist in allen Modellen auf Fahrzeuglebensdauer ausgelegt, wartungsfrei und muss währenddessen weder gereinigt noch getauscht werden. Seine Regeneration erfolgt automatisch. Bei extremem Kurzstreckeneinsatz kann aufgrund niedriger Abgastemperaturen eine manuelle Regeneration notwendig werden. Eine Statusanzeige im Multifunktionsdisplay zeigt dies dem Fahrer gegebenenfalls an. Die manuelle Regeneration wird durch eine Taste aktiviert. Die langen Ölwechselintervalle des Canter von 40 000 km oder einmal im Jahr bleiben auch in der neuen Generation mit Euro 5b+ und Euro VI unverändert.

Eine Baureihe, jedoch mit Euro 5b+ und Euro VI zwei Abgasstufen

Der Canter Jahrgang 2014 entspricht je nach Gewichtsvariante unterschiedlichen Abgasstufen. Euro 5b+ gilt für die Gewichtsvarianten bis 6,0 t zulässiges Gesamtgewicht, Euro VI für die darüber liegenden Ausführungen inklusive des Canter Eco Hybrid.

Diese Unterscheidung ist auf unterschiedliche Einstufungen des Gesetzgebers zurückzuführen. Bis zu einer Bezugsmasse von 2380 kg wird das komplette Fahrzeug auf dem Rollenprüfstand auf sein Abgasverhalten getestet und das Ergebnis in Schadstoffen pro Kilometer ausgewiesen. Oberhalb einer Bezugsmasse von 2840 kg wird der Motor auf dem Motorenprüfstand getestet und das Ergebnis in Schadstoffen pro kW Leistung angegeben. Dazwischen kann der Hersteller die Methode wählen.

Die Bezugsmasse setzt sich aus dem Leergewicht des fahrfertigen Fahrzeugs zuzüglich 75 kg für den Fahrer und einem zu 90 Prozent gefüllten Kraftstofftank zusammen. Es gilt das Gewicht des individuellen Modells. Da bei Fahrgestellen während der Produktion häufig der Aufbau noch nicht präzisiert ist, werden sie ohne Aufbau gewogen und entsprechend eingestuft.

Zur Unterscheidung der unterschiedlichen Messverfahren werden die Abgasstufen mit Tests auf dem Rollenprüfstand häufig mit arabischen Ziffern und die Abgasstufen mit Motorenprüfstand mit römischen Ziffern bezeichnet. Unterschiedlich ist auch die zeitliche Abfolge: Euro VI und Euro 5b+ gelten seit 01.01.2014, Euro 6b folgt im September 2016.

ESP serienmäßig für alle Modelle mit angetriebener Hinterachse

Der Canter des Jahrgangs 2014 macht auch mit neuen Sicherheitsfeatures einen großen Schritt nach vorn. Alle Canter der neuen Generation verfügen serienmäßig über eine elektronisch geregelte Bremsanlage. Sie ist Voraussetzung für ein weiteres Sicherheitsplus: Das elektronische Stabilitätsprogramm ist ebenfalls Serienstand für alle Modelle, ausgenommen den Canter 4x4 mit Allradantrieb. Beim neuen Canter 9C15 bzw. 9C18 mit 8,55 t zulässigem Gesamtgewicht folgt ESP serienmäßig ab Mitte dieses Jahres. In ESP integriert sind unter anderem ABS, eine Antriebsschlupfregelung und der Bremsassistent.

Zur Sicherheit tragen auch zusätzliche Weitwinkelspiegel bei. Sie sind jetzt für das gesamte Modellprogramm lieferbar, beim Canter 4x4 und beim 8,55-Tonner gehören sie zum Serienumfang. Nicht zuletzt rollen die 3,5-Tonner jetzt auf großen 16-Zoll-Rädern.

Canter 4x4: noch mehr Zugkraft mit Untersetzungsgetriebe

Zu den Besonderheiten im Programm des Canter gehört die Ausführung mit Allradantrieb, angeboten seit dem Frühjahr 2012. Er wird in Europa unter der Typenbezeichnung 6C18 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 t, einer 2,0 m breiten Komfortkabine und 129 kW (175 PS) Motorleistung offeriert. Der Allradantrieb ist zuschaltbar. Das bedeutet hohe Reaktionsschnelligkeit bei wechselndem Gelände und gleichzeitig maximale Kraftstoffeffizienz als 4x2 im Straßenverkehr. Serienmäßig an Bord ist außerdem ein selbstsperrendes Hinterachsdifferenzial mit bis zu 70 Prozent Sperrwirkung.

Neu für den Canter 4x4 ist die serienmäßige Ausstattung mit einer zuschaltbaren Untersetzung. Sie verringert die Maximalgeschwindigkeit in den einzelnen Gängen um den Faktor 1,987 und erhöht gleichzeitig die Zugkraft um diesen Wert. Die Zuschaltung erfolgt im Stand bei ausgerückter Kupplung. Eine Kontrollleuchte zeigt dem Fahrer die Fahrt mit Reduktionsgetriebe an. Trotz Verwendung einer länger übersetzten Hinterachse im Sinne höchster Kraftstoffeffizienz im Betrieb auf der Straße erreicht der Canter 4x4 jetzt eine Steigfähigkeit von beachtlichen 60 Prozent.

Der Canter 4x4 steht als Einzel- und Doppelkabine sowie in zwei Radständen zur Verfügung. Die Fahrgestell-Tragfähigkeit beträgt rund 3,5 t. Sollte dies nicht ausreichen, so lässt sich der Canter 4x4 aufgrund seiner hohen Achslastreserven (zulässige Achslast vorn/hinten 2800/6000 kg) je nach Einsatz auf 7,0 bzw. 7,5 t Gesamtgewicht auflasten. Fahrerhaus und Aufbau stehen zugunsten bester Fahreigenschaften im Gelände deutlich höher. Deshalb erleichtert eine zusätzliche Trittstufe den Einstieg. Der Böschungswinkel vorne beträgt 35 Grad gegenüber 18 Grad beim Canter 4x2, hinten sind es 24 Grad zu 11 Grad. Die Bodenfreiheit erhöht sich im Vergleich zum Canter 4x2 von 219 auf bis zu 320 mm.

Die Kombination von robuster Bauweise und Geländefähigkeit prädestiniert den Fuso Canter 4x4 für alle Einsatzzwecke auch außerhalb befestigter Straßen, also auf Baustellen, bei Energieversorgern oder bei der Feuerwehr. Kommunen empfiehlt er sich als Winterdienstfahrzeug mit Schneepflug und Salzstreuer. Die Fahrzeugbreite von lediglich zwei Metern lässt den Canter 4x4 auch Engstellen mühelos passieren. Der stabile, dreiteilige Stoßfänger aus Stahl mit Kunststoff-Stoßecken verzeiht unsanfte Berührungen. Speziell abseits der Straße profitiert der Canter 4x4 von typischen Stärken der Baureihe: Platz sparende Frontlenker-Bauweise, extreme Wendigkeit und gute Sicht durch tief heruntergezogene Fenster.

Der Canter Eco Hybrid rundet das breite Programm ab, das in der Klasse des Canter unübertroffen ist und keine Lücke lässt.

 

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