Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Freistaat baut den Hochwasserschutz in Bayern konsequent weiter aus. Das betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber bei der Einweihung der neuen Hochwasserschutzmaßnahmen in Traunstein.

"Der Schutz von Menschen hat oberste Priorität. Die Gefahr für die Bürgerinnen und Bürger in Traunstein ist nun weitgehend gebannt", so Huber.
"Der naturnahe Ausbau verbessert gleichzeitig die Naherholungsmöglichkeiten für die Bevölkerung. Die Spiel- und Erholungsflächen an beiden Seiten der Traun bieten Möglichkeiten der Entspannung für Kinder und Erwachsene."

Durch den Abriss des Traunsteiner Wehrs habe der Fluss seinen natürlichen Charakter zurückgewonnen. Im Rahmen der Bauarbeiten konnten auch Verbesserungen für Fische und andere Flusslebewesen erreicht werden. So können Fische jetzt das Seiboldsdorfer Wehr und auch den Röthelbach wieder ungehindert passieren.

Bereits im Zeitraum von 1999 bis 2005 wurde der Hochwasserschutz der Stadt Traunstein vom Viadukt bis zum Traunsteiner Wehr für 6,8 Millionen Euro verbessert. Mit den nun abgeschlossenen Baumaßnahmen wurde das Flussbett abgesenkt und verstärkt. Zudem wurden unter anderem rund 600 Meter Deiche errichtet. Auch wurden zwei neue Wasserkraftwerke errichtet, das bestehende Werk am Seiboldsdorfer Wehr wurde modernisiert. Insgesamt wurde die Leistung dadurch um 300 kW erhöht.

Huber: "Traunstein ist nun vor einem hundertjährlichen Hochwasser geschützt. Rund 550 Häuser und 50 Betriebe profitieren durch die jetzt abgeschlossenen Baumaßnahmen." Die Gesamtkosten betragen fast 12 Millionen Euro, an denen sich die Stadt Traunstein mit rund 5 Millionen Euro beteiligte.

"Angesichts des Klimawandels ist und bleibt effektiver Hochwasserschutz eine wichtige Zukunftsaufgabe für Bayern: Wir stellen uns dieser Herausforderung mit größtmöglichem Einsatz. Das ist Menschenschutz, Heimatschutz und Zukunftsschutz", so Huber.

Bis zum Jahr 2020 investiert Bayern insgesamt 3,4 Milliarden Euro für den Ausbau des Hochwasserschutzes. Seit 2001 wurden bereits 1,6 Milliarden Euro eingesetzt.

 

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