Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Rosen gelten als anspruchsvolle Gartenpflanzen. Nicht immer können Gartenbesitzer der beliebtesten Gartenschönheit den optimalen Standort bieten. Doch die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie sind der Ansicht, dass man deshalb auf Rosen nicht verzichten muss.

Rose (Foto: LWG)

Generell gilt

Gartenrosen brauchen Luft, Sonne und einen guten nährstoffreichen Gartenboden. Dann gedeihen sie gut und blühen ausdauernd. Andererseits kommt eine wilde Heckenrose auch an ungünstigen Standorten zurecht. Sie wächst an Waldrändern, wird nicht gedüngt und bekommt keine Krankheiten. Das lässt vermuten, dass in so manchen Rosen noch viel robustes Potential steckt.

Schattige Standorte

Im totalen Schatten wachsen Rosen nicht. Aber Rambler- oder Wichuriana-Rosen treiben so stark, dass sie aus den schattigen Bereichen in die sonnigen Baumkronen wachsen. Auch die modernen Sorten der Kleinstrauch- bzw. Bodendeckerrosen sind robust, dass sie auch mit wenigen Sonnenstunden zurechtkommen. Trotzdem sollten sie vier bis fünf Stunden Sonne pro Tag tanken können.

  • Rosen, die auch im Halbschatten gedeihen
  • Ghislaine de Féligonde, Strauch/Kletterrose, gelb
  • Rosarium Uetersen, Strauch/Kletterrose, pink
  • Venusta Pendula, Kletterrose/Rambler, einmalblühend, rosa, gefüllt
  • Constance Spry, Kletterrose, einmalblühend, rosa
  • Red Meidiland, Kleinstrauchrose, rot, einfachblühend
  • Rose de Resht, Strauchrose kirschrot, gefüllt
  • Bonica 82, ADR-Rose, Beetrose , rosa, gefüllt
  • Heidetraum ADR-Rose, Kleinstrauchrose, rosarot
  • Kartoffelrose ´Dagmar Halstrup´, und andere Sorten, Kleinstrauchrose, hellrosa und Hagebutten
  • Wenn der Boden nicht so passt

Rosen lieben einen gehaltvollen Boden mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7. Er soll ausreichend Wasser halten, aber auch den Wurzeln genügend Luft zur Verfügung stellen. Denn Rosen leiden besonders unter verdichteten Böden. Lockern Sie in jedem Fall immer tiefgründig und bereiten Sie vor der Pflanzung den Boden vor. Geben Sie gute Pflanzerde ins Pflanzloch, wenn der gewachsene Boden nicht die optimalen Bedingungen bietet. Doch langfristig werden sich negative Eigenschaften des Bodens auf die Rosen auswirken. Durch die richtige Sortenwahl können Sie sich einige Probleme ersparen.

Die meisten Rosen mit Wildcharakter kommen mit ungünstigen Bedingungen gut zurecht. Starkwachsende Ramblerrosen werden nach einigen Jahren zu stattlichen Blütenkaskaden und Kartoffelrosen lassen sich so schnell nicht von Trockenheit und Salzbelastung beeindrucken. In schweren Böden gedeihen noch die Weinrose (Rosa rubiginosa) und die Essigrose (Rosa gallica).

Balkon

Für den Balkon können Sie fast jede schwachwachsende Rosensorte verwenden. Entscheidend ist dabei die richtige Pflege. Da Rosen tief wurzeln, schätzen Sie einen tiefen Topf. Ein normaler Balkonkasten ist zwar möglich, doch überleben die Rosen dann die Winter nur selten. Falls die Rose draußen überwintert, sollte ein Kunststoff- oder frostfester Topf gewählt werden. Nehmen Sie Kübelpflanzenerde oder mischen Sie Pflanzerde 1:1 mit Gartenerde. Düngen Sie Rosen im Kübel bis Ende Juli wie einjährige Balkonblumen.

Mittlerweile werden auch sogenannte Balkonrosen angeboten. Am besten wählen Sie Rosen mit dem ADR-Prädikat. Diese Rosen sind widerstandsfähiger gegen Pilzerkrankungen. Zu ihnen gehören ´Charmant´® (kompakter Wuchs, gefüllt, rosa), ´Innocencia´® (weiß) und ´Sonnenröschen´® (aufrecht, weiß, einfach blühend).

Die Sortenempfehlungen geben nur einen kleinen Ausschnitt wieder. Fragen Sie am besten in einem Gartenbaufachbetrieb oder einer Baumschule nach. Dort werden Sie gut beraten.

Von: 

 

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