Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Mit der vehementen Forderung nach einer ökologischen und nachhaltigen Bauweise hat in den letzten Jahren ein längst bekanntes architektonisches Thema an neuer Aktualität und Bedeutung gewonnen: die Begrünung von Gebäudefassaden. Die Pflanzen absorbieren CO2, sie schlucken (Fein-)Staub und Schmutz, mildern Schallbelastungen (bis zu 10 Dezibel) und sorgen im Sommer durch Schattenwurf und Wasserverdunstung für eine natürliche Gebäudekühlung.

Greenhouse, Freiburg

Stadthaus M1, Freiburg (Fotos: Jakob GmbH)

So verringern sich die Kosten für die Gebäudeklimatisierung. Zusätzlich schützt die Begrünung die Fassade vor UV-Strahlen, Hagel, Schlagregen und Wind. Dadurch verlängert sich ganz nebenbei die Lebensdauer der Gebäudehülle.

Eine fach- und sachgerechte Fassadenbegrünung, die funktional und ästhetisch überzeugt, verlangt nach einer sorgfältigen Planung. Immerhin benötigen Kletterpflanzen in der Regel Hilfestellungen und Wegleiter, etwa in Form von Seilsystemen oder Netzen. Auf diesem Gebiet hat die Drahtseilfabrik Jakob aus Trubschachen internationalen Ruf erlangt. Das Portfolio des Schweizer Unternehmens umfasst standardisierte Rank- und Kletterstrukturen für die Fassadenbegrünung. Darüber hinaus betreut Jakob anspruchsvolle, umfangreiche Projekte, um in Zusammenarbeit mit Fachplanern die jeweiligen perfekten technischen und gestalterischer Lösungen zu entwickeln.

Schließlich sind begrünte Fassaden, die Ökologie und Ästhetik in idealer Weise miteinander verbinden, ausgesprochene Sympathieträger, die den Wert einer Immobilie steigern können. Zwei besonders attraktive Objekte hat Jakob im süddeutschen Freiburg im Breisgau realisiert. Sie verdeutlichen beispielhaft die weit gespannten ästhetischen, funktionalen und technischen Möglichkeiten der Fassadenbegrünung.

Stadthaus M1, Freiburg

Dieser vom renommierten Berliner Architekturbüro Barkow Leibinger entworfenen Gebäudekomplex besteht aus einem Wohngebäude und dem direkt benachbarten, gleichartig gestalteten „Green City Hotel Vauban“. Städtebaulich markieren die beiden Schwesterbauten den Eingang zum „Quartier Vauban“, einem neuen Stadtteil von Freiburg, bei dessen Planung strikt auf Nachhaltigkeit und Ökologie gesetzt wurde. Eine ressourcenschonende Bebauung (Mindeststandard Niedrigenergiebauweise) ist verpflichtend. Das Stadthaus M1 entspricht diesem Energiestandard und erreicht im Fall des Wohngebäudes sogar den internationalen Passivhaus-Standard.

Beim energetischen Konzept des Projekts spielt die von Raderschall Landschaftsarchitekten aus Zürich projektierte und von Jakob umgesetzte Fassadenbegrünung eine wichtige Rolle: Durch die Kletterpflanzen an der Südseite des Stadthauses sowie an den Fassaden des Durchgangsbereichs der Teilgebäude entsteht ein sommerlicher Sonnen- bzw. Wärmeschutz. Im Winter, wenn die Pflanzen ihr Laub verloren haben, kann die Sonnenenergie genutzt werden. Für die Begrünung wurden vor der grau lasierten Holzfassade Edelstahlseile als Rankhilfen installiert. Diese reichen vom Erdboden bis zur Dachkante, der jeweilige Abstand variiert nach funktionalen Gesichtspunkten: vor Fenstern und Loggien ist er weiter, vor geschlossenen Wandpartien enger gewählt. Dieser unregelmäßige Rhythmus unterstreicht die Lebendigkeit der Fassadenbegrünung zusätzlich.

Greenhouse, Freiburg

Dieses Wohn- und Geschäftshaus mit insgesamt 86 Wohnungen steht im neu errichteten Stadtteil Rieselfeld. Entworfen wurde es vom Freiburger Architekturbüro Frey, das sich ganz dem nachhaltigen Bauen verschrieben hat. Seinen Namen verdankt das Gebäude einem ausgeklügelten energetischen Gesamtkonzept, das neben einer hochwärmegedämmten Fassade auch Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, Geothermie und regenerative Energie-Erzeugung mit Photovoltaik und Solarthermie beinhaltet. An den zwei straßenseitigen Fassaden des Eckhauses wurden die vorgehängten stählernen Balkonkonstruktionen mit einem filigranen Drahtseilnetz von Jakob überzogen.

Die mit Hilfe von Stahlseilen aufgespannte Netzstruktur übernimmt eine doppelte Funktion: Sie bildet die Brüstung der Balkone und dient gleichzeitig als Rankstruktur für die Kletterpflanzen. In wenigen Jahren wird das Netz unter einem grünen Blattwerk weitgehend verschwunden sein. Lediglich die linsenförmigen Öffnungen der Netzstruktur vor den einzelnen Balkonsegmenten bleiben offen. Auf diese Weise entsteht eine außergewöhnliche, architektonisch anspruchsvolle Fassadenstruktur. Die Balkone verwandeln sich in attraktive, begrünte Lauben. Ihr Pflanzenkleid sorgt für Sichtschutz, verbessert die Luftqualität und verringert die Wärmeabstrahlung des Gebäudes.

 

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