Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Zum ersten Mal fanden am Grossanlass SwissSkills 2014 in Bern die Schweizer Berufsmeisterschaften von rund 70 Berufen statt. JardinSuisse, der Unternehmerverband Gärtner Schweiz, organisierte den Wettkampf der Landschaftsgärtner.

Die Medaillenträger vlnr: Baumberger Gian und Schönenberger Per (2.) / Tschamun Isai und Rüesch Benedikt (1.) / Christen Daniel und Hecht Elias (3.)

Auf dem Aussengelände und in den Hallen der Bern-EXPO fanden zahlreiche Berufs-Schweizermeisterschaften statt. In der Halle 10 zeigten die 23 Landschaftsgärtner und eine Landschaftsgärtnerin vollen Einsatz. Während vier Wettkampftagen besuchten zahlreiche Schulklassen und Eltern mit ihren Kindern die Berufsmesse und die SwissSkills 2014.

Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, im Zweierteam einen kleinen Garten innerhalb eines Holzrahmens von 4 x 4 Metern anzulegen. Zunächst war nicht viel von „Grün“ zu sehen, ausser auf den Fahnen „Hier wächst Zukunft“. Die Besucher staunten, wie vielfältig der Beruf des Landschaftsgärtners ist. So wurden Natursteine mit dem Meissel bearbeitet und mit diesen zwei unterschiedliche Natursteinmauern gebaut. Es wurden Plätze gepflästert und Wasserpumpen für einen kleinen Wasserfall eingebaut. Interessiert verfolgten die Zuschauer die fortschreitenden Arbeiten. Schlussendlich führte eine kleine Holzbrücke über das Wasserbecken zum gepflasterten Platz. Aus der Mauer plätscherte Wasser in den kleinen Teich. Das wichtigste Know-how der jungen Gärtner, die Begrünung, folgte am vierten Tag. Bei der Pflanzung einer bunt blühenden Staudenrabatte und eines Kräuterbeets unter einem Kleinbaum konnten die Berufsleute ihre gärtnerische Kreativität ausleben.

Total 28 Stunden hatten die Gärtner Zeit, um das anspruchsvolle Werkstück fertigzustellen. Von den Teilnehmenden wurde neben dem Fachwissen auch ein riesiger körperlicher Einsatz verlangt.

Während und nach dem Wettkampf galt es für die Experten, alle Arbeitsschritte und Resultate der Teilnehmenden nach vorgegebenen Kriterien zu beurteilen. Neben der Quantität und der Qualität des kleinen Gartens spielten auch die fachliche Bearbeitung der Materialien und der Umgang mit Werkzeugen, Maschinen, Materialien und Pflanzen eine bedeutende Rolle bei der Bewertung. Ebenso wurde auf die Teamarbeit, die Ordnung, die Gestaltung der Bepflanzung und die Einhaltung der Arbeitssicherheitsvorschriften geachtet.

Benedikt Rüesch und Isai Tschamun aus der Ostschweiz erkämpften sich den Sieg und sind neue „Berufs-Schweizermeister“. Mit viel Engagement und Elan erreichten sie mit Abstand die höchste Punktzahl. Damit holten sie sich das Ticket für die Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft 2015 in São Paulo (Brasilien).

Den zweiten Platz errang das Team aus der Fachsektion Zürich mit Gian Baumberger und Per Schönenberger. Als Dritte stieg das Team der Regionalsektion JardinSuisse Zentralschweiz mit Daniel Christen und Elias Hecht auf das Siegerpodest.

Das Siegerteam aus der Fachsektion Ostschweiz hat mit Nervenstärke, überdurchschnittlichem Fachwissen und praktischem Können den Wettkampf gewonnen. Jetzt gilt es, dieses Know-how im laufenden Jahr zu vertiefen, um gut vorbereitet an den WorldSkills Competitions 2015 in Brasilien anzutreten.

 

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