Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Bei einem Gespräch am Stand des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) auf der Internationalen Grünen Woche schilderte ZVG-Vizepräsident Hartmut Weimann dem Parlamentarischen Staatssekretär aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium, Peter Bleser, die derzeitige Situation in der Gartenbaubranche. Insbesondere bei dem Thema ZINEG nahm Weimann Staatssekretär Bleser in die Pflicht. Der gegenwärtige Forschungsstand zur Energieeffizienz in Gewächshäusern könne lediglich eine Zwischenstation sein.

ZVG-Vizepräsident Hartmut Weimann (r.) und der designierte ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer (li.) begrüßen den designierten Vorsitzendes des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages, Alois Gerig. (Foto: ZVG)

"Jetzt heißt es, das Konzept von ZINEG für die Gartenbaubetriebe finanzierbar zu machen. Das setzt weitere Investitionen in die Forschung voraus“, so Weimann. „Ansonsten würden wertvolle Forschungsergebnisse auf Jahre in der Schublade verschwinden“.

Zudem müssten Gelder für die entsprechende Beratung bereit gestellt werden. Auch dem Bundestagsabgeordneten und designierten Vorsitzenden des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages, Alois Gerig, schilderte Weimann die Chancen der Gartenbaubranche im Bereich Energieeffizienz. Sowohl Bleser als auch Gerig sagten zu, sich um entsprechende Fördergelder aus Bundesprogrammen einzusetzen.

Das mit dem Nachhaltigkeitspreis 2014 ausgezeichnete Forschungsprojekt ZukunftsInitiative NiedrigEnergieGewächshaus (ZINEG) kann im Vergleich zum Standardgewächshaus bis zu 70 Prozent der Heizenergie einsparen. Der hohe finanzielle Aufwand macht eine Umsetzung in die Praxis derzeit nur bedingt möglich. Zudem konnten sich sowohl der Staatssekretär als auch der Bundestagsabgeordnete von der Qualität deutscher Äpfel überzeugen. Die Obstbauern befinden sich derzeit aufgrund des russischen Importstopps und der Preispolitik des Lebensmitteleinzelhandels in einer schwierigen Marktsituation.

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