Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Klimaschutz wird einer der wichtigsten Arbeitsschwerpunkt im Jahr 2015. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute (12.04.15) in München:

"2015 wird das Jahr des Klimas. Wir starten jetzt einen Klimamarathon bis zur Weltklimakonferenz in Paris. Als Hightech-Land hat Bayern eine Vorbildfunktion. Mit vielen Maßnahmen werden wir in der Öffentlichkeit für den Klimaschutz werben. Wir wollen alle Akteure mit ins Klimaboot holen. Einmalig in Deutschland ist unsere Klima-Allianz mit 30 Partnern aus der Mitte der Gesellschaft."

Durch den Beitritt weiterer prominenter Partner soll die Arbeit der Klima-Allianz auf noch breitere Beine gestellt werden. Daneben wird bei der Bayerischen Klima-Woche (17. bis 26. Juli) bayernweit für den Klimaschutz vor Ort geworben. Auch natürliche CO2-Speicher haben für Erfolge beim Klimaschutz eine besondere Bedeutung: Bis 2020 sollen deshalb bayernweit 50 Moore wiedervernässt werden. Die EU wird die Projekte mit 12 Millionen Euro unterstützen. Seit 2008 wurden mit rund 9 Millionen Euro bereits 10 Moorgebiete saniert, in 30 weiteren Gebieten wurden Maßnahmen begonnen oder sind geplant.

Um die konkreten Auswirkungen des Klimawandels für Bayern festzustellen, verstärkt der Freistaat auch die Forschung. Mit der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus unterhalb der Zugspitze wird Klimaforschung auf höchstem Niveau betrieben. Daneben erstellt das Umweltministerium den ersten bayerischen Klima-Report, der noch in diesem Jahr präsentiert wird.

Scharf: "Wir brauchen ein Klima-Update für Bayern. Nur so können wir gezielt die Maßnahmen ergreifen, die vor Ort den größten Nutzen bringen. Wir wollen Bayern bis 2050 klimasicher machen." Deutliche Veränderungen durch den Klimawandel sind bereits jetzt in Bayern feststellbar: im besonders sensiblen bayerischen Alpenraum ist die Temperatur in den letzten 100 Jahren mit 1,5 Grad Celsius doppelt so stark gestiegen wie im globalen Durchschnitt. In 20 bis 30 Jahren könnten nahezu alle bayerischen Gletscher verschwunden sein. Außerdem werden im Freistaat bis 2050 die Niederschläge im Sommer deutlich abnehmen.

Bayern hat ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2050 soll der Ausstoß von Treibhausgasen in Bayern auf 2 Tonnen pro Kopf und Jahr sinken. Weitere Informationen zum Klimaschutz und der Bayerischen Klima-Allianz unter:

 

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