Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die positive Stimmung auf deutschen Golfanlagen setzt sich fort. Laut des vom Deutschen Golf Verband (DGV) gemeinsam mit dem Institut für Handelsforschung (IFH) erhobenen DGV-Golfbarometer schätzen die deutschen Golfclubs und -anlagen die wirtschaftliche Lage zum Saisonstart 2015 nochmals positiver ein als im Vorjahr. Die Geschäftserwartungen sind allerdings weniger optimistisch als 2014.

Trotz einer schwierigen Marktlage schauen die Golfanlagen durchaus positiv in die Saison 2015 (Grafik: DGV)

"Trotz einer schwierigen Marktlage schauen die Golfanlagen durchaus positiv in die Saison 2015. Den Schwung, den das Golfbarometer ausdrückt, wollen wir mitnehmen und sind überzeugt mit der gerade gestarteten Werbekampagne "Golf. Mitten ins Glück" neue Interessenten für den Golfsport zu gewinnen", schätzt Klaus Dallmeyer, Kaufmännischer Vorstand des DGV, die aktuelle Situation ein.

Der durch einen Index (siehe Erklärung im Anhang) ausgedrückte Saldowert des Golfbarometers liegt in den zentralen Kategorien wirtschaftliche Lage, Geschäftserwartungen und Mitgliederentwicklung im positiven Bereich. Mit einem Saldo von +28,4 wird die aktuelle wirtschaftliche Lage sowohl im Vergleich zum Frühjahrs- als auch zum Herbstwert des Vorjahres auf einem höheren Niveau bewertet.

Die 217 am Golfbarometer teilnehmenden Anlagen schätzen auch ihre Geschäftserwartungen weitestgehend positiv ein. Wenngleich der Indexwert von +17,4 geringer ist als im Vorjahr. Auch im Bereich Mitgliederentwicklung wird ein Wachstum erwartet. Die Mehrzahl der deutschen Golfclubs und -anlagen rechnet im Jahr 2015 mit einer wachsenden Mitgliederzahl. Der Index liegt mit einem Saldowert von +35,3 nochmals höher als im Frühjahr des Vorjahres.

Neben einem Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Golfanlagen werden im Golfbarometer auch die aktuelle Situation in den Bereichen Mitgliedschaften, Beitragsformen und Greenfeekosten analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Vollmitgliedschaft weiterhin die am meisten angebotene Mitgliedschaftsform ist. 92,2 Prozent der Anlagen bieten die klassische Mitgliedschaftsform an. Es folgen Jahresmitgliedschaften (75%) und Schnuppermitgliedschaften (52,9%). Greenfee- und Werktagsmitgliedschaften werden nur von weniger als jedem fünften Club angeboten.

Bei Greenfee und Mitgliedsbeiträgen gehen die Clubs vermehrt von steigenden Preisen aus. Daraus folgt, dass auch auf Einnahmenseite in diesen Bereichen größere Gewinne erwartet werden. Demgegenüber steht eine in allen Bereichen prognostizierte ansteigende Kostenentwicklung.

Seit 2005 veröffentlicht der DGV das Golfbarometer. Seit diesem Jahr wird dieser Service in Zusammenarbeit mit dem IFH Institut für Handelsforschung angeboten, mit dem der DGV bereits seit 2010 gemeinsam den DGV-Betriebsvergleich durchführt. Ziel des zweimal jährlich angebotenen Golfbarometers ist es, die Entwicklungen im Golfmarkt besser und aktueller einschätzen zu können, da schnell ändernde Marktbedingungen die Golfanlagen zwingen, flexibel und effizient zu reagieren.

Der Index des DGV-Golfbarometer

Zur leichteren Interpretation wird beim DGV-Golfbarometer ein Index errechnet, indem ein Saldo aus den Antwortwerten für "sind gestiegen" und "haben abgenommen" gebildet wird.

Beispiel: Die Befragten antworten in den Kategorien

  • sind angestiegen (40%)
  • waren gleichbleibend (40%)
  • haben abgenommen (20%)

Im obigen Beispiel ergibt sich ein Index von +20 (Punkten). Dieser Wert besagt, dass der Anteil der Golfanlagen, in denen die Einnahmen gestiegen sind, größer ist als der Anteil der Golfanlagen, in denen die Einnahmen abgenommen haben.

 

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