Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die Stiftung Naturschutz Berlin zeichnete heute am 07.09.2015 die Wohnungsgenossenschaft MERKUR eG und die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Ökologische Freiwilligendienste (FÖF e.V.), Karin Nohl, mit dem Berliner Naturschutzpreis aus.

v.l.n.r.: Jörg Neubert (Vorstand MERKUR eG), Gerhard Hansl (stellv. Vorsitzender AG Naturschutz), Silke Wenk (Vorsitzende AG Naturschutz), Dr. Jörg Lehmann (Vorstandsvorsitzender MERKUR eG)

Karin Birgit Nohl (Fotos: Stiftung Naturschutz)

Kategorie Institutionen/Unternehmen: Wohnungsgenossenschaft MERKUR eG

Der Schutz der Natur wird in der MERKUR eG als integrative Aufgabe verstanden. Er ist keine lästige Pflicht, die nur relevant wird, wenn es rechtlich vorgeschrieben ist. Naturschutz ist gelebte Praxis. Gemeinsam mit ihrer von Mieterinnen und Mietern gegründeten Arbeitsgemeinschaft Naturschutz zeigt die Wohnungsgenossenschaft, dass Naturschutz sowohl im Wohnungsbau als auch im Erhaltungsmanagement ohne größere Mehrkosten möglich ist. Ein wichtiges Signal an alle Bauherren der Stadt. Darüber hinaus bezieht der Vorstand der Genossenschaft die Arbeitsgruppe schon bei den Planungen in sämtliche relevanten Bau- und Sanierungsmaßnahmen mit ein und hat einen festen Ansprechpartner für Naturschutzbelange in der Geschäftsstelle benannt. Damit ermutigt die Genossenschaft ihre Mieterinnen und Mieter, sich in ihrem Wohnumfeld für Natur und Umwelt einzusetzen.

Die MERKUR eG mit ihrer Arbeitsgemeinschaft Naturschutz zeigt vorbildlich, wie Partizipation gelingen kann. Die Wohnungsgenossenschaft hat zudem durch das Anbringen von Solaranlagen, den Bezug von Ökostrom, Wärmedämmung und konsequentes Recycling den eigenen „ökologischen Fußabdruck“ deutlich reduziert. Dieses vorbildliche Engagement würdigt die Stiftung Naturschutz Berlin mit dem Berliner Naturschutzpreis 2015.

Kategorie Ehrenpreis: Karin Birgit Nohl

Während ihrer beruflichen Tätigkeit als Sachgebietsleiterin bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz war Karin Birgit Nohl seit 1993 für das „Freiwillige Ökologische Jahr“ (FÖJ) verantwortlich. Sie machte diese Aufgabe zu ihrer Berufung und sorgte unter anderem dafür, dass die Qualitätssicherung für das FÖJ über die Landesgrenzen Berlins hinaus organisiert wird.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Dienst trug sie maßgeblich dazu bei, dass bundesweit eine ökologische Variante des neu geschaffenen Bundesfreiwilligendienstes entstand. Karin Nohl baute als stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Ökologische Freiwilligendienste (FÖF e.V.) erfolgreich eine Zentralstelle auf, die den Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) in Deutschland erst möglich machte. Für ihr herausragendes Wirken zugunsten der Ökologischen Freiwilligendienste verleiht die Stiftung Naturschutz Berlin Karin Birgit Nohl den Berliner Naturschutzpreis 2015 in der Kategorie „Ehrenpreis".

 

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