Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Beschluss des letzten Ministerrates der ehemaligen DDR zum Nationalparkprogramm jährt sich heute zum 25. Mal. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks würdigte in ihrer Eröffnungsrede die ostdeutschen Naturschützer, die in den Turbulenzen vor der Vereinigung die historische Gelegenheit genutzt hatten, 4,5 Prozent der Fläche der DDR unter Schutz zu stellen.

Eingang zum Nationalpark Hainich in Lauterbach (Foto: Uwe Glaubach / Wikimedia)

Neben Reisefreiheit, Meinungsfreiheit und Rechtsstaat war es gerade auchder Umwelt- und Naturschutz, der so viele Bürgerinnen und Bürgerpolitisiert hatte und damit auch zu einem zentralen Thema der politischen Opposition im Herbst 1989 wurde. In ihrer Rede würdigte Hendricks die Initiatoren des Nationalparkprogramms. Dazu zählen Prof. Michael Succow, der später für sein Naturschutz-Engagement mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, Prof. Hans Dieter Knapp, Dr. Lebrecht Jeschke und Prof. Matthias Freude.

Hendricks: "Ihnen gemeinsam ist es zu verdanken, dass vor genau 25 Jahren der Ministerrat der DDR in seiner allerletzten Sitzung und als allerletzten Tagesordnungspunkt das Nationalparkprogramm der DDR beschlossen hat. Auf einen Schlag und sprichwörtlich in letzter Minute wurde die historische Chance genutzt, den Grundstein für ein System von Großschutzgebieten im wiedervereinten Deutschland zu legen."

"Großen Anteil am Erfolg hatte auch einer meiner Vorgänger als Bundesumweltminister, Prof. Klaus Töpfer", so Hendricks weiter.

 

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