Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Boden als natürliche und nicht erneuerbare Ressource ist zu schützen. Darin waren sich alle Teilnehmer des Fachkongresses „Gesunder Boden - Gesunder Gartenbau einig. Gemeinsam mit dem BMEL hatte der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) im Rahmen des internationalen Jahr des Bodens 2015 am 16. November 2015 im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft eingeladen. Diskutiert wurden Themen, wie die gute fachliche Praxis der Bodennutzung, die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, die Bekämpfung der Bodenmüdigkeit bis hin zu Bodenaspekten im urbanen Bereich.

Die Referenten berichteten über die vielseitigen Aspekte des Themas Boden - v.links Heike Nitt (Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein), Prof. Dr. Hartmut Balder (Beuth-Hochschule), Bertram Fleischer (ZVG-Generalsekretär), Prof. Dr. Otmar Löhnertz (Hoch-schule Geisenheim), Dr. Carmen Feller (Leibnitz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt e.V.), Clemens Neumann (BMEL). Nicht im Bild: Gerhard Baab (Dienst-leistungszentren Ländlicher Raum Rheinpfalz) Foto: ZVG

ZVG-Präsident Jürgen Mertz wies darauf hin, dass der Boden die Grundlage der landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Produktion sei. „Ein gesunder Boden ist die Voraussetzung für frische, regionale und saisonale Produkte des Gartenbaus und damit Basis einer gesunden Ernährung", so Mertz.

Gesunde Böden fördern die Entwicklung funktionierenden Grüns in der Stadt. Dies gilt insbesondere für dessen Kühleigenschaft. Das machte Staatssekretär Gunther Adler aus dem Bundesumweltministerium deutlich. Adler erinnerte zudem daran, dass der Boden ein Ort vielfältiger Biodiversität sei, dem immer noch nicht genug Bedeutung beigemessen werde.

Auch Clemens Neumann, Abteilungsleiter aus dem BMEL, betonte die Notwendigkeit eines gesunden Bodens für den Gartenbau. Neumann warnte vor der fortschreitenden Landversiegelung und erinnerte die Teilnehmer daran, dass die Ressource Boden endlich ist. Bis zum Jahr 2020 will die Bundesregierung den Flächenverbrauch auf maximal 30 Hektar pro Tag verringern.

Der Tagungsband zum Fachkongress „Gesunder Boden – Gesunder Gartenbau" ist in Kürze unter www.g-net.de zu finden.

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