Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Am 28. Februar 2018 fand die Fusionsversammlung des Wirtschaftsverbandes Gartenbau (WVG) e.V. (NDS/HB) und des Gartenbauverbandes Nord (GVN) e.V. (HH/SH/MV) statt. Am Abend vor geladenen Gästen und der anwesenden Fachpresse konnte Andreas Kröger, Hamburg, als erster Präsident des fusionierten Wirtschaftsverbandes Gartenbau Norddeutschland verkünden: „Es ist vollbracht! Die Gärtnerinnen und Gärtner in Norddeutschland sprechen von nun an mit einer Stimme."

Das Geschäftsführende Präsidium des WVG Nord: von links Dr. Hans Hermann Buchwald, Malente; Thomas Heinemann, Rostock; Michael Seuthe, Schneverdingen; Robert Pake, Bad Harzburg; Dirk Klefer, Augustfehn; Andreas Kröger (Präsident), Hamburg; Stefan Schulz, Papenburg; Dirk Eberlein, Neumünster.

Andreas Lohff, Lübeck, von 1999 bis 2018 Präsident des Gartenbauverbandes Nord, und Ehefrau Regina Lohff, wurde mit großem Dank stimmungsvoll verabschiedet (links Vizepräsident Dr. Hans Hermann Buchwald, rechts Präsident Andreas Kröger)

Henning Sannemann, Osnabrück, wurde im Rahmen seiner Verabschiedung durch Staatssekretär Rainer Beckedorf aus dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium geehrt. (Fotos: WVG Nord)

Den Startschuss für den neuen Verband feierten rund 100 Ehrengäste und Mitglieder im Tagungshotel Jesteburg. Grußworte aus den Bundesländern des Verbandes überbrachten

  • Dr. Rolf Bösinger, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (Bereich Wirtschaft und Innovation) der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern
  • Oliver Kumbartzky, Vorsitzender des Umwelt- und Agrarausschusses des Landtages Schleswig-Holstein
  • Rainer Beckedorf, Staatssekretär im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Niedersachsen

Der neue Verband im Norden

Kröger stellte den neuen Verband vor: „Wer ist nun dieser WVG Nord? Er ist der Unternehmensverband des Erwerbsgartenbaues in den Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Als Arbeitgeberverband ist er Tarifpartei. Geografisch reicht das neue Verbandsgebiet von Göttingen bis zur Dänischen Grenze, vom Emsland bis nach Usedom (ca. 2.400 km² mit rund 15 Mio. Einwohnern). Hier vertreten wir die Interessen von rund 900 Gartenbaubetrieben, weit überwiegend aus den Fachsparten Blumen & Zierpflanzen Produktion, Friedhofsgartenbau, Gärtnerischer Facheinzelhandel und Dienstleistung sowie Gemüsebau. Die Verbandsstruktur ist nach dem Fach- und dem Regionalprinzip aufgebaut. Gleichberechtigt neben den Fachverbänden stehen die Regionalverbände in Niedersachsen sowie die Landesgruppen Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

In der Delegiertenversammlung sind die Fachverbände und die Regionalverbände gleichberechtigt abgebildet. In seinen Fachausschüssen wird sich der WVG Norddeutschland mit den Themen „arifpolitik", „ildung und Fachkräftesicherung", „mwelt und Nachhaltige Produktion" sowie „echt und Steuern" auseinandersetzen. Netzwerke wie „TOP Ausbildung Gartenbau (TAG)" ergänzen das Arbeitsspektrum des Verbandes."

Warum Fusion?

Das Ziel der Fusion zum WVG Nord umriss Kröger wie folgt: „Darum geht es im Kern: wir wollen unsere Ziele als Berufsverband erreichen, wir wollen die Rahmenbedingungen für den Gartenbau in Norddeutschland mitgestalten. Die Interessenvertretung für den Gartenbau, die Betriebsinhaber wie die Beschäftigten, die Öffentlichkeitsarbeit für unser Produkte und Dienstleistungen, die Beratung und Betreuung unserer Mitgliedsbetriebe und -organisationen, all dies erfordert einen starken Verband. Durch den Schritt der Verschmelzung unser Verbände sichern wir in Anbetracht des andauernden Strukturwandels im Produktionsgartenbau in Deutschland und Europa unsere verbandliche Stärke und Leistungsfähigkeit. Wir sichern auch die Bezahlbarkeit dieser Leistungen aus Sicht des einzelnen Mitgliedes. Und wir profitieren voneinander: indem wir in Norddeutschland unsere Erfahrungen und Kompetenzen zusammentun, unser Netzwerk vergrößern und zugleich Schulterschluss praktizieren."

Die neue Verbandsführung

Im Rahmen der Gründungsversammlung wurde das Geschäftsführende Präsidium gewählt. Es besteht aus:

  • Präsident Andreas Kröger, Hamburg
  • Vizepräsident (VP) und Schatzmeister Dr. Hans Hermann Buchwald, Malente
  • VP Thomas Heinemann, Rostock
  • VP Michael Seuthe, Schneverdingen
  • VP Stefan Schulz, Papenburg
  • VP Dirk Klefer, Augustfehn
  • VP Robert Pake, Bad Harzburg
  • VP Dirk Eberlein, Neumünster

Der neue Verband hat mit Lutz Arnsmeyer und Dr. Frank Schoppa zwei Geschäftsführer, die jeweils mit ihren Teams die Verbandsgeschäftsstellen in Bremen und Hamburg leiten (beide Immobilien befinden sich im Verbandseigentum).

Andreas Kröger war zuvor Vizepräsident im Gartenbauverband Nord e.V. und ist seit 2006 zugleich Präsident der Landwirtschaftskammer Hamburg. Er betonte: „Wir wünschen uns die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit Ministerien, Behörden, Kammern, im ZVG und den Verbänden in Norddeutschland und reichen dafür die Hand."

Verabschiedung von Henning Sannemann (WVG) und Andreas Lohff (GVN)

Kröger dankte den Präsidenten Henning Sannemann, Osnabrück, und Andreas Lohff, Lübeck, für ihre erfolgreiche, langjährige Arbeit an der Spitze ihrer Landesverbände und für ihre kollegiale Verbandsführung. „Besonderer Dank und Hochachtung verdient jedoch die historische Leistung der Verbandsfusion. Ihr ward die Schrittmacher der Zusammenarbeit und habt die gesamtnorddeutsche Vision nie aus den Augen verloren."

Die Laudatio auf Henning Sannemann trug Horst Rechter, Hannover, vor. Neben dem Dank für die erfolgreiche Verbadsführung hob Rechter vor allem die offene und angenehme Art Sannemanns in der langjährigen Zusammenarbeit hervor.

In seiner Laudatio auf Andreas Lohff betonte Dr. Hans Hermann Buchwald, Malente, die Meilensteine erfolgreicher Verbandsarbeit genauso wie die angenehme und zugewandte Art Lohffs. "Andreas Lohff ruht in sich; irgendwie fühlt man sich wohl in seiner Gegenwart, ob im Gespräch oder wenn er eine Sitzung leitet."

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