Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Bayerns einzigartige Regionen ziehen Urlauber aus aller Welt an. Ein neues Förderprogramm des Umweltministeriums unterstützt die bayerischen Kommunen dabei, Tourismus und den Schutz von Natur und Umwelt in Einklang zu bringen und zu entwickeln.

Die neuen Richtlinien zur Förderung von umwelt- und klimaverträglichen Naturerlebnis- und Naturtourismusangeboten in bayerischen Kommunen (FöRNatKom) fördern kommunale Maßnahmen von umwelt- und klimaverträglicher Naturerlebnis- und Naturtourismusangeboten. (© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

Dazu betonte Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber heute in München: "Bayern ist ein Tourismusland. Wir wollen, dass die Menschen unsere wunderbare Natur genießen und sie gleichzeitig schützen und verstehen. Für einen natur- und klimaverträglichen Tourismus setzen wir mit unserem neuen Förderprogramm für Naturtourismus ein starkes Zeichen: Wir wollen die Kommunen motivieren, touristische Angebote und Wertschöpfung maßgeschneidert und vor allem nachhaltig zu gestalten. Das Programm bietet vielfältige Ansatzpunkte für individuelle Konzepte: Landkreise, Städte, Märkte und Gemeinden können passende Lösungen für den Tourismus vor Ort entwickeln – von Winterwanderwegen über Waldzeltplätze bis zu Mountainbike-Trails."

Ziel des Förderprogramms ist, den Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung von innovativen touristischen Angeboten zu helfen, die den Schutz von Klima, Umwelt und Natur berücksichtigen. Gefördert werden können beispielsweise Stellen für Projektmitarbeiter, die Naturtourismusangebote erarbeiten. Aber auch konkrete Einrichtungen zur Naturbeobachtung, das Anlegen von Naturerlebnisrouten oder Machbarkeitsstudien und Modellprojekte für Wander- und Rufbusse sind förderfähig. Damit soll auch die Wertschöpfung vor Ort gestärkt werden.

Das Förderprogramm startet am 1. Oktober. Es unterstützt die Kommunen bei der Entwicklung natursensibler Tourismusformen mit jeweils bis zu 200.000 Euro. Die geförderten Maßnahmen müssen Bestandteil eines kommunalen naturtouristischen Gesamtkonzepts sein. Die Fördersätze betragen in der Regel zwischen 30 und 50 Prozent. Im Haushaltsplan des Freistaats Bayern stehen für das Förderprogramm Mittel von rund 1 Million Euro zur Verfügung. Anträge können bei den jeweiligen Bezirksregierungen einreicht werden.

Naturtourismus fördert das Bewusstsein für den Erhalt von Natur und Landschaft und gibt Impulse für umweltfreundliches Wirtschaften. Deshalb hat das Umweltministerium bereits 2016 gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium den Wettbewerb "Modellregion Naturtourismus" gestartet. Ziel des Wettbewerbs war, naturtouristische Angebote verschiedener Träger und Einrichtungen besser zu vernetzen, neue attraktive Angebote zu entwickeln und gezielt zu vermarkten. In diesem Rahmen entstehen aktuell beispielsweise im Landkreis Miesbach das neue Naturerlebnisangebot "Nacht und Sterne" sowie Besucherlenkungsmaßnahmen an Rotwand, Hirschberg und Taubenberg.

Vielfältige Anregungen für einen attraktiven Naturtourismus sind auch im Leitfaden "Tipps und Beispiele für erfolgreiche Naturerlebnisangebote" des Bayerischen Umweltministeriums zu finden.

Weitere Informationen zum Förderprogramm, zum Leitfaden und zum Thema Naturtourismus: siehe Link

 

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