Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die neuen Teleskoplader für die Landwirtschaft von JCB treten mit mehr Hubkapazität, Steigerungen in puncto Sicherheit und Fahrerkomfort und einer Command Plus-Kabine der nächsten Generation an. Das Angebot richtet sich vor allem an landwirtschaftliche Betriebe und Besitzer, die ihre Maschine selber fahren.

Neue Teleskoplader-Serie III mit Command Plus-Kabine (Foto: JCB)

Für die neue, um ganze 50 % leisere Kabine wurden ausführliche arbeitswissenschaftliche Studien unternommen. Im großen Stil wurden Fahrer befragt, was sich der anspruchsvolle Bediener in Bezug auf Sicht, Komfort, Kontrolle und praktischen Nutzen wünscht.

Das Ergebnis lässt sich sehen: mehr Platz, aufgeräumte Bedienelemente und um einiges mehr gezielt nutzbarer Stauraum. Das tiefsitzende Armaturenbrett und eine bis über den Kopf des Bedieners gezogene Verglasung lassen beste Sicht auf die Vorderräder und den davorliegenden Bereich sowie um 14 % weiter nach oben auf die gehobene Schaufel oder Gabel.

Die neue Teleskoplader-Serie III resultiert aus schrittweisen Produktverbesserungen über die letzten sechs Jahre, mit denen JCB seine marktführende Stellung in puncto Technik, Leistung und Kraftstoffeffizienz im Teleskopladersegment untermauert. Die neuesten Verbesserungen statten die Kabine mit Geräumigkeit, Geräuschpegel, Klimatisierung und Rundumsicht auf höchstem Niveau aus.

Zu den Neuerungen gehören:

  • Neue Command Plus-Kabine – geräumiger, bessere Sicht, leiser, komfortabler
  • Mehr Hubkapazität bei allen 6-, 7- und 9,5-m-Modellen im Teleskopladerprogramm
  • Optional hydraulische Niveauregulierung („Sway“) an der Vorderachse zum präzisen Absetzen der Ladung
  • Druckentlastung für den Anbaugerätwechsel, in der Kabine und außen an der Maschine bedienbar
  • Neue Farbgebung und „Loadall“- und „JCB“-Schriftzüge bei insgesamt vertrautem Erscheinungsbild

Tim Burnhope, Chief Innovation and Growth Officer bei JCB: „Vor gut 40 Jahren präsentierte sich der JCB Teleskoplader dem Landwirt als Revolution für die mechanisierte Materialbewegung. Sukzessive technische Innovationen, seien es JCB Motoren, intelligente Hydraulik oder fortschrittliche Getriebe, haben den Teleskoplader seitdem zu einer Maschine gemacht, die an Produktivität, Leistung, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit schwer zu übertreffen ist.“

„Die neueste Entwicklungsstufe des Teleskopladers war den typischen Anforderungen des Fahrers im landwirtschaftlichen Betrieb gewidmet – die neue Command Plus-Kabine ist leiser, breiter und länger, mit verbesserter Sitzposition, Bedienelementen, die einfach zu finden und zu verwenden sind, und dazu einem größeren Anzeigedisplay mit mehr Funktionen.“

„Das Command Plus-Design bietet eine beispiellose Sicht nach vorn und oben, und wir glauben, dass dies neue Maßstäbe für produktives Arbeiten setzt, genauso wie für Sicherheit und für Bedienkomfort – bei dieser Kabine gibt es keine Kompromisse.“

Die neue Reihe

Vier Modelle der neuen JCB Teleskoplader-Serie III wurden mit einer im Vergleich zu den Vorgängern um bis zu 200 kg höheren Tragfähigkeit ausgestattet: der 538-60 mit 6 m Hubhöhe, der 532-70 und 542-70 mit 7 m und der 536-95 High-Lift mit 9,5 m Hubhöhe. Dem hubstarken 560-80 für den Massengutumschlag bleiben 8 Meter Hubhöhe und eine Tragfähigkeit von 6 Tonnen erhalten, ebenso dem 536-70 LP das niedrige Profil für die Arbeit in Geflügelställen und anderen höhenbeschränkten Anwendungen.

Varianten wie AGRI (inklusive AGRI Smart Power und AGRI TorqueLock 4), AGRI Plus, AGRI Super und AGRI Pro mit verschiedenem Funktions- und Ausstattungsumfang bleiben, ebenso Optionen wie LED-Lichtpakete, Anhängekupplungen und Frontanbaugeräte aus dem umfangreichen JCB AGRI-Anbaugeräteprogramm.

An den Antriebsaggregaten ändert sich nichts – die JCB EcoMAX-Motoren mit 4,4 Liter und 4,8 Liter Hubraum warten mit einer Leistung von wahlweise 55 kW, 81 kW, 93 kW oder 108 kW (75 PS, 109 PS, 125 PS oder 145 PS) auf.

Dafür verbessert ein neues 40-km/h-TorqueLock 4-Gang-Lastschaltgetriebe mit Wandlerüberbrückung in allen 4 Gängen für den Motor mit 81 kW (109 PS) Leistung und Kraftstoffverbrauch beim Fahren und Schleppen im Vergleich zum klassischen 30-km/h-4-Ganggetriebe.

Das automatische 6-Gang-Lastschaltgetriebe JCB Torque Lock ebenso wie das Hydrostat-/Lastschaltgetriebe JCB DualTech VT, jeweils bis 40 km/h, bleiben unverändert im Angebot.

Command Plus-Kabine

Neben der neuen Farb- und Schriftzuggestaltung unterscheidet sich die Teleskoplader-Serie III am auffälligsten durch die Command Plus-Kabine. Ihre Fertigung soll nach Anlauf der Produktion in ein neues, 50 Millionen £ teures Werk für JCB Kabinensysteme verlagert werden, das zur Zeit unweit anderer JCB Fertigungs- und Montagewerke in Uttoxeter, Staffordshire im Bau ist.

Die neue Kabine bietet unter anderem:

  • „JCB Command“-Fahrerposition als durchgängiges Konzept bei allen JCB Produkten
  • Die einstellbare und zum einfachen Ein- und Aussteigen wegklappbare Lenksäule kehrt anschließend wieder in ihre ursprüngliche Position zurück
  • Einteilige, gewölbte Verglasung über Frontscheibe und Dach
  • Vollverkleideter Innenraum in hoher Qualität und um 50 % auf erstklassige 69 dBA reduziertem Lärmpegel
  • Klassenbestes Innenraumvolumen – durch zusätzliche Länge und Breite um 12 % vergrößert
  • Vier Scheibenwischer halten 92 % der Front- und Dachscheibenfläche frei von Nässe, Schlamm und Staub
  • Neue Klimaanlage, optional mit automatischer temperaturgesteuerter Klimaregelung
  • Optimierte Luftverteilung für Frontscheibe, Fahrer oder beidem und Funktion zur schnellen Entfeuchtung/Entfrostung
  • Türdichtungen aus Gummi und Kabinenrahmenprofil speziell gegen das Eindringen von Lärm und Staub
  • Größeres, verbessertes Armaturendisplay, nach Funktionen gruppierte Bedienelemente

Zusätzliche 60 % gezielt nutzbarer Stauraum, u. a. entnehmbarer Behälter für Unterlagen, Werkzeuge, Verpflegung und Getränke Mehr ...

  • Handy-Halterung, Bluetooth, integriertes Mikrofon und Lautsprecher für Freisprechen und Audio

Ergonomische Studien

Das neue Kabinendesign folgt der „Driver's Command Position“-Philosophie von JCB. Ziel umfangreicher Untersuchungen zur Ergonomie ist ein Fahrerstand, der Bedienern unterschiedlicher Staturund Größe den ganzen Tag über ein komfortables, effizientes und ermüdungsfreieres Arbeiten ermöglicht.

Dazu gehören optimale Positionen für Fahrersitz, Ein- und Auslassdüsen für die Kabinenbelüftung sowie die ergonomische Form und Position von Instrumenten und Bedienelementen. Das Konzept trägt zu mehr Komfort und Effizienz für den Fahrer bei, aber auch zu einer Standardisierung der Arbeitsumgebung unter zahlreichen JCB Maschinen. So entsteht für Bediener, die mit JCB Teleskopladern, Radladern und Traktoren arbeiten, eine einheitliche und vertraute Umgebung, die ihnen die schnelle Orientierung ermöglicht.

Tim Burnhope ergänzt: „Wer in einem Teleskoplader der neuen GenerationPlatz nimmt, findet dieselbe einstellbare und wegklappbare Lenksäule, Belüftungsdüsen und Bedienelemente an derselben Stelle, nach Funktionen zusammengelegt, wie bei unseren JCB Fastrac-Traktoren und Radladern. Durch die vertraute Umgebung findet sich der Bediener auf den heute mit einer Vielzahl von Bedienfunktionen ausgestatteten Maschinen schneller zurecht.“

Rundumsicht

Bei der Konzeption der neuen Command Plus-Kabine konnten die JCB Ingenieure auf der legendären Rundumsicht aus den Teleskopladern – speziell nach rechts dank tief angesetztem Ausleger und kompakter Motorhaube – aufbauen und sich zur Optimierung von Produktivität, Sicherheit und Arbeitskomfort auf die Sicht nach vorn und oben konzentrieren.

„Eine Glasscheibe mit durchgehendem Wölbungsradius wäre die einfachste Lösung gewesen, wurde aber verworfen, weil die Frontscheibe dann zu nah am Gesicht des Fahrers gewesen wäre“, so Tim Burnhope.

„Also haben wir uns für eine komplexere Lösung entschieden, bei der sich der Radius so ändert, dass ein großzügiges Raumgefühl hinter dem Lenkrad entsteht, ohne dass die Sicht verzerrt wird, und ein durchgehendes Sichtfeld von der tiefliegenden Unterkante der Scheibe bis zur Oberkante über dem Kopf des Bedieners entsteht.“

Für die um 14 % erweiterte Sicht nach oben sorgen auch die angewinkelten Querträger des innenliegenden FOPS-Rahmens. Vier Wischer mit Waschdüsen halten 92 % dieser Glasfläche frei von Regen, Schmutz und Staub, eine fünfte Wischwascheinheit reinigt das Heckfenster.

Logische Bedienung

In den neuesten Teleskopladern findet sich der gewohnte elektrohydraulische Joystick zur Steuerung von Ausleger und Anbaugerät, Vorwärts-/Rückwärtsschaltung sowie Zusatzhydraulikversorgung an das Auslegerende. Der Joystick befindet sich entweder rechts vom Fahrersitz oder am luftgefederten Sitz selbst.

Das frühere Kippschalterfeld ist robusten Schaltergruppen mit Gummimembran gewichen. Der Großteil ist entlang des Joysticks angeordnet, ebenso wie ein Drehschalter für die Menünavigation und Funktionswahl in dem neuen tabletähnlichen Instrumentendisplay, das vor der rechten Kabinensäule „schwebt“.

Bei AGRI Pro-Versionen mit dem Hydrostat-/Lastschaltgetriebe DualTech VT (Variable Transmission) sind die elektrischen Bedienelemente zur unabhängigen Steuerung von Motordrehzahl und Fahrgeschwindigkeit im Flexi-Modus jetzt mit der Fingerkuppe zu bedienende Wippschalter im Ende der Armlehne.

Heizung, Kühlung und Lüftung

Vor dem Fahrer sind nur noch die Bedienelemente für die Klimaanlage, jetzt wahlweise mit Klimaautomatik, übrig geblieben. Das Lüftungssystem mit 10 % höherem Luftdurchsatz ist komplett neu.

Ein Drehregler dient zum Einstellen der gewünschten Temperatur, mit Gummimembranschaltern stellt der Fahrer die Gebläsestufe und den Luftstrom an Füße, Körper, Gesicht und/oder Frontscheibe ein und wählt in besonders staub- oder geruchsbelasteter Umgebung Umluftbetrieb aus.

Mit einem „Auto-Defrost“-Schalter wird die gesamte Anlage automatisch auf 66 % schnelleres Entfeuchten bzw. Enteisen aller Kabinenfenster als vorher umgestellt, sodass die Arbeit früher aufgenommen werden kann. Die neue Kabine verfügt über eine zweigeteilte Tür – sie stand für viele Bediener, die bei der Arbeit gern viel frische Luft haben, oben auf der Wunschliste.

Aufbewahrungs- und Vernetzungsmöglichkeiten

Bei Fahrzeugen, die im modernen landwirtschaftlichen Betrieb derart viel genutzt werden, müssen auch die praktischen inneren Werte stimmen. Dem trugen die Konstruktuere des Teleskopladers mit zusätzlichen Ablagemöglichkeiten in der Kabine Rechnung, zu denen jetzt ein großer, herausnehmbarer Behälter hinter dem Sitz für Dokumente, leichte Handwerkzeuge oder Brotdose gehört.

Es gibt Flaschen- und Becherhalter – letztere mit einem Ablauf nach außen – und flache Ablagen hinten neben 12-V- und USB-Buchsen für das Laden und den Anschluss von Geräten an das Multimediasystem.

Eine spezielle Handy-Halterung über dem neuen, tabletähnlichen 7-Zoll-Instrumentendisplay ermöglicht die Nutzung des Mobiltelefons für die Satellitennavigation und zum Freisprechen über Bluetooth, das in die rechte Kabinensäulenverkleidung integrierte Mikrofon und zwei Lautsprecher hinter dem Bediener.

Vertrautes Erscheinungsbild

Trotz der neuen Farbkomposition und Markenbeschriftung bleiben diese Teleskoplader optisch ein typischer „JCB“.

Die Motorhaube über dem mittig angeordneten JCB EcoMAX-Motor und der kompakten Abgasnachbehandlungseinrichtung ist jetzt komplett gelb passend zum übrigen Landwirtschaftsprogramm von JCB. Der Streifen an der Gürtellinie kennzeichnet die Modellzugehörigkeit.

Der „JCB“-Schriftzug ist erstmals permanent in die Seite der unteren Motorabdeckung und die Wartungszugangsabdeckung am Heck der Maschine geprägt.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

JCB Deutschland GmbH

Graf-Zeppelin-Str. 16
51147  Köln
Deutschland

Tel.: +49 (0)2203/9262-222
Fax: +49 (0)2203/9262-4-222

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Web: http://www.jcb-baumaschinen.com

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