Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Geglückte Staffelstabübergabe der PEFC-Waldhauptstadt 2018, Heidelberg, an den neuen Titelträger im Jahr 2019, Wernigerode. Heidelberg hat am 05.02.2019 damit offiziell den Titel Waldhauptstadt an die 2019er PEFC-Waldhauptstadt Wernigerode weitergereicht.

Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert (m.) erhält den Staffelstab von Florian Haensel (Leiter der Abteilung Forst Heidelberg, r.) und die offizielle Urkunde „PEFC-Waldhauptstadt 2019“ von Prof. Dr. Andreas W. Bitter (Vorsitzender PEFC Deutschland, l.). © Stadt Wernigerode, Petra Bothe

Eine Heidelberger Delegation in Person von Florian Haensel und Thorsten Stephan vom Landschafts- und Forstamt Heidelberg waren dazu eigens nach Wernigerode gereist. Im Gepäck hatte Florian Haensel neben guten Wünschen auch einen echten Staffelstab aus Buchenholz, den er an Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert überreichte. Im Nachgang übergab Prof. Dr. Andreas W. Bitter, Vorsitzender von PEFC Deutschland, in Wernigerodes Wald am Schlosshotel die Urkunde "PEFC-Waldhauptstadt 2019".

Die im Jahr 2011 ins Leben gerufene Auszeichnung "PEFC-Waldhauptstadt" thematisiert unter anderem die besondere Verbindung zwischen Wald und Gesellschaft. Prof. Dr. Andreas W. Bitter, PEFC-Vorsitzender, sagte: „Wald war immer schon wichtig für eine ganz Reihe zusätzlicher Leistungen wie Bodenschutz, Naturschutz, Artenschutz und Erholung. Diese Leistungen werden seitens der Gesellschaft immer weiter angenommen. Multifunktionale Forstwirtschaft und die Ansprüche der Gesellschaft an den Wald müssen zu einem erfolgreichen Kompromiss zusammengeführt werden. Wernigerode ist dabei ein sehr vorbildliches Beispiel.“

Oberbürgermeister Peter Gaffert dankte zunächst dem Gremium für die Vergabe des Titels „PEFC-Waldhauptstadt 2019“ an die Stadt Wernigerode. „Damit wird Wernigerodes langanhaltendes, langjähriges Engagement anerkannt. Der Wald hat an gesellschaftlicher Bedeutung gewonnen. Als Erholungswald spielt er eine ganz besondere Rolle in Wernigerode und in der Harzregion. Der Wald ist unabhängig von der Jahreszeit immer ein attraktives touristisches Ziel und ist neben einer schönen Stadt immer ein wichtiges Pfand“, so Gaffert. Er verwies weiterhin auf die Vielzahl von Veranstaltungen, die im Rahmen der Waldhauptstadt in diesem Jahr in Wernigerode stattfinden werden.

Waldhauptstadt 2019 – und los geht’s

Mit der Titelübergabe fällt der Startschuss für das Aktionsjahr „Wernigerode ist Waldhauptstadt 2019“. Im Laufe des Jahres sind viele verschiedene Projekte geplant, so zum Beispiel Pflanzungen von jungen Flatter-Ulmen und Fichten mit verschiedenen Grundschulen und Kindergartengruppen anlässlich des „Baumes des Jahres 2019“, eine Übernachtung im Wald im Rahmen des Ferienpasses und Aktionsangebote in den zertifizierten Waldfuchs-Kitas. Zudem stiftet PEFC neben dem Titel tausend Forstpflanzen, die beim Aktionstag „Waldwandel mit PEFC“ von Bürgerinnen und Bürgern sowie Schülern der Stadt Wernigerode gepflanzt werden sollen.

Hintergrundinformationen zum Wettbewerb „PEFC-Waldhauptstadt“

Im Rahmen des Wettbewerbs konnten Städte und Gemeinden, die sich in besonderer Form für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung engagieren sowie auf eine langjährige Bewirtschaftung ihrer Wälder nach den PEFC-Standards zurückblicken können, ihre Bewerbung zur PEFC-Waldhauptstadt einreichen. Dem Aufruf folgten insgesamt fünf Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland, die neben der PEFC-Zertifizierung des Gemeindewaldes eine Vielzahl an weiteren Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit vorstellten. Die Jury, die aus den Mitgliedern von PEFC Deutschland e.V. bestand und sich somit unter anderem aus Vertretern des Waldbesitzes, der Holzwirtschaft sowie Umweltverbänden und Gewerkschaften zusammensetzte, wählte Wernigerode auf Platz 1. In den vergangenen Jahren wurden folgende Städte und Gemeinden ausgezeichnet: Heidelberg (2018), Brilon im Sauerland / Nordrhein-Westfalen (2017), Ilmenau / Thüringen (2015), Freiberg / Sachsen (2013), Rottenburg am Neckar / Baden-Württemberg (2012) und Augsburg (2011).

 

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