Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Mit der traditionellen Freisprechung haben 33 junge Frauen und Männer ihre Ausbildung im Beruf Gärtner/-in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau erfolgreich beendet. Auf der Abschlussfeier am 21. Februar 2019 an der DEULA Bayern in Freising wurden sie durch Martin Gaissmaier, Mitglied des erweiterten Präsidiums im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern), offiziell von den Rechten und Pflichten der Ausbildungsjahre freigesprochen.

v.l.n.r.: Angela Vaas, Leiterin der Abteilung Gartenbau am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut, bei der Ehrung der drei besten Prüfungsabsolventen im Beruf Landschaftsgärtner/in: Philipp Dietz, Natur + Stein Landschaftsbau GmbH, Jonas Schade, Gerd Virgens Landschaftsbau GmbH, und Lena Lenzewski, Gaissmaier Landschaftsbau GmbH & Co. KG. Mit auf dem Foto Dr. Helmut Nebel, Schulleiter des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Höchstädt a.d. Donau, Martin Gaissmaier, Mitglied des erweiterten Präsidiums im VGL Bayern, Prof. Dr. Silke Rossipal-Seifert, Beauftragte für den dualen Studiengang Landschaftsbau und -Management an der HSWT, Peter Baur, Schulleiter der Städtischen Berufsschule für Gartenbau, Floristik und Vermessungs-technik München, Tony Maier, Vorsitzender des Prüfungsausschusses Oberbayern Ost, und Dr. Claudia Hafner, StMELF.

Freisprechungsfeier für die erfolgreichen Absolventen im Beruf „Gärtner/in", Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, am 21. Februar 2019 an der DEULA Bayern in Freising.

Dr. Claudia Hafner (rechts), Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, bei der Ehrung von Hubert Fischer, Geschäftsführer der Hubert Fischer Garten- und Landschaftsbau GmbH, für sein über 25-jähriges Engagement in der Ausbildung junger Landschaftsgärtner/-innen. Links Ehefrau Elisabeth Fischer. (Fotos: Jochen Henning, VGL Bayern)

Marc Schlegel, Betriebsleiter der DEULA Bayern in Freising, und Angela Vaas, Leiterin der Abteilung Gartenbau am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut, begrüßten die rund 90 Gäste im Berufsbildungszentrum. Beide gratulierten den anwesenden Absolventen zu ihren bestandenen Abschlussprüfungen und wünschten viel Erfolg auf dem weiteren Berufsweg. Auch Prof. Dr. Silke Rossipal-Seifert, Beauftragte für den dualen Studiengang Landschaftsbau und -Management an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), äußerte ihre Wertschätzung für die Leistungen der jungen Fachkräfte und betonte die sehr guten Berufsaussichten in der Branche Garten- und Landschaftsbau.

In seinem Grußwort ging Martin Gaissmaier auf das soeben beendete Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen" ein. Die hohe Beteiligung der bayerischen Bürgerinnen und Bürger am Volksbegehren mache das starke Interesse an Grün und Umwelt deutlich. Dabei dürften die darin beschriebenen Forderungen nicht nur an die Landwirtschaft gerichtet sein, sondern beträfen viele weitere Bevölkerungskreise. „Wir erleben immer wieder, dass Eigentümer ihre Vorgärten mit versiegelndem Betonpflaster und vermeintlich pflegeleichten Schotterflächen gestalten. Die allenfalls mit vereinzelten Solitärgräsern oder Buchskugeln bepflanzten Steinwüsten begünstigen sicherlich nicht die Artenvielfalt und bieten keine Lebensräume für Insekten. Diese Haltung macht auch das Sankt-Florians-Prinzip deutlich, wonach immer andere etwas für die Natur machen sollen", beschreibt Gaissmaier seine Beobachtungen. „Mit der seit zwei Jahren laufenden Initiative „Rettet den Vorgarten" wirken wir verbandseitig diesem Trend zur Verschotterung entgegen und setzen uns damit auch für mehr Artenvielfalt ein", ergänzt das Präsidiumsmitglied im VGL Bayern. Schließlich appellierte er an die frischgebackenen Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner: „Helfen Sie mit, wo es möglich ist, sei es bei der Planung, der Pflege oder dem Bau von Haus- und Vorgärten, einer Grünanlage im kommunalen Bereich oder in der freien Landschaft, die Anlagen zum Blühen zu bringen. Setzen Sie Ihr Wissen, Ihre Überzeugungskraft und Ihr handwerkliches Geschick ein, um naturnahe Räume zu schaffen."

Die zeremonielle Freisprechung sowie die Übergabe der Abschlusszeugnisse und Berufsurkunden an die 33 jungen Frauen und Männer, einschließlich 12 Studenten der HSWT im dualen Studiengang Landschaftsbau und -Management, bildeten den Höhepunkt des Abends. Damit obliegt den Gärtnerinnen und Gärtnern der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau auch die Verantwortung, ihr Wissen und Können weiterzugeben und sich in der Ausbildung zukünftiger Fachkräfte zu engagieren. Die besten Ergebnisse in den Abschlussprüfungen erzielten Lena Lenzewski, Gaissmaier Landschaftsbau GmbH & Co. KG in Freising, Jonas Schade, Gerd Virgens Landschaftsbau GmbH in Markt Schwaben, und Philipp Dietz, Natur + Stein Landschaftsbau GmbH in Dresden. Martin Gaissmaier honorierte die hervorragenden Leistungen im Namen des VGL Bayern mit einer besonderen Auszeichnung und einem berufsbezogenen Präsent, einer Profigartenschere.

Darüber hinaus wurde Hubert Fischer, Geschäftsführer der Hubert Fischer Garten- und Landschaftsbau GmbH, für seine Verdienste um die Branche geehrt. Fischer bildet im eigenen Betrieb in Söchtenau, Landkreis Rosenheim, seit über 25 Jahren im Beruf Landschaftsgärtner/-in aus und ist zudem seit vielen Jahren als Mitglied im Prüfungsausschuss bei gärtnerischen Prüfungen tätig. Er erhielt von Dr. Claudia Hafner, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, eine Ehrenurkunde. Darüber hinaus würdigte der VGL Bayern das große Engagement von Fischer mit einem Buchpräsent.

 

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