Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Michael Stübgen, nimmt an der Waldbegehung der Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Waldwirtschaft teil und bekräftigt die Verantwortung des Ministeriums für die Belange des Waldschutzes und der Forst- und Holzwirtschaft.

Parlamentarischer Staatssekretär Michael Stübgen (Foto: BMEL/Thomas Imo/photothek.net)

Die deutschen Wälder sind durch die Stürme und von der Trockenheit des letzten Jahres und in der Folge durch Borkenkäferbefall immer noch schwer geschädigt. Bereits im letzten Jahr sind über 30 Millionen Kubikmeter Schadholz angefallen. Das ist das viertschwerste Schadereignis in der deutschen Forstwirtschaft der letzten 30 Jahre.

„Nach unserer letzten Umfrage im April bei den Ländern wissen wir, dass weitere 13 Millionen m3 Kalamitätsholz angefallen sind und wir mit einer mit 2018 vergleichbaren Schadholzmenge rechnen müssen“, so Michael Stübgen anlässlich der Waldbegehung auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Waldwirtschaft (ANW) in Brandenburg. „Unsere Wälder müssen auch weiterhin ihre Rolle für den Klimaschutz, für die Artenvielfalt, für Arbeit und Einkommen in den ländlichen Räumen, als Lieferant des Rohstoffes und Energieträgers Holz sowie als Erholungsort erfüllen. Das können sie nur weiter so umfassend wie bisher, wenn wir sie jetzt nicht im Stich lassen.“

Deshalb hat das Ministerium bereits im letzten Jahr rasch reagiert und gemeinsam mit den Ländern zielgenaue Hilfsmaßnahmen für betroffene Waldeigentümer auf den Weg gebracht, die mit zusätzlichen 25 Millionen Euro Bundesmitteln für 5 Jahre untersetzt sind:

  • Maßnahmen zur bestands- und bodenschonenden Räumung von Schadflächen
  • verschiedene Waldschutzmaßnahmen (u.a. Überwachung, Vorbeugung und Bekämpfung von Schadorganismen, Anlage von Holzlagerplätzen zur Lagerung von Schadholz, Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Waldbränden)
  • Maßnahmen zur Wiederaufforstung, Vor- und Unterbau sowie Nachbesserung in durch Extremwetterereignisse geschädigten Beständen.

Stübgen betonte: „Eine angepasste Jagdausübung sichert den Erhalt der Wälder und fördert strukturreiche, sich natürlich verjüngende Waldökosysteme. Angesichts der abzusehenden Trockenschäden gerade an Kulturen ist das Gelingen der Wiederaufforstung besonders wichtig.“

Um auf Schäden künftig besser reagieren zu können, hat das Ministerium ein kontinuierliches Monitoringsystem über Auftreten und Entwicklung in Auftrag gegeben. Ziel ist es, möglichst zeitnah belastbare Zahlen für das Bundesgebiet zu erhalten, um bei künftigen Kalamitäten noch schneller reagieren zu können. Zudem hat das Ministerium weitere steuerliche Erleichterungen für die von den Schäden besonders betroffenen Waldeigentümer beim Finanzministerium erreicht.

 

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