Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

„Lassen Sie uns gemeinsam für den Erhalt der Natur eintreten und das Klima schützen, indem wir Bäume pflanzen!“ Mit dieser Aufforderung stellte der Bundesvorsitzende des Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN e.V., Dipl.-Ing. Hermann Dannecker, die Baumpflanzaktion seiner Organisation auf der Bundesgartenschau in Heilbronn vor.

Bäume pflanzen für mehr Klimaschutz – der DEN-Bundesvorsitzende Dipl.-Ing. Hermann Dannecker (l.) überreichte auf der Bundesgartenschau in Heilbronn Setzlinge an Friedlinde Gurr-Hirsch MdL (Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz BW), Rita Schwarzelühr-Sutter MdB (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) und Dr. Andre Baumann (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW). Foto: DEN

Im Rahmen einer Ausstellungseröffnung überreichte er drei Staatssekretären aus dem Bund und aus Baden-Württemberg symbolisch Apfelbaum-Setzlinge. Dannecker unterstrich insbesondere die Bedeutung einer schnellen und nachhaltigen Wärmewende für die Erreichung der deutschen und der internationalen Klimaziele.

Nachhaltigkeit in der Energiepolitik, beim Umwelt- und Naturschutz, beim Bauen und in der Landwirtschaft waren denn auch zentrale Themen der drei Politikerinnen und Politiker, welche die Eröffnung der Ausstellungen „Energetische Gebäudesanierung – gesellschaftliche Herausforderung und wichtiger Baustein des Klimaschutzes“ und „Brücken bauen zwischen Mensch und Natur“ begleiteten. In dieser präsentieren sich und ihre Arbeit Landschaftserhaltungsverbände aus Baden-Württemberg.

Staatssekretär Dr. Andre Baumann aus dem Stuttgarter Umweltministerium lobte deren Engagement, das besonders der Artenvielfalt zugutekomme. In diesem Zusammenhang sehe er auch die Baumpflanzaktion des DEN. Auch sie könne als Mosaiksteinchen helfen, ein Bewusstsein für mehr Klimaschutz zu schaffen. Baumann forderte in diesem Zusammenhang, den Klimaschutz im Gebäudebereich zu verankern. Er trat für steuerliche Vorteile bei Gebäudesanierungen ein, um die Sanierungsquoten zu erhöhen.

Staatssekretärin Friedlinge Gurr-Hirsch MdL aus dem Stuttgarter Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz ging auf die zahlreichen Förderprogramme ihres Hauses für ein Miteinander von Landwirtschaft und Artenschutz ein. Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte und Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen schlössen sich nicht aus.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Rita Schwarzelühr-Sutter MdB, verwies auf deutliche Zeichen des Klimawandels, wie sie in den vergangenen Jahren durch extreme Wetterereignisse sichtbar geworden sind. Sie trat für eine mutigere und konsequentere Klimaschutzpolitik Deutschlands im internationalen Kontext ein. Dazu gehörten auch deutliche Reduktionen der Treibhausgas-Emissionen im Gebäudebereich. Klimaschutz und bezahlbares Wohnen seien durchaus kombinierbar, so die Politikerin. Auch sie lobte die Initiative des DEN, Bäume zu pflanzen, als ein richtiges Symbol.

Der DEN-Vorsitzende Hermann Dannecker betonte vor allem die Bedeutung von Bäumen als CO2-Senken. Sie seien die größten Biomassespeicher der Kontinente und könnten viele tausend Tonnen organisches Material binden. Hinzu komme die Bedeutung der Bäume für Menschen. Bäume verbesserten nicht nur das Mikroklima, sondern erweiterten den Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Bäume, so Dannecker, symbolisierten das Dauerhafte in der Natur und verbänden Generationen von Menschen.

Der Ingenieur würdigte auch die Zusammenarbeit des DEN mit dem Kompetenzzentrum „Zukunft Altbau“. Dessen Leiter Frank Hettler überreichte Dannecker zum Dank eine kleine Rotbuche.

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. ist ein Zusammenschluss von rund 700 Ingenieuren, Architekten und Technikern. Alle Mitglieder verbindet das gemeinsame Arbeitsgebiet der Beratungs- und Planungsleistungen zur effizienten Energienutzung und Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebestand, der Wohnungswirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie für Kommunen. Ihre Beratung erbringen sie neutral und unabhängig.

 

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