Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Erhalt der vielfältigen bayerischen Kulturlandschaft ist eine gesamtgesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe. Um das Engagement von Waldbesitzern für den Naturschutz zu fördern und zu würdigen, startet das Bayerische Umweltministerium gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband, dem Bayerischen Waldbesitzerverband und dem Verband Familienbetriebe Land und Forst Bayern den Wettbewerb Naturschutzpartner Waldbesitzer.

Naturschutzpartner Waldbesitzer (© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

Den Startschuss haben am 17. Septemer Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, der Umweltpräsident des Bayerischen Bauernverbands (BBV), Stefan Köhler, der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands, Josef Ziegler, und der Vorsitzende des Verbands Familienbetriebe Land und Forst Bayern, Albrecht Fürst zu Oettingen-Spielberg, gegeben.

Glauber: "Der Wettbewerb 'Naturschutzpartner Waldbesitzer' soll ein weiterer Anreiz sein, sich für den Erhalt unserer heimischen Tier- und Pflanzenarten einzusetzen. Gemeinsam erzielen wir die besten Ergebnisse beim Schutz unserer Heimat. Naturnahe Wälder sind oft wahre Schatzkammern mit hoher Artenvielfalt und gehören zu den natürlichsten Lebensräumen. Mehr als die Hälfte der Wälder in Bayern wird von privaten Waldbesitzern bewirtschaftet. Sie sind wichtige Partner für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Leistungen der Waldbesitzer mit einer naturschutzorientierten Waldwirtschaft sind für die biologische Vielfalt der Wälder unverzichtbar. Eine hohe Struktur- und Totholzvielfalt garantiert beispielsweise das Überleben zahlreicher Arten – von Pilzen und Flechten bis zu Vögeln und Fledermäusen."

Das Umweltministerium unterstützt Waldbesitzer bei Maßnahmen zum Erhalt wertvoller und artenreicher Lebensräume durch das Förderprogramm Vertragsnaturschutz Wald. Im Jahr 2018 wurde dabei die Rekordsumme von 5 Millionen Euro angemeldet.

Der Wettbewerb richtet sich an alle privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer in Bayern mit Ausnahme von Kommunen, die ihre Wälder nach historischen Waldnutzungsformen bewirtschaften, am Vertragsnaturschutzprogramm Wald teilnehmen ode­r sich in besonderer Weise für die biologische Vielfalt engagieren. Ziel ist es, Möglichkeiten einer naturschonenden Bewirtschaftung in Wäldern aufzuzeigen, Kooperationen zwischen Waldbesitzern und Naturschutz zu fördern und ein vorbildliches Engagement zu würdigen. Bei diesem Wettbewerb sind neben Urkunden wieder Geldpreise im Gesamtwert von 10.000 Euro sowie Sachpreise zu gewinnen.

BBV-Umweltpräsident Köhler unterstrich: "Wälder liefern Holz und sichern Arbeitsplätze. Gleichzeitig sind sie ein wichtiger Baustein in der Biodiversität. Bauern und Bäuerinnen erbringen bereits heute über die nachhaltige Bewirtschaftung hinaus viele freiwillige Leistungen für den Erhalt der biologischen Vielfalt in unseren Wäldern. Durch den Wettbewerb 'Naturschutzpartner Waldbesitzer' wird ihr Engagement belohnt." Auch für Waldbesitzerverbands-Präsident Ziegler steht fest: "Die Waldbesitzer erbringen viele Leistungen für die Gesellschaft. Wälder sind wichtiger Holzlieferant, Erholungsraum für den Menschen und Lebensraum für unsere heimischen Tier- und Pflanzenarten. Durch den Einsatz naturschonender Bewirtschaftungen leisten die Waldbesitzer einen wichtigen Beitrag für die Biodiversität."

Die Landesfläche des Freistaats besteht heute zu mehr als einem Drittel aus Wald. "Die Waldbesitzer sind sich ihrer Verantwortung für unsere Wälder und die Lebensräume der Tiere und Pflanzen bewusst und setzen sich für den Naturschutz ein. Die damit verbundene Arbeit in den Wäldern ist anspruchsvoll und im Sinne nachhaltiger Nutzung eine Herausforderung. Der Wettbewerb ist eine große Anerkennung für ihre Leistungen", so Fürst zu Oettingen-Spielberg.

Die Auszeichnungsveranstaltung findet im 27. April 2020 in München statt. Die Bewerbungsunterlagen und alle Informationen zum Wettbewerb stehen zum Download zur Verfügung (siehe Link). Fragen zur Teilnahme beantwortet die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (Telefonnummer: 08682 8963-0). Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 23. Februar 2020.

 

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