Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

In nur drei Monaten Bauzeit stellte das Bauunternehmen der Fides Gruppe das neue Gardena Brand Center in Ulm auf die Beine – vom Aushub bis zur Schlüsselübergabe. Kompakte Hitachi-Maschinen von Systempartner Kiesel waren dabei voll in ihrem Element.

Hitachi-Kompaktbagger und Radlader im Einsatz beim Gardena Brand Center (Foto: Kiesel)

„Ein Baufenster von nur drei Monaten bis zur Schlüsselübergabe“, das war laut Heribert Wettels, Unternehmenssprecher von Gardena „die größte Herausforderung bei diesem Projekt”. Denn das Frühjahr, und damit die Gartensaison, standen vor der Tür und Mitte April 2019 sollte das Brand Center in Ulm eingeweiht werden.

Die Pagodenzelte, die bislang dazu dienten, Objekt- und Handelskunden zu empfangen, sollten zur neuen Saison Schnee von gestern sein. Der Wunsch von Gardena war, ein Brand Center zu erschaffen, das diesen Namen auch verdient. Es sollte kreativ sein, Raum für inspirierende Lebenswelten schaffen und damit die Produktrange immer wieder aufs Neue in lebendigen Präsentationen und Installationen zeigen.

Die Fides Gruppe aus Ulm wurde als Generalunternehmer mit dieser Aufgabe betraut. Von der Planung, über den Aushub der Baugrube, den Bau der Gebäude bis hin zu Innenausbau und Kostenmanagement nahm das Bauunternehmen alles in seine erfahrenen Hände. „Wir haben den Auftrag Anfang Dezember 2018 bekommen und es blieben nur rund vier Monate bis zum geplanten Eröffnungstermin“, erinnert sich Constantin Zieher, Geschäftsführer der Fides Gruppe.

Erste Hürde: schnell umsetzbares Architekturkonzept

Die erste Hürde war, ein Raumkonzept zu erschaffen, das innerhalb dieser kurzen Zeit überhaupt realisierbar war. Fides konzipierte einen hellen, farbenfrohen und fröhlichen Gebäudekomplex – aus insgesamt fünfzehn 20- und 40-Fuß-Containern. Diese sollten zu einem zweigeschossigen Hauptgebäude für die aktuelle Ausstellung und einem danebenstehenden eingeschossigen Museums-Gebäude mit Dachterasse zusammengefügt werden. Der Plan sah drum herum einen japanisch anmutenden Garten vor, der den bestehenden Baumbestand in die Gesamtgestaltung mit einbezog. Ein ähnliches Konzept hatte das Bauunternehmen bereits erfolgreich in Berlin erprobt.

Die Geschäftsleitung von Gardena ließ sich von der Idee mitreißen und gab noch vor Weihnachten grünes Licht für die Umsetzung.

Bereits am 15. Januar 2019 war der erste Spatenstich. Pünktlich dazu nahm der Winter mit zweistelligen Minusgraden, Schnee, Eis und Sturm erst so richtig Fahrt auf. Der Bau wurde darum parallel zur Ausführung projektiert. So war die Projektleitung der Bauausführung ganz agil immer nur einen kleinen Schritt voraus und man konnte sich sehr schnell und flexibel auf die aktuellen winterlichen Gegebenheiten einstellen.

Zweite Hürde: Ausheben und Modellieren in beengtem Terrain

Die fünfzehn Container sollten auf 38 Punkt-Fundamenten aufgesetzt werden. Das Gelände am Firmenstandort von Gardena in Ulm war jedoch umgeben von Gebäuden und Bäumen, die erhalten werden sollten. So setzte Fides auf ein Dream Team: den Kompaktbagger ZX26 und den kompakten Radlader ZW75-6 von Hitachi. Diese stammten zunächst aus dem Kiesel Mietpark. Fides war so begeistert von den beiden Maschinen, dass das Unternehmen sie danach von Kiesel kaufte.

Mit Kurzheck und tief heruntergezogener Panoramaverglasung bot der ZX26 die notwendige Manövrierfähigkeit auf dem beengten Gelände mit bester Sicht auf die Arbeitsumgebung. Der Bagger kämpfte sich erfolgreich durch den tief gefrorenen Boden, um die Löcher für die Punktfundamente zu graben und das Terrain zu modellieren. Der Aushub wurde anschließend von seinem Teamkollegen, dem ZW75-6 beiseite geräumt und frische Erde angefahren. Auf dem beengten Areal profitierte dieser kompakte Radlader dabei von seinem selbststabilisierenden Knick-Pendelgelenk und seiner hohen Nutzlast, durch die er sich so manche zusätzliche Fahrt einsparen konnte. „Diese beiden Maschinen haben sich für diesen Zweck als perfekt erwiesen“, resümiert Constantin Zieher.

Dritte Hürde: dem Winter trotzen

Der klirrende Winter versuchte sich diesem Projekt immer wieder in die Quere zu stellen. Frisch aufgetragener Lack platzte von den Containerwänden. Ein Wintersturm riss bedenklich an der Betonpumpe. Letztendlich konnte das Fides Team mit beherztem Einsatz und agiler Planung dieses Projekt jedoch fristgerecht beenden. Im April 2019 wurde das Gardena Brand Center eingeweiht und damit die Marke kunstvoll und aufmerksamkeitsstark in Szene gesetzt.

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