Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Zum Start der bayernweiten Pflanzaktion hatte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber im April selbst zum Spaten gegriffen und gemeinsam mit Grundschulkindern aus Rohrdorf Obstbäume auf einer kommunalen Streuobstwiese gepflanzt.

Start der bayernweiten Pflanzaktion (Foto: LfL)

Ziel der landesweiten Kampagne an allen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war es, auf die vielfältigen Leistungen der Streuobstbestände für Natur und Umwelt hinzuweisen und die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Bis Jahresende wurden im Rahmen dieser Aktionen – 66 waren es in ganz Bayern – mehr als 900 Streuobstbäume gepflanzt, darunter viele alte und regionale Sorten.

„Mit den Pflanzaktionen haben wir nicht nur viele neue Streuobst-Bestände begründet, wir haben den Menschen auch vor Augen geführt, dass jeder konkret etwas für die Artenvielfalt tun kann“, sagte die Ministerin.

Streuobstbestände gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Bayern. Rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten kommen dort vor. Im Rahmen der Aktionen wurden Landwirte, Waldbesitzer, aber auch Verbraucher, Gartenbesitzer, Kommunen, Schulen und Verbände gezielt über dieses Thema informiert. Partner der Aktionen waren Kindergärten, Schulen, Obst- und Gartenbauvereine, der Landesbund für Vogelschutz, der Bund Naturschutz, die Maschinenringe und Imker.

„Mit den vielen engagierten Akteuren werden wir auch in Zukunft dafür sorgen, dass die gepflanzten Bäume die notwendige Pflege erhalten und die Ernte verwertet wird“, so die Ministerin. Die Landwirtschafts- und Forstverwaltung hat 2019 und 2020 die Biodiversität als Themen-Schwerpunkt. Unter dem Motto „Unser Auftrag: Erzeugung gestalten – Arten erhalten“ sind auch im neuen Jahr bayernweit vielfältige Veranstaltungen geplant.

 

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