Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Freistaat ist für die Landwirtschaft ein starker Partner auch in Krisenzeiten. Aktuell fließen mit 64 Millionen Euro so viele Mittel wie noch nie in das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm (VNP). Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu heute in München:

Umweltminister Glauber eröffnet in Landshut die Wanderausstellung "Ganz meine Natur. Unser europäisches Naturerbe in Bayern" (Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

"Die Corona-Krise trifft auch die Landwirtschaft sehr hart. Freistaat und Landwirte sind starke Partner in der Krise. Mit dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm stehen wir fest an der Seite der bayerischen Landwirte. Das Vertragsnaturschutzprogramm gibt den Landwirten finanzielle Sicherheit. Wir haben die Prämien erhöht und den Fördertopf vergrößert. Die Mittel fließen sicher auch angesichts der großen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, die vor uns liegen. Insgesamt 64 Millionen Euro stellen wir 2020 für naturverträgliche Bewirtschaftung bereit. Diese Kooperation ist ein Gewinn für Landwirte und unsere Heimat."

Die diesjährige Antragstellung im VNP wurde mit dem besten Ergebnis seit Bestehen des Programms abgeschlossen. Rund 120.000 Hektar, das sind etwa 20.000 Hektar mehr als im Vorjahr, werden im Rahmen des VNP naturverträglich bewirtschaftet. Insgesamt mehr als 20.000 Landwirte haben entsprechende Anträge gestellt.

Das Bayerische Umweltministerium hat für dieses Jahr die Prämien insbesondere für Weidetierhalter, Bewirtschafter von Streuobstwiesen und Teichwirte deutlich erhöht. Glauber: "Wir stehen zu unserem Wort: Die höheren Prämien geben den Betrieben in unsicheren Zeiten wirtschaftliche Zukunftsperspektiven und Stabilität. Die EU-Kommission hat die Erhöhung der Fördersätze beim Vertragsnaturschutz inzwischen vollständig genehmigt. Das bestätigt: Wir sind auf dem richtigen Weg."

Bewirtschafter von Streuobstwiesen, Schäfer und Teichbesitzer erhalten höhere Prämien, wenn sie ökologisch wertvollste Flächen besonders naturverträglich bewirtschaften. Öko-Bauern können naturschutzfachlich wichtige Ackerflächen jetzt besser in den Vertragsnaturschutz integrieren. Die Gesamtfördersumme, mit der die bayerischen Landwirte im Rahmen des VNP für eine naturverträgliche Bewirtschaftung honoriert werden, steigt 2020 von 50 auf 64 Millionen Euro. Ein Teil der Prämien wird vom Bund und der EU getragen. Vor allem bei den Spätmahdflächen war das Interesse der Landwirte groß – allein hier kamen etwa 15.000 Hektar blütenbunte und insektenreiche Förderflächen hinzu. Damit nähert sich Bayern dem Ziel aus dem Volksbegehren plus, dass zehn Prozent der Grünlandflächen erst nach dem 15. Juni gemäht werden sollen.

Das Vertragsnaturschutzprogramm honoriert freiwillige Leistungen von Landwirten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen, beispielsweise die spätere Mahd von Wiesen zum Schutz bodenbrütender Vogelarten oder die Schafbeweidung zum Erhalt der blütenbunten Magerrasen. Die Antragstellung im Vertragsnaturschutzprogramm Wald ist noch bis 29. Mai 2020 möglich.

Weitere Informationen zum VNP im Internet (siehe Link).

 

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