Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Bundesumweltministerium und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verstärken ihre Zusammenarbeit im Naturschutz.

Bayerischer Wald (Foto: bietau – stock.adobe.com)

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) wird zukünftig das Bundesumweltministerium (BMU) bei der Umsetzung von Naturschutzprogrammen auch bei der Flächenbeschaffung unterstützen. Jochen Flasbarth, Staatssekretär des BMU, Paul Johannes Fietz, Vorstandsmitglied der BImA, und Gunther Brinkmann, Leiter des BImA-Geschäftsbereichs Bundesforst, haben heute im Bundesforstbetrieb Mittelelbe in Apollensdorf bei Lutherstadt Wittenberg eine entsprechende Rahmenvereinbarung zur künftigen Zusammenarbeit im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege unterzeichnet. Damit kann die Bundesregierung den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Insektenschutz insbesondere auf Bundesliegenschaften maßgeblich voranbringen.

Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth: „Mit dieser Rahmenvereinbarung ist es uns gelungen, noch enger mit der BImA als Naturschutzdienstleister des Bundes zu kooperieren. Dass die BImA uns Flächen für den Naturschutz beschafft, ist eine unerlässliche Hilfe, etwa entlang der Flüsse am Blauen Band Deutschland oder für die Entwicklung von Wildnisgebieten. Denn Naturschutz braucht Fläche.“

BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz: „Wir bei der BImA sind uns der besonderen Verantwortung für die Umwelt bewusst. Die Herausforderungen im Naturschutz sind nur durch gemeinsame Anstrengungen zu bewältigen, deshalb ist diese Vereinbarung ein wichtiges Signal.“

Das BMU und die BImA verbindet eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Insbesondere bei der Umsetzung von Programmen der Bundesregierung, wie der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt sowie dem Aktionsprogramm Insektenschutz, kooperieren beide Partner eng. Das gilt auch für die naturschutzfachliche Betreuung des Nationalen Naturerbes des Bundes, die bereits durch den Bundesforst, einem Geschäftsbereich der Bundesanstalt, wahrgenommen wird. In Zukunft wird die BImA das BMU bei der Umsetzung von Naturschutzprogrammen noch besser unterstützen. Das geschieht auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen im BImA-Eigentum, bei der Liegenschaftsbeschaffung, Wertermittlung sowie bei der fachlichen Betreuung.

Die Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung findet in Apollensdorf im Bundesforstbetrieb Mittelelbe statt. Auf dieser Liegenschaft startet die BImA demnächst ein Pilotprojekt zur Renaturierung der Elbaue. Im Rahmen des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ will die Bundesanstalt einen Beitrag zu mehr biologischer Vielfalt in diesem Naturraum leisten. Der Bundesforst betreibt naturverträgliches Geländemanagement und gestaltet zum Beispiel Waldränder durch gezielte Pflegemaßnahmen. So werden unter anderem auf militärisch genutzten Liegenschaften des Bundes reiche Biotopstrukturen gefördert. Rund 30.000 Hektar Fläche betreut der Bundesforst als Nationales Naturerbe des Bundes naturschutzfachlich. Um die wertvollen Offenlandflächen zu erhalten, werden beispielsweise Gehölze entnommen und Feuermanagementmaßnahmen fachkundig durchgeführt.

Hintergrundinformationen zur BImA

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist das zentrale Immobilienunternehmen des Bundes. Es gehört zum Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeriums und handelt nach den modernen Standards der Immobilienwirtschaft. Sitz der Zentrale ist Bonn. Aufgabenschwerpunkte sind das einheitliche Immobilienmanagement des Bundes, Immobilienverwaltung und -verkauf sowie die forst- und naturschutzfachliche Betreuung der Geländeliegenschaften.

 

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