Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Eine Sitzbank im Freien, die selbst bei Regen nicht nass wird? Was seltsam klingt, ist bei der bahu GmbH bereits Realität. Das Unternehmen entwickelt und produziert Sitzgelegenheiten für den Außenbereich, auf die sich jeder Passant auch unmittelbar nach einem Schauer setzen kann, da die Sitzfläche nicht nass wird.

Sitzgelegenheiten für den Außenbereich (Fotos: bahu GmbH)

Ein patentierter Mechanismus sorgt dafür, dass sich die Rückenlehne automatisch nach dem Aufstehen einklappt. Dadurch bleibt die Sitzfläche von Schnee oder Regen unberührt und die Witterung steht einer ganzjährigen Benutzung nicht im Weg. Zusätzlich schützt die robuste Verarbeitung aus KTL-Grundierung und pulverbeschichtetem Stahl die Bank vor Korrosion. Natürliche Verschmutzung, Moosbefall und Verrotten der Sitzbeläge gibt es nicht mehr. Somit verringert sich auch der Wartungsaufwand und die

Patentierte, klappbare Rückenlehne schützt vor jeglicher Witterung

Damit die Sitzfläche trocken bleibt, ist die Rückenlehne bei Nichtbenutzung immer eingeklappt. Um sich hinzusetzen, braucht sie lediglich angehoben und nach oben gedrückt zu werden. Dies ist aufgrund der guten Laufführung sehr einfach und auch für Kinder oder Senioren ohne Anstrengung zu bewältigen. In der finalen Position rastet die Lehne dann ein und bleibt geöffnet, solange man darauf sitzt. Nach dem Aufstehen löst sich die Bremse automatisch und die Lehne legt sich sanft über die Sitzfläche. „Die nötige Laufruhe beim Öffnen und Schließen wird durch eine Rotationsbremse gewährleistet, die auch für ausreichend Widerstand sorgt, damit die Rückenlehne nicht einfach durch den Wind angehoben werden kann“, erklärt Nägele. Aufgrund der rein mechanischen Konstruktion sowie der Lagerung in zwei Edelstahl-Kugellagern bleibt die Abnutzung gering und eine regelmäßige Wartung ist nicht notwendig.

Die drei Standard-Modelle unterscheiden sich in ihren Wangenformen „Urban“, „Park“ und „Lounge“ und werden als ein-, zwei- oder dreisitzige Variante angeboten. Die Stahlflächen sind KTL- und pulverbeschichtet, wodurch die Oberflächen unempfindlich gegen Kratzer und Korrosion sind. „Natürlich können wir auch alle anderen RAL-Farben auf die Oberflächen bringen“, erläutert Nägele. „Dadurch lassen sich Wangen und Deckel farblich nicht nur nach eigenen Vorstellungen planen, sondern auch sehr gut auf das Corporate Design von Unternehmen oder das gestalterische Konzept von Kommunen abstimmen. Selbst die Nutzung als Werbefläche ist möglich.“ Als klassischer Belag für die Sitzfläche wiederum dient hochwertige Eiche, die mit einem Holzschutz-Öl lasiert ist, um das Material dauerhaft zu schützen. Es bietet sich aber auch die Möglichkeit, die Sitz- und Lehnflächen mit Outdoor-Stoff zu polstern und zu beziehen. Zudem lässt sich der Sitzbelag der bahu Bänke mit Wollflilz ausstatten, was gerade in ganzjährig kühlen Gegenden von Vorteil ist.

Die Sitzgelegenheit wird nicht morsch und muss ersetzt werden wie herkömmliche Modelle. Zudem bietet bahu die Möglichkeit der Individualisierung: So ist die Bank in verschiedenen Größen und Farben sowie mit unterschiedlichen Polsterstoffen und Wollfilz erhältlich. Weitere mögliche Anpassungen umfassen Werbeaufdrucke und die Installation einer Ladestation für das Handy.

Sitzbänke, wie man sie häufig in Parks, auf Friedhöfen, in Fußgängerzonen oder an öffentlichen Plätzen findet, werden durch Regen, Sonne, Nebel und Schneefall stark bewittert. Außerdem trocknet die Sitzfläche nach einem Regenguss nicht schnell genug, um direkt wieder benutzt werden zu können. Im Winter ist sie von einer dicken Schneedecke bedeckt, die ein Passant vor dem Hinsetzen nicht erst wegschaufeln will. Hinzu kommt, dass einfache Sitzbänke mit der Zeit Moos ansetzen können und das Material verwittert, sodass die Bank in regelmäßigen Abständen erneuert werden muss.

„Gerade weil solche herkömmlichen Varianten nicht für eine lange Nutzbarkeit gemacht sind und häufig das Sitzen aufgrund der Feuchtigkeit und Verschmutzung gar nicht zulassen, war es mir ein dringendes Anliegen, eine robuste und nachhaltige Alternative zu finden“, berichtet Hubert Nägele, Geschäftsführer der bahu GmbH und Erfinder der ersten Sitzbank, die immer trocken bleibt. „Ich habe anfangs damit begonnen, erste Konzepte am Reißbrett zu entwerfen und den Mechanismus anhand von Prototypen für die Praxis funktionsfähig zu machen.“

Das mechanische Schließprinzip der einklappenden Rückenlehne konnte die bahu GmbH 2017 patentieren lassen. Um die Robustheit und Langlebigkeit der Konstruktion sicherzustellen, wurden die Sitzgelegenheiten verschiedenen Umwelteinflüssen und klimatischen Bedingungen ausgesetzt – unter anderem überwinterten solche Bänke auf einer Skihütte. Mittlerweile sind Design und Prinzip der bahu-Bank ausgereift und bietet zahlreiche Möglichkeiten der Anpassung.

Sitzbank mit Handyladestation kombinierbar

Obwohl die Bank in ihrer jetzigen Form äußerst beständig und funktional ist, wird bei der bahu GmbH stets an Verbesserungen und Anpassungen getüftelt, um das zugrundeliegende Konzept auf neue Bereiche anwenden und die Einsatzmöglichkeiten erweitern zu können. Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten wurden beispielsweise Möglichkeiten der Digitalisierung von Sitzbänken untersucht, insbesondere da immer mehr Städte und Kommunen den Ausbau des öffentlichen WLANs vorantreiben. Als erste Konsequenz daraus bietet bahu nun die Möglichkeit, die Bänke mit Induktionsladeflächen und USB-Steckdosen für Smartphones sowie LED-Bodenbeleuchtung unter der Sitzfläche auszustatten.

 

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