Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

„Wir freuen uns sehr, dass der Grundstein zur Sanierung des Rheinauensees gelegt wird und wir ein Teil davon sein dürfen“, so Annette Mannschott, verantwortliche Projektleiterin für den Rheinauensee bei EMIKO.

Annette Mannschott und Markus Beiten bei der Impfung des Rheinauensees (Bild: EMIKO)

Mit EM-Technologie von EMIKO wird der westliche Teil des Rheinauensees beimpft. Zum Einsatz kommen 2.500 Liter Mikroben-Cocktail und zusätzlich 250 Liter reine Fotosynthesebakterien. Es werden ausschließlich in der freien Natur vorkommende Organismen in den See eingebracht, die für Menschen und Tiere völlig unbedenklich sind. Das gesamte Projekt basiert auf einem erprobten Verfahren, welches in mehr als 100 Ländern seit über 20 Jahren funktioniert. Es ist zu 100 % biologisch und damit sehr verträglich für Flora und Fauna. Wie wirksam dieses Verfahren ist, hat sich u. a. bereits unmittelbar in der Nachbarschaft, dem Vogelpark Troisdorf gezeigt.  

Die Mikroorganismen sorgen dafür, dass der Sauerstoffgehalt des Sees beim Abbau der im Sediment vorhandenen Schadstoffe erhöht wird, um die Fäulnis und die Probleme im Tierbesatz zu beseitigen. Dies alles kann ohne Eingriffe in die Flora und Fauna des Rheinauensees erfolgen. Ein Umsetzen des Fischbestandes ist ebenso nicht erforderlich wie ein Umsiedeln der Wasservögel. Auch die Zuwegungen bleiben nahezu unberührt, da auf den Einsatz schwerer Geräte verzichtet werden kann.  

Wie auch bereits in Troisdorf, setzt EMIKO beim Rheinauensee auf die bewährte technische Unterstützung und das Equipment des Gewässerdienstes Beiten. Markus Beiten impft das Sediment des Sees mit den Mikroorganismen direkt von einem Boot aus. „So gelangen sie unmittelbar dorthin, wo sie ihre Aufgabe verrichten, im Sediment des Rheinauensees“, betont Mannschott. 

Annette Mannschott, für die der Rheinauensee mehr als ein Projekt ist, erläutert die besonderen Herausforderungen für alle Projektpartner wie folgt: „Der Rheinauensee ist kein See im klassischen Sinne. Mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von ca. 1,0 Meter, gespeist aus Rheinuferfiltrat, sind insbesondere in heißen Sommern Probleme vorprogrammiert. Die großen Bestände an Wasservögeln mit ihren Hinterlassenschaften und die verbreitete Fütterung der Tiere, auch wenn sie gut gemeint ist, tun ein Übriges. Für die Stadt Bonn ist es eine anspruchsvolle Aufgabe, den Rheinauensee problemfrei zu halten – schlicht und ergreifend aufgrund der Gegebenheiten.“ 

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wird das Projekt labortechnisch begleiten. Durch die kontinuierliche Entnahme von Proben mit anschließender Analyse verspricht sich EMIKO ein besseres Verständnis davon, was bzw. in welcher Abfolge im untypischen Rheinauensee geschieht. 

Aus Erfahrung weiß man bei EMIKO, dass es auch bei dieser Impfung zu einer Erstreaktion kommen kann. Dies kann eine kurzfristige Verschlechterung des Zustandes bewirken, die eventuell auch optisch wahrzunehmen ist. Eine solche ist jedoch bereits nach einigen Tagen vorüber. „Mithilfe der analytischen Begleitung durch die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg erhalten wir Hinweise, ob und wann ggf. nachbeimpft werden muss“, macht die Projektleiterin deutlich.  

Das ganze EMIKO-Team in Meckenheim freut sich sehr, an diesem spannenden Projekt mitwirken zu dürfen und einen Teil zur Gesundung des beliebten Naherholungszieles Rheinauensee beitragen zu dürfen.

 

 Links zu diesem Thema:

  • https://www.emiko.de/emiko-teichpflege-serie-fur-garten-schwimm-und-fischteiche/
  • https://www.emiko.de/gewaessersanierung-und-pflege-mit-em/

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