Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Michael Thür, Ausbildungsbetrieb Boellert GmbH Garten + Landschaftsbau, und Dominik Zankl, Garten- und Landschaftsbau Leibl GmbH, gewinnen den 14. Bayern Cup. Die beiden Champions qualifizieren sich damit auch für die Teilnahme am bundesweiten Landschaftsgärtner-Cup, der im September ausgetragen wird. Als Bestandteil der Berufsausbildung fand der Wettbewerb der angehenden bayerischen Landschaftsgärtner am 25. und 26. März 2021 auf dem Freigelände der Landesgartenschau in Ingolstadt statt.

Die Gewinner des Bayern Cups 2021: Michael Thür (links), Auszubildender bei der Boellert GmbH Garten + Landschaftsbau, und Dominik Zankl (rechts), Auszubildender bei der Garten- und Landschaftsbau Leibl GmbH, zusammen mit Gerhard Zäh, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern. (Foto: Carolin Tietz, VGL Bayern)

Vier Wochen vor Eröffnung der Landesgartenschau führte der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern) den 14. Bayern Cup in der Donaustadt durch. Erstmals in der Historie des Berufswettbewerbs traten neun Zweier-Teams aus allen sieben Regierungsbezirken des Freistaats gegeneinander an – unter Umsetzung einer engmaschigen Corona-Teststrategie und Einhaltung der geltenden Corona-Hygieneregelungen.

Nach den beiden Wettkampftagen setzten sich Thür und Zankl durch und sicherten sich die bayerische Meisterschaft 2021. Mit dem Gewinn des Bayern Cups qualifizierte sich das Team automatisch für die Teilnahme am bundesweiten Landschaftsgärtner-Cup, der am 24. und 25. September 2021 auf dem Gelände der Bundesgartenschau in Erfurt ausgetragen wird. Den geteilten zweiten Platz errangen Lukas Hartmann und Robin Löffler, May Landschaftsbau GmbH & Co. KG, sowie Leon Schmid und Florian Spitzenberger, Firma Reischl Gartengestaltung.

Die Wettbewerbsaufgabe bestand in der Fertigstellung von neun identischen Mustergärten innerhalb von 15 Stunden. Das Ziel war die möglichst korrekte Umsetzung der Gartenplanung, die zuvor von Landschaftsarchitektin Tanja Strauch entwickelt wurde. Die Aufgabe umfasste ein vielseitiges Leistungsspektrum im Garten- und Landschaftsbau. Dazu gehörten mehrere Pflasterflächen mit Klinker und Granitstein, der Bau einer Sitzmauer aus Naturstein mit Holzauflage und einer vertieften Feuerstelle mit einer Klinkersteinmauer sowie ein Rankspalier aus Holz und Stahl. Die vegetationstechnischen Arbeiten umfassten verschiedene Pflanzflächen inklusive Bewässerungssystem, zwei Schnitthecken und die Pflanzung eines Maulbeerbaums. Über den Bayern Cup hinaus werden die Flächen des Berufswettbewerbs integraler Bestandteil der Landesgartenschau Ingolstadt. Sie werten die Veranstaltung auf und geben den Besuchern einen Einblick in die Tätigkeitsfelder der Branche Garten- und Landschaftsbau.

Bei der Siegerehrung beglückwünschte Gerhard Zäh, Präsident des VGL Bayern, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Dies war wahrscheinlich der bemerkenswerteste Berufswettkampf bisher überhaupt. Mit neun Teams war dieser Bayern Cup einerseits der bislang größte Wettbewerb. Andererseits, ohne Gäste, auch der kleinste Wettbewerb. Ohne Publikum hat zwar die Unterstützung gefehlt, nichtsdestotrotz habt Ihr in den beiden Tagen gezeigt, was in Euch steckt und was in der vorgegebenen Zeit machbar ist. Ihr konntet Erfahrungen sammeln, die für die weitere berufliche Entwicklung wichtig sind. Insofern gibt es heute neun Sieger, denn alle haben eine beeindruckende Leistung vollbracht.“

 

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