Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Zum 1. September tritt Sabine Riewenherm das Amt der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) an. Zuletzt leitete die Diplom-Biologin das Landesumweltamt in Rheinland-Pfalz. Sie folgt auf Prof. Dr. Beate Jessel, die das Amt knapp 14 Jahre innehatte und jetzt als Direktorin an die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in die Schweiz wechselt. Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, nahm gestern die Amtsübergabe im Bundesamt für Naturschutz in Bonn vor.

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Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth: „Sabine Riewenherm übernimmt das BfN zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt für den Schutz der Natur, national wie international. Mit ihrer Erfahrung auf Bundes- und Landesebene und ihrer breiten fachlich-wissenschaftlichen Expertise kann sie wichtige neue Impulse setzen für ein starkes Bundesamt, das als Schutzschild für die Natur wirkt und zugleich Wege aufzeigt, wie gegenläufige Interessen zusammengeführt werden können. Dabei wird es immer wichtiger, Naturschutz und Klimaschutz zusammen zu denken, um den beiden großen ökologischen Herausforderungen, dem Klimawandel und dem Verlust an biologischer Vielfalt, zu begegnen. Ich bin mir sicher, dass Sabine Riewenherm die erfolgreiche Arbeit des BfN gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den drei Standorten in Bonn, Leipzig und auf der Insel Vilm fortsetzen und das BfN für zukünftige Aufgaben fit machen wird.“

Flasbarth dankte der bisherigen Präsidenten, Prof. Dr. Beate Jessel, für ihr herausragendes Engagement für den Schutz von Natur und Landschaft. „Wichtige Initiativen des Bundes wie das Nationale Naturerbe und Förderprogramme wie das Bundesprogramm Biologische Vielfalt und das Bundesprogramm Blaues Band Deutschland haben das BfN und wir in den vergangenen Jahren gemeinsam erfolgreich auf den Weg gebracht – mit großer Expertise und engagierter Beharrlichkeit unter Führung von Beate Jessel. Dazu gehören auch die Einrichtung eines Rote Liste Zentrums und die Entwicklung des BfN zur Meeresnaturschutzbehörde.“

Prof. Dr. Beate Jessel: „Es sind nicht nur die zähl- und konkret messbaren Erfolge in meiner Präsidentschaft, über die ich mich freue – zum Beispiel den Aufbau einer Förderinfrastruktur, anhand derer unter anderem bislang mehr als 120 Projekte im Bundesprogramm Biologische Vielfalt erfolgreich realisiert werden konnten sowie der Aufbau eines Nationalen Monitoringzentrums zur biologischen Vielfalt am BfN. Vielmehr ist es auch die Tatsache, dass das BfN dazu beigetragen hat, dass der Naturschutz in den vergangenen Jahren an gesellschaftlicher Wahrnehmung gewonnen hat. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Naturschutz ein anderes Selbstverständnis entwickelt hat, den Dialog auf Augenhöhe sucht und neue Partnerschaften eingeht, zum Beispiel im wirtschaftlichen oder sozialen Bereich. Denn eine naturverträgliche Landnutzung, die Umsetzung der Energiewende in der Landschaft und der Meeresnaturschutz werden weiterhin zentrale Themen bleiben, die sich nur mit wissenschaftlicher Expertise und im gesellschaftlichen Dialog umsetzen lassen.“

Sabine Riewenherm: „Ich freue mich darauf, als neue BfN-Präsidentin die wichtige Aufgabe der Beratung von Politik und Gesellschaft für den Naturschutz fortführen zu dürfen. Bei drängenden Zukunftsfragen wie beispielsweise im Handlungs- und Spannungsfeld von Naturschutz, Klimaschutz sowie Klimawandelanpassung oder zur intensiven Land- und Waldnutzung möchte ich mit dem BfN die Akteure in einem kooperativen und konstruktiven Dialog mit fundierten Forschungsprojekten begleiten.“

Als wissenschaftliche Behörde für den nationalen und internationalen Naturschutz und als Ressortforschungseinrichtung ist es Aufgabe des BfN, das Bundesumweltministerium fachlich in allen Fragen des Naturschutzes zu unterstützen. Seinen Hauptsitz hat das BfN in Bonn, Außenstellen befinden sich in Leipzig und auf der Insel Vilm.

 

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